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Wittstock/Dosse Stadtverordneter fordert Tempo 30
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Stadtverordneter fordert Tempo 30
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12:58 18.07.2019
Irmgard Jähnig mit dem Wittstocker Stadtverordneten Matthias Dittmer am beschädigten Sockel ihres Hauses in der Perleberger Straße in Wittstock. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Die Steine am Sockel des Hauses von Irmgard Jähnig neigen sich bedrohlich nach vorn. Das Mauerwerk lässt sich bereits mit der Hand bewegen. Große und kleine Risse finden sich ringsherum. Und immer wieder entdeckt die 78-Jährige neue.

Seit 38 Jahren wohnt sie in dem Haus, doch erst seit 2016 hätten sich die ersten Risse gebildet. Zum Teil seien sie schon einmal ausgebessert worden, kämen jedoch immer wieder und werden größer. Die Seniorin ist stolz darauf, dass keine Schulden auf dem Haus lasten. Doch die zunehmenden Risse bereiten ihr Sorge. Was könnte da finanziell auf sie zukommen?

Verkehr verursacht Erschütterungen

Der Grund für das Problem liegt für sie auf der Hand: Die Perleberger Straße ist viel befahren. Auch unzählige Holztransporter in und aus Richtung Swiss Krono in Heiligengrabe sind dort unterwegs. Das verursache Erschütterungen, die sich auf das Haus übertragen, das Mauerwerk reißen lassen und Steine ins Wanken bringen.

Die Perleberger Straße in Wittstock ist stark befahren. Quelle: Björn Wagener

Matthias Dittmer ist Ende Mai in die Wittstocker Stadtverordnetenversammlung gewählt worden. Mit ihm zog erstmals ein Grüner Stadtverordneter in das Gremium ein.

Als er von den Nöten Irmgard Jähnigs hört, vereinbart er einen Vor-Ort-Termin, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Danach ist für ihn klar: „Hier muss etwas unternommen werden“.

Runter mit dem Tempo

Seine Forderung ist schnell formuliert: „Es sollte Tempo 30 eingeführt werden“, sagt er. Matthias Dittmer vermutet, dass Irmgard Jähnig in der Straße nicht die einzige mit solchen Problemen ist. Sinnvoll sei das Limit vor allem in der Perleberger Straße, aber auch streckenweise auf der Papenbrucher Chaussee und der Rosa-Luxemburg-Straße, die ebenso wie die Perleberger Straße an den Kreisverkehr heranführen. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung müsse dann natürlich auch verstärkt kontrolliert werden.

Die Perleberger Straße ist eine Landesstraße. Für die Beschilderung ist aber das kreisliche Straßenverkehrsamt zuständig. Auch wenn die Stadt somit nicht einbezogen ist, so ist sich Matthias Dittmer sicher, dass sie helfen könnte, ein solches Ansinnen voranzubringen, indem sie es politisch unterstützt.

Ein Brief an den Bürgermeister

Er selbst wolle sich dafür einsetzen, um ein solches Tempolimit zu erreichen. Im Gespräch mit Irmgard Jähnig kündigt er an, zunächst Briefe an Bürgermeister Jörg Gehrmann und an den Swiss-Krono-Geschäftsführer Hendrik Hecht zu schicken.

Beiden will er klar machen, dass Handlungsbedarf bestehe und Tempo 30 in dem genannten Bereich ein wichtiger Schritt sei, um die Situation zu entschärfen.

Matthias Dittmer, der auch Sprecher der Ortsgruppe Wittstock-Heiligengrabe von Bündnis 90/Die Grünen ist, plädiert ohnehin dafür, den Verkehr stärker von der Straße auf die Schiene zu verlegen.

Von Björn Wagener

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