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Wittstock/Dosse Kulturmanager öffnet samstags eine Markthalle in Freyenstein
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00:22 28.03.2019
Hans-Herbert Gutz in der künftigen Markthalle in Freyenstein. Quelle: Björn Wagener
Freyenstein

In Freyenstein öffnet eine neue Markthalle. Sie zieht in den ehemaligen Center-Kauf am Marktplatz ein, der Ende April 2015 dicht machte. Seitdem steht die Halle leer.

Ab Samstag, 6. April, werden dort erstmals wieder Besucher empfangen. Künftig soll die „Markthalle Freyenstein“ jeweils samstags von 7 bis 17 Uhr ihre Pforten öffnen.

Die Kunden können sich auf landwirtschaftliche Produkte regionaler Anbieter freuen – zum Beispiel Obst, Gemüse, Eier, Kartoffeln, Blumengestecke und vieles mehr. Sowohl der gewerbliche als auch der Verkauf aus privater Hand sollen ermöglicht werden.

Von Vechta nach Freyenstein

Initiator der „Markthalle Freyenstein“ ist Hans-Herbert Gutz (69), der erst im August vergangenen Jahres mit seiner Frau von Vechta (Niedersachsen) nach Freyenstein zog und vom herzlichen Empfang der Einwohner bis heute beeindruckt ist.

Für Hans-Herbert Gutz hat die kleine Stadt großes Potenzial. Die weitgehend fehlende Versorgung mit Lebensmitteln sieht er jedoch seit seiner Ankunft in der Wahlheimat als großes Manko an und machte sich sogleich daran, das zu ändern.

Dazu suchte er zunächst das Gespräch mit der Stadt Wittstock. Ergebnis: „Die Stadt stellt uns die Markthalle für die gesamte Saison kostenlos zu Verfügung, inklusive Strom und Wasser“, berichtet Gutz und ist sehr dankbar dafür. Lediglich eine Heizung gibt es nicht.

Markttage mit Schutz vor Wind und Wetter

Aber das sei kein Problem. Allein dass die Halle Schutz vor Wind und Wetter bietet, sei ein Vorteil gegenüber einem klassischen

Christa Ziegenbein sorgt für einen frischen Anstrich in der Markthalle. Quelle: Björn Wagener

Marktplatz. Deshalb soll sie nicht nur ein Verkaufsort sein. Vielmehr möchte Gutz dort einen Treffpunkt etablieren, an dem die Menschen zusammenkommen und auch einen Plausch bei einem Imbiss, einem Glas Sekt oder einer Tasse Kaffee halten können. Diese soziale Komponente ist ihm ebenso wichtig wie das Verkaufsangebot.

Außerdem plant Gutz eine Kooperation mit Marcus Kappes aus Berlin. Letzterer möchte das ehemalige Rathaus direkt gegenüber sanieren und dort eine Bäckerei mit Café etablieren.

Bäckerei für zwei Stunden täglich

So lange das noch nicht umgesetzt ist, möchte Gutz jene Bio-Bäckerei, die später ins alte Rathaus ziehen soll, zunächst in der Markthalle unterbringen. Anvisiert werde eine tägliche Öffnungszeit von 7 bis 9 Uhr. Das sei zumindest mündlich so mit Kappes abgesprochen. „Damit man hier morgens frische Brötchen bekommt“, sagt Gutz. Auf längere Sicht könnte er sich auch kulturelle Veranstaltungen in der Markthalle vorstellen – etwa Konzerte von Bands. Dazu müsste jedoch die Akustik verbessert werden. Es hallt stark.

Die Idee mit der Vertretung

Doch zunächst einmal gehe es um die Markthalle. Das Problem: Die Anbieter seien samstags oftmals auf anderen Märkten unterwegs und könnten auf die dortigen Einnahmen nicht verzichten. Deshalb denkt Gutz daran, dass Senioren mit viel Freizeit die Stände für einen kleinen Obolus betreuen könnten – quasi in Vertretung für die eigentlichen Anbieter. Erste Nachfragen dazu im Ort seien bereits auf Interesse gestoßen.

Langfristig möchte der Neu-Freyensteiner das Objekt von der Stadt pachten. Er ist sich klar darüber, dass mit der Markthalle kein Geld zu verdienen sei. Das Ganze liege ihm aber am Herzen.

Lokalpolitisches Engagement

Hans-Herbert Gutz ist Kulturmanager, hat aber auch schon Messen und Märkte organisiert. Diese Erfahrung möchte er nun in Freyenstein einsetzen – und sich darüber hinaus auch lokalpolitisch engagieren. Deshalb kandidiert Gutz bei der Kommunalwahl am 26. Mai für einen Sitz in der künftigen Wittstocker Stadtverordnetenversammlung.

Unterstützt wird er dabei von der Wählergruppe „Wir für Freyenstein“. Dieser gehört auch Christa Ziegenbein an. Gemeinsam mit ihrem Mann Manfred war sie am Montag dabei, den Eingangsbereich der Markthalle mit Gips und Farbe herzurichten. Geputzt und aufgeräumt wurde in der Halle bereits am vergangenen Wochenende beim Frühjahrsputz.

Von Björn Wagener

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