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Wittstock/Dosse Markierungsstein für alte Schmugglerroute gesetzt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Markierungsstein für alte Schmugglerroute gesetzt
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00:24 14.04.2019
Wanderwegebeauftragter Jürgen Paul (v. l.), Natursteinmetz Michael Janott und Wittstocks Wirtschaftsförderer Martin Bünning beim Versetzen eines Markierungssteines für den „Fischkarrersteig“. Quelle: Christian Bark
Sewekow

Schon vor einigen hundert Jahren sollen ihn die Schmuggler für ihre geheimen Grenzgänge zwischen Mecklenburg und Brandenburg genutzt haben. Nun erlebt der sogenannte „Fischkarrersteig“ eine Renaissance.

„Es ist nicht ganz die originale Route“, erklärte Jürgen Paul vom Tourismusverein Wittstocker Land, der für die Stadt Wittstock ein Wanderwegekonzept mitentwickelt hat. Die Schmuggler seien eigentlich über Wredenhagen und Kieve gewandert, nicht über Sewekow. „Die alte Route ist aber heute nicht mehr zum Wandern geeignet“, so Jürgen Paul.

Wanderwegekonzeptbeauftragter Jürgen Paul und Natursteinmetz Michael Janott beim Aufstellen des Steines. Quelle: Christian Bark

Kurz vor Sewekow hatte er am Donnerstag mit Steinmetz Michael Janott im Beisein von Wittstocks Wirtschaftsförderer, Martin Bünning, einen Markierungsstein für die gut 19 Kilometer lange Strecke zwischen dem Dorf und Wittstock gesetzt.

„Der ist wetterbeständig und langlebig“, erklärte Michael Janott. Außerdem folge man damit einem historischen Ansatz. „Wegesteinmarkierungen gab es schon früher in unserer Region“, sagte Jürgen Paul. So müsse man die Natur auch nicht mit Schildern zustellen. Lediglich ein Bild, ein Piktogramm eines Fisches, befindet sich an einem Baum über dem Naturstein.

Michael Janott hatte noch einen weiteren Stein für den „Fischkarrersteig" dabei. Quelle: Christian Bark

Einen weiteren Stein setzte Michael Janott noch auf Höhe des Kalklochs. Insgesamt sollen sieben solcher Steine den Fischerkarrersteig zieren. „Der Rest folgt nach Ostern“, kündigte Jürgen Paul an. Vier Steine habe man bereits auf Routen bei Eichenfelde und zwei bei Freyenstein gesetzt. Die Markierungen passen sich Martin Bünning zufolge gut in die Landschaft ein und sind sparsam beschriftet.

Die Route führt gut 19 Kilometer entlang der Wittstocker Heide. Quelle: Christian Bark

„Wir sind erst am Anfang mit der Umsetzung unseres Wanderkonzepts“, sagte er. Zunächst wolle man Wittstocks Norden erschließen, weil man gut an vorhandene Routen anknüpfen kann. „Wir sind keine klassische Wanderregion aber irgendwann muss ja mal ein Anfang gemacht werden“, so Bünning.

Trotz ihrer Robustheit sind die Markierungssteine vor Witterungsablagerungen und Moos nicht gefeit. Deshalb werden zweimal im Jahr Wegwarte, die der Tourismusverein stellt, die Routen ablaufen und auf Schäden kontrollieren. Einer dieser Wegwarte ist Jürgen Paul.

Von Christian Bark

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