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Wittstock/Dosse Facebookfans folgen der Stadt der 1000 Rosen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Facebookfans folgen der Stadt der 1000 Rosen
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18:48 06.01.2020
Nadine Jürgen von der Agentur Perlenmädchen hatte schon den Laga-Auftritt bei Facebook betreut. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Praktisch über Nacht ist der Auftritt der Landesgartenschau (Laga) im sozialen Netzwerk Facebook nach deren Ende zur Präsenz für die Stadt Wittstock geworden. „Wittstock/Dosse –Stadt der 1.000 Rosen“ lautet ihr Name fortan. Offiziell seit Januar betreut sie Nadine Jürgen von der Agentur Perlenmädchen. Und sie hat einige Erfahrungen damit.

„Vorher habe ich bereits den Laga-Facebook-Auftritt mit aufgebaut und mit gestaltet“, berichtet sie. Das Projekt war durchaus erfolgreich gewesen. Über die sozialen Netzwerke konnte die Laga gezielt auf bevorstehende Veranstaltungen hinweisen, Fragen von Nutzern und Besuchern beantworten, unbegründeten Gerüchten entgegenwirken. Fazit zum Ende der Laga: Fast 1800 Fans, denen der Auftritt gefällt. Und was für Nadine Jürgen noch wichtiger ist, fast 1900 Abonnenten, die nun regelmäßig mit Informationen, Bildern und Videos aus Wittstock gefüttert werden.

Über 1900 Abonnenten und über 1800 Fans hat die Seite. Quelle: Christian Bark

„Es sind nach der Laga auch keine Leute abgesprungen, im Gegenteil wir haben seitdem sogar 30 bis 40 neue Abonnenten dazugewonnen“, berichtet Nadine Jürgen. Und die kommen nicht nur aus Wittstock und Umgebung sondern aus dem rund 200 Kilometer großen Radius, aus dem die Laga Besucher angezogen hat.

Soziale Netzwerke sollen Tourismus stärken

Nadine Jürgen sieht darin ein gewaltiges Potenzial für die touristische Vermarktung der Stadt und der Region. Dem schließt sich Jürgen Paul vom Tourismusverein Wittstocker Land an. „Wir erreichen über die neuen Medien auf unkonventionelle Weise viele weitere Menschen“, sagt er.

Dabei spiele das Alter gar keine Rolle. Beispielsweise habe er wahrgenommen, dass auch viele ältere Menschen digitale Produkte wie etwa die Laga-App genutzt hätten. Über die sozialen Medien wie etwa Facebook gelinge es zudem ganz wunderbar, Bilder zu transportieren. „Und ein schönes Bild sagt doch oft mehr als 1000 Worte“, so Jürgen Paul.

Christin Vogel (r.) hatte schon zur Laga für den Facebookauftritt fotografiert. Quelle: Christian Bark

Bilder lässt sich Nadine Jürgen derzeit von der Wittstocker Stadtverwaltung und von Fotografen aus der Stadt zuliefern. Wieder fleißig mit dabei ist Christian Vogel von „Wesenesart“, die schon während der Gartenschau viele schöne Motive für die Seite geliefert hatte. „Ich möchte künftig mit weiteren Hobbyfotografen zu dem Thema ins Gespräch kommen“, kündigt Nadine Jürgen an.

Ganz wichtig sei die auch die Interaktion mit den Nutzern. Rätsel, Aufforderungen, die schönsten Motive oder eigene Erfahrungen zu einem Thema zu schildern seien hier eine Möglichkeit, den Auftritt immer aktuell zu halten.

Und über bestehende Nutzer können immer wieder neue gewonnen werden, wie Nadine Jürgen erklärt. Das funktioniere dann nach dem Schneeballprinzip.

Zukunft der App und Webseite noch ungewiss

Weiterhin sei Glaubwürdigkeit, also das Streuen von offizieller Stelle bestätigter Informationen, eine Grundvoraussetzung für den Erfolg einer solchen Präsenz. „Damit können wir Gerüchten gezielt entgegenwirken“, sagt Nadine Jürgen. Außerdem sei es möglich, so wichtige Veranstaltungen anzukündigen. Das hatte Nadine Jürgen schon im Vorfeld der Infoveranstaltung zur Zukunft nach der Laga getan.

Weitere Fragen zur Zukunft der Laga-App, die die Stadt eventuell als Wittstock-App fortnutzen könnte oder der Laga-Webseite als mögliche neue Webpräsenz des Tourismusvereins werden laut Nadine Jürgen demnächst geklärt. Offiziell bis März wird sie zumindest den Facebook-Auftritt weiter betreuen. „Dann wird das Projekt neu ausgeschrieben“, informiert sie.

Von Christian Bark

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