Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wittstock/Dosse MAZ-Leser erleben Gaumenfreuden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse MAZ-Leser erleben Gaumenfreuden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:03 28.11.2019
Zehn MAZ-Leser ließen sich das Menü im Restaurant „Markt 11“ in Wittstock schmecken. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Für zehn Leser der MAZ gab es in dieser Woche Geschmack- und Geistreiches bei einer neuen Runde der Mini-Genießertour. Diese fand in Kooperation zwischen der MAZ und der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg (REG) bereits zum fünften Mal in Folge statt.

Ausgangspunkt war das Restaurant „Markt 11“ in Wittstock. Dort hatten sich wenige Wochen zuvor Erzeuger und Gastronomen aus der Region getroffen, um sich auf Einladung der REG beziehungsweise deren Regionalinitiative Prignitz-Ruppin auszutauschen.

Zehn MAZ-Leser lernten den Kräutergarten von Chefkoch Sebastian Witt in Heiligengrabe, edle Tropfen von Gans-Gin in Klein Gottschow und ein leckeres Menü im Markt 11 in Wittstock kennen.

Die Leser besuchten zwei Erzeuger an diesem Tag. Zunächst ging es nach Heiligengrabe auf das Gelände des Kloster Stifts. Dort, am Klosterhof, den Markt-11-Inhaberin Annett Münzer und Küchenchef Sebastian Witt ebenfalls betrieben haben, gab es ein kleines Kräuterseminar. „Im Grunde ist die halbe Wiese essbar“, erklärte Sebastian Witt.

Er präsentierte typische Kräuter, die überall auf dem Stiftsgelände wachsen – von Sauerklee bis Beifuß – und zeigte, wie er sie schmackhaft aufbereiten konnte. Nämlich durch Fermentierung, also Gärung. Das hatte er beispielsweise mit Kohl gemacht, den er den Lesern als „Kimchi“, eine Sauerkrautvariante aus Korea mit Chili und Koriander, kosten ließ.

Sebastian Witt ließ die MAZ-Leser gerne probieren. Quelle: Christian Bark

Sein Kräuterfundus scheint unerschöpflich. „Auch weil es keine harten Winter mehr gibt“, erklärte Sebastian Witt. Aus dem Boden zog er unter anderem Topinambur, die, einmal gepflanzt, auch „wie verrückt“ wachse. „Sie schmeckt wie Artischocke, daher auch der Name ,Jerusalem Artischocke’!“, informierte der Koch.

Sebastian Witt wird laut REG-Referentin Andrea Schneider, die die Leser begleitete, auch auf der Grünen Woche in Berlin kochen. Und zwar am 22. Januar 2020. Der Küchenchef lobte bei der Gelegenheit noch die REG. „Die bringen uns zusammen“, sagte er.

Weiter zu Höherprozentigem

Von den Kräutern ging es weiter nach Klein Gottschow. Dort baut Robert Wacker den Hof seiner Großeltern zur „Gans Feinbrand Manufaktur“ aus. Seine Spirituosen, insbesondere den Gin, bezieht auch das Restaurant „Markt 11“.

Brandneu: Robert Wacker stellt seine Destillieranlage vor. Quelle: Christian Bark

Eigentlich ist Robert Wacker Jurist. „Der Genuss hat mich aber zu diesem Projekt animiert“, erklärte er. Brandneu angeliefert, präsentierte er den Lesern auch seine Destillieranlage. Nun kann er seinen „Gans Gin“ und Co. auch selbst herstellen. Einen hochprozentigen Schluck Gin gab es bereits zur Begrüßung.

Dabei verweis Robert Wacker auch auf die Besonderheit des Alkohols als Geschmacksträgers. Als Freund von Longdrinks wie Gin Tonic zeigte er sich deshalb weniger.

Prost! Die MAZ-Leser ließen es sich schmecken. Quelle: Christian Bark

In der Folge erklärte der Inhaber den Besuchern, wie die Destillieranlage funktioniert, dass pro Arbeitsschritt fünf Mal destilliert werde – Fuselstoffe dadurch also keine Chance hätten. Wenn Robert Wacker allerdings brennen will, ist er besonders auf den Zoll angewiesen.

„Der versiegelt die Anlage und nur unter seiner Aufsicht darf gebrannt werden“, so Robert Wacker. Hintergrund sei die anfallende Alkoholsteuer. Im Anschluss genossen die Leser noch Likör und dann ging es zurück zum „Markt 11“ nach Wittstock.

Genießertour war ein Gedicht

Dort erwartete sie ein Genießermenü, wie zuvor schon die Erzeuger. Angefangen mit karamellisiertem Büffelmozzarella aus Kremmen unter Rote Beete-Schaum und marinierter Beete. Im Hauptgang Ragout vom Angus-Rind aus Görike mit einem Kartoffel-Kürbisgratin, gebratenem Spitzkohl und einer Malzjus. Als Dessert gab es eine Variation aus Wacholder und Zitrus – abgerundet durch einen Gans Gin.

Das Hauptgericht wurde serviert: Ragout vom Angus-Rind, einem Kartoffel-Kürbis-Gratin, gebratenem Spitzkohl und einer Malzjus. Quelle: Christian Bark

Die Leser ließen es sich schmecken. Lydia Zallmann aus Wittstock hatte sogar ein Lobgedicht auf die Genießertour verfasst, das sie allen am Tisch vortrug. Auch andere Leser fanden lobende Worte.

„Die Tour war sehr informativ von Anfang bis Ende“, sagte Elsbeth Fröhlich aus Wittstock. „Ich wollte vor allem Markt 11 kennenlernen. Toll, was hier in der Region alles so gastronomisch entsteht“, sagte Wolfgang Hampe aus Pritzwalk.

Über Zettel, die Andrea Schneider austeilte, konnten die Leser ein Feedback abgeben. Die nächste Genießertour wird im Februar 2020 laut der REG-Referentin in das Hotel Waldschlösschen in Kyritz führen. Die Erzeuger würden noch bekanntgegeben.

Von Christian Bark

Zum zweiten Mal trägt eine Idee vom Hof Grünhagen Früchte. Drei Kitas profitieren von knapp 1000 Euro Spendeneinnahmen aus drei Sonnenblumenfeldern. Doch nicht jeder unterstützte die Aktion – Diebe plünderten die Spendenkasse.

28.11.2019

Der Adventsmarkt der Wittstocker Waldring-Grundschule wächst von Jahr zu Jahr. Am Mittwochabend wartete er sogar mit einer großen Bühne und buntem Programm auf.

28.11.2019

Sie lesen Krimis oder reißen Witze – alles auf Schwedisch. Fünf Frauen und Männer besuchen seit mehr als zehn Jahren den Kurs an der Volkshochschule in Wittstock. Nicht nur die Sprache verbindet sie miteinander.

28.11.2019