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Wittstock/Dosse Mit dem Kremser vorbei an Äckern und Wiesen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Mit dem Kremser vorbei an Äckern und Wiesen
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01:16 25.05.2019
Mit dem Kremser ging es vorbei an Äckern und Wiesen. Quelle: Christian Bark
Biesen

Mehrmals im Jahr machen sich die Landsenioren in Ostprignitz-Ruppin auf zu einer Exkursion. „Wir sind quasi die Alters- und Ehrenabteilung des Kreisbauernverbands und versuchen so, unseren 56 Mitgliedern etwas Abwechslung zu bieten“, sagte der Vorsitzende der Landsenioren, Horst Röhrig.

Bei ihrem Besuch der LPDG in Biesen fuhren die Landsenioren auch mit dem Kremser über Eichenfelde, Heinrichsdorf, Jabel, Liebenthal, Papenbruch und Blandikow.

Ob Dampferfahrt auf dem Ruppiner See oder Vortrag der Polizei, die Gruppe versucht, so viel wie möglich in der Region herum zu kommen. Dazu gehört gelegentlich der Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebes. Am Mittwoch führte die Senioren ihr Weg in die Landwirtschaftliche Produktions- und Dienstleistungsgenossenschaft (LPDG) nach Biesen. „Das wurde uns angeboten und wir haben gerne angenommen“, sagte Horst Röhrig, der ab Anfang der 90er Jahre selbst in der Agrargenossenschaft Barsikow gearbeitet hatte.

Pflanzen- und Tierproduktion stehen im Fokus

„Ich mache das gerne und freue mich, wenn ich den Senioren unseren Betrieb zeigen kann“, sagte der LPDG-Vorstandsvorsitzende, Burkhard Schultz. Zunächst berichtete er über die Geschichte und den Werdegang der LPDG. „Wir hatten uns nach der Wende bewusst für eine Genossenschaft entschieden“, sagte Burkhard Schultz. Früh habe auch die Tierproduktion eine Rolle gespielt. die Tochterfirma, die Agrar GmbH Biesen, habe sich unter Manfred Knaut ab 1992 der Zucht und Haltung von Herefdord-Rindern gewidmet.

LPDG-Chef Burkhard Schultz gab einen Überblick über den Betrieb. Quelle: Christian Bark

Heute liege der Schwerpunkt auf Uckermärker-Rindern. „Selbst die Restaurantkette Blockhaus nimmt nur Uckermärker, obwohl ihr Firmenlogo ein Hereford-Rind zeigt“, sagte Burkhard Schultz. Er sprach auch über Probleme des Betriebes, über niedrige Milchpreise und die extreme Trockenheit im vergangenen Jahr. „Das hat uns über 50 Prozent unserer Ernte gekostet“, blickte er zurück. Der Klimawandel sei eben längst da und die Jahresdurchschnittstemperatur steige immer weiter.

Danach zeigte der Vorstandsvorsitzende den Landsenioren die Wiesen und Felder der LPDG. Und die erstrecken sich über weite Teile der Gemeinden Wittstock und Heiligengrabe. Von Biesen ging es mit dem vom Traktor gezogenen Kremser durch die Gemeindeteile Eichenfelde und Heinrichsdorf. „Sieht schick aus hier“, bemerkten einige Senioren. Durch Fördermittel habe sich Mitte der 90er Jahre, als Biesen zu Wittstock kam, viel getan, wie Burkhard Schultz sagte.

Die LPDG in Biesen

1991 wurde die Landwirtschaftliche Produktions- und Dienstleistungsgenossenschaft (LPDG) Biesen gegründet. Seitdem setzt sie auf den Anbau von Futtermitteln wie Mais, Weizen, Gerste und Roggen.

Die Milchproduktion ist das zweite Standbein der Genossenschaft. Dazu hatte sie damals die Milchproduktion der VEG Jabel gekauft. 320 Milchkühe hatten zuletzt 10 380 Liter Milch im Jahr produziert.

Die Agrar GmbH ist eine Tochter der Genossenschaft. Sie hält 240 Rinder (Hereford und Uckermärker) für die Fleischproduktion.

22 Mitarbeiter zählt die Genossenschaft, zwei die Agrar GmbH.

Von da aus ging es zurück nach Biesen über Jabel nach Liebenthal, Papenbruch und schließlich zum Kaffeetrinken in die Gaststätte Meusburger nach Blandikow. „Gefällt mir sehr gut bisher der Ausflug“, sagte Horst Röhrig. Die LPDG sei insgesamt gut aufgestellt, habe aber wie fast jeder Landwirtschaftsbetrieb der Region Probleme mit dem Wasser.

Viele Erinnerungen kamen auch bei Bruno Fick auf, der von 1950 bis zur Wende in der Wittstocker Pfanzenproduktion gearbeitet hatte. „Bruno war quasi unser oberster Meliorateur“, sagte Burkhard Schultz mit Blick auf die zahlreichen Gräben, die sich durch die Agrarflächen zogen. „War schon schön, das mal wieder alles zu sehen“, sagt er. Wenngleich er auch heute noch mit dem Auto durch die Region fahre und sich die Entwicklung von Feld und Flur anschaue.

Von Christian Bark

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