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Wittstock/Dosse Doris Kretschmer eröffnet Galerie „Augenblick“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Doris Kretschmer eröffnet Galerie „Augenblick“
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13:46 25.10.2019
Doris Kretschmer widmet sich seit 2010 täglich der Malerei und entwickelt dabei immer neue Sichtweisen. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

„Das Auge muss in einem Bild spazieren gehen“, sagt Doris Kretschmer aus Wittstock. Darin sieht die Malerin eine Triebfeder für ihre Arbeit. Immer wieder sucht sie das Besondere und bringt es auf die Leinwand.

Seit neun Jahren widmet sich Doris Kretschmer ganz der Malerei. 2010 ging die heute 68-Jährige in den Ruhestand. Damals hängte sie ihren Lehrerberuf an den Nagel und setzt seitdem ihre Kraft und Ideen in die Kunst. Täglich bis zu vier Stunden arbeitet sie in ihrem Atelier in der Ringstraße 29 in Wittstock. Tür an Tür mit der Künstlerin Eva Götzke. Nun erfüllt sich Doris Kretschmer einen lang gehegten Traum. Am Samstag, 2. November, eröffnet sie dort ihre eigene Galerie „Augenblick.“

„Mit 16 Jahren habe ich meine erste Liebe zur Kunst gefunden“, erinnert sich Doris Kretschmer. Damals begann sie ihr Studium am Institut für Lehrerbildung in Potsdam und wurde Unterstufenlehrerin mit dem Wahlfach Kunsterziehung. Nach 1990 unterrichtete sie zusätzlich Kunst. „Wir hatten gute Lehrer in Potsdam und gerne hab ich Kunstausstellungen besucht“, sagt sie.

Starke Formen: Das Ölbild „Hinter der Stadtmauer“ entstand in Wittstock. Quelle: Christamaria Ruch

In der Malerei sieht die Künstlerin mehr als ein Hobby. „Ein Hobby hat immer etwas mit Spaßfaktor zu tun“, sagt Kretschmer. Vielmehr begibt sie sich beim Malen auf die Suche und möchte Besonderheiten finden und diese auf der Leinwand festhalten. „In der Malerei sehe ich verschiedene Herangehensweisen. Ich habe einen realistischen Gedanken und setze ihn dann um. Oder ich habe keinen Ansatz und beginne von der Linie oder Struktur ein Bild. Dabei probiere ich viel und überwinde Schwierigkeiten“, sagt die Malerin.

Neben Aktmalerei setzt sie auf Porträts, Landschaften und fertigt Collagen oder Installationen. Bei Malkursen lernt sie stets andere Sichtweisen kennen. „Das hilft, dass ich immer wieder Neues ausprobiere und mich nicht festfahre.“ Über die Jugendkunstschule in Neuruppin fand sie für einige Jahre zur Aktmalerei. Bei der Porträtmalerei steht vor allem der Ausdruck im Mittelpunkt.

Mit der Porträtreihe „Verwundert“ erzählt die Malerin eine Geschichte. Quelle: Christamaria Ruch

Vier gleich große Porträts in Acryl spiegeln eindrücklich den Titel „Verwundert“ wieder. „Damit erzähle ich eine kleine Geschichte“, sagt Doris Kretschmer. Das konnten die Besucher der gerade zu Ende gegangenen Ausstellung „Kunstblume“ in Wittstock beobachten. Sie gehörte zu den 34 regional ansässigen Künstlern der „Kunstblume.“

Auch bei ihren Motiven aus Wittstock zeigt Doris Kretschmer Gespür für Formen und Ausdruck. Da sind die Stadtmauer oder die Heiliggeistsraße in satten Ölfarben zu sehen. Die verzerrten geometrischen Formen entwickeln einen Sog auf den Betrachter.

Die Installation „Himmelblau“ greift das Thema Umwelt und Schutz auf. Quelle: Christamaria Ruch

Bei der Installation „Himmelblau mit Kunstblumen und einer toten Hummel“ vereinte sie das Werk mit einer Gipsplastik. Die Halbkugel „Himmelblau“ steht für die Erde. „Die Natur beschützt uns“, sagt Doris Kretschmer. Eigens für die „Kunstblume“ verwandte sie bei dem Werk Kunstblumen – sie zeigen sinnbildlich, dass Insekten wie etwa die Hummeln, auf Natur angewiesen sind.

Doris Kretschmer sammelt seit Jahren Ausstellungserfahrungen, sowohl in der Prignitz als auch in Ostprignitz-Ruppin hat sie schon ihre Werke gezeigt.

Am Samstag, 2. November, um 15 Uhr eröffnet Doris Kretschmer mit der Ausstellung „Der erste Auftritt“ ihre eigene Galerie „Augenblick.“ Diese befindet sich in der Ringstraße 29 in Wittstock. Interessenten sind willkommen.

Von Christamaria Ruch

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