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Wittstock/Dosse Neue Schnittstelle für den Nachwuchs
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16:56 14.09.2018
Anke Schlesinger kümmert sich um die Azubis, FSJler und Praktikanten in der Stadtverwaltung von Wittstock. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Bei der AusbildungsmesseJobstart“, die heute in Pritzwalk stattfindet, wird die Wittstocker Stadtverwaltung mit einem neuen Gesicht aufwarten. Das heißt, so neu ist die Jobstart für Anke Schlesinger gar nicht. Zuvor war sie dort für die Marina Wolfsbruch auf der Suche nach neuen Azubis, nun besucht sie die Messe als Ausbildungskoordinatorin der Stadt Wittstock.

„Die Aufgabe lastete in den letzten Jahren auf mehreren Schultern“, erklärt Wittstocks Stadtsprecher Jean Dibbert. Mit Anke Schlesinger ist die Koordination des Nachwuchses, also Lehrlingen, Praktikanten und Absolventen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) nun in einer Person vereinigt. „Die Nachwuchsgewinnung ist ein wichtiges Thema, auch für die Kommunen“, erklärt Anke Schlesinger.

Für zwei neue Ausbildungsplätze gibt es schon drei Bewerber. Quelle: Christian Bark

Aktuell kann sich die 39-Jährige aus Wesenberg nicht über mangelnde Bewerbungen. Für die beiden Ausbildungsplätze zum Verwaltungsfachangestellten in der Fachrichtung Kommunalverwaltung ab August 2019 gebe es jetzt schon drei Bewerber. „Wir müssen frühzeitig gucken, passende Azubis zu finden“, weiß Anke Schlesinger.

Um die jungen Leute neugierig auf den Verwaltungsdienst zu machen und mögliche Hemmschwellen abzubauen, wird die Ausbildungskoordinatorin am Wochenende auch eine junge Frau, die aktuell bei der Stadt lernt, mit nach Pritzwalk nehmen.

Nachwuchs für die Verwaltung

280 Mitarbeiter - darunter Minijobber, Erzieher, Forstarbeiter – sind derzeit in der Wittstocker Stadtverwaltung tätig.

Bis 2023 werden 50 Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Engpässe gibt es jetzt schon.

Maximal zwei Azubis stellt die Stadtverwaltung jedes Jahr ein. Ausgebildet wird nach Bedarf. Derzeit lernen sogar drei Azubis in der Stadtverwaltung. 2019 werden es zwei sein.

Neuerdings gibt es auch eine berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin.

Auch wenn die kommunale Verwaltung nach wie vor als attraktiver Arbeitgeber für junge Menschen aus der Region gilt, sind die „goldenen Zeiten“, als sich die Stadt kaum vor Bewerbern retten konnte, vorbei, wie Jean Dibbert berichtet.

Dabei sei die Ausbildung bei der Stadt vielseitig. Die Lehrlinge würden verschiedene Abteilungen durchlaufen und hätten später, nachdem sie einige Zeit in der Verwaltung tätig gewesen seien, noch die Möglichkeit auf Fort- und Weiterbildungen.

50 Mitarbeiter gehen bis 2023 in Rente

Wer bei der Stadt lernt, hat zudem gute Chancen, nach der Ausbildung übernommen zu werden. „Wir wollen die Leute, die bei uns gelernt haben, natürlich behalten“, sagt Jean Dibbert. Das wird mit Blick auf die Zukunft auch nötig sein. Bis 2023 werden von den aktuell 280 Mitarbeitern rund 50 in den Ruhestand gehen. „Engpässe gibt es schon heute im Bereich der Erzieher und in speziellen Fachbereichen die bestimmte Abschlüsse erfordern“, informiert der Stadtsprecher. Dementsprechend rekrutiere man auch bewusst Externe.

Dass die jungen „Internen“ den Nachwuchs für die Stadt stellen, dafür ist neben den direkten Ausbildern in den einzelnen Abteilungen auch Anke Schlesinger zuständig. „Es gibt regelmäßige Gespräche mit den Lehrlingen“, sagt sie.

Die gebündelte Koordinierung ist für Wittstock ein weiterer Schritt, sich für die Nachwuchsgewinnung breiter aufzustellen. In Sachen Ausbildung hat sie das bereits getan. So gibt es neuerdings zwei FSJler. Zudem bietet die Stadt eine berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin an.

Von Christian Bark

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