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Wittstock/Dosse Blumengrüße mit Symbolkraft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Blumengrüße mit Symbolkraft
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15:48 19.03.2019
Superintendent Matthias Puppe zeigt einen der Blumenkörbe vor der St.-Marien-Kirche. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Zur Landesgartenschau soll es in Wittstock blühen: Kirche und Stadtverwaltung ziehen bei einem besonderen Projekt an einem Strang. Es heißt „Blühende Gemeinde – Mein Blumenkorb für St.-Marien“ und soll die Kooperation beider Seiten bekräftigen und zeigen, wie vielfältig und bunt die Gemeinde ist.

Das Ganze funktioniert so: Die Teilnehmer bekommen Gelegenheit, Körbe zu bepflanzen oder bepflanzen zu lassen. Diese sollen dann in der St.-Marien-Kirche ausgestellt werden – versehen mit den jeweiligen Namensschildern der Pflanzakteure. Das kündigt Superintendent Matthias Puppe an. Mit den Namensschildern können die Teilnehmer bekräftigen, dass ihnen Kirche und Kommune am Herzen liegen.

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Mindestens zwei Pflanzaktionen

Mindestens zwei Pflanzaktionen sind dafür vorgesehen – am 13. April und am 8. Juni. Uhrzeiten stehen noch nicht fest. Eine dritte Aktion könnte im August folgen, falls Bedarf besteht.

Das Projekt „Blühende Gemeinde“ sei eine Idee des Initiativkreises St.-Marien. Das ist ein kleine Gruppe von Kirchenangehörigen und Freunden der Kirche, die sich um die Vitalisierung des stadtbildprägenden Gebäudes kümmert. Dazu gehört es auch, Veranstaltungen in die Kirche zu bekommen.

Dafür stehe ich ein

„Die Blumenkörbe sind als ein Hoffnungszeichen zu sehen. Die Namensschilder machen deutlich: Hierfür stehe ich ein. In Zeiten der um sich greifenden Anonymisierung finden wir, dass es wichtig ist, sich erkennbar zu machen. Es geht darum, Gesicht zu zeigen“, sagt Matthias Puppe.

Das können nicht nur Wittstocker tun. Menschen von überallher seien eingeladen, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Bei der Form der Namensschilder habe man sich von kleinen Schildern inspirieren lassen, die es früher einmal an Sitzbänken in der Kirche gab.

Kirche und Stadtgesellschaft hätten viel miteinander zu tun. Sie arbeiteten gut zusammen. „Beide Seiten sind aufeinander bezogen. Beide wollen Bausubstanz erhalten. Unser Auftrag als Kirche ist es, die Schöpfung zu bebauen und zu bewahren“, sagt Matthias Puppe.

Kooperation mit Gärtnerei

Für die Aktion „Mein Blumenkorb für St.-Marien“ kooperiere der Initiativkreis St.-Marien mit der regionalen Gärtnerei Gawenda. Mitarbeiter von dort bieten an den Pflanztagen fachmännische Unterstützung. Dabei werde darauf geachtet, dass solche Pflanzen verwendet werden, die die klimatischen Bedingungen in der Kirche ertragen.

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, zahlt 20 Euro pro Korb. Dieser Betrag solle lediglich die Kosten für die Pflanzen, die Körbe und die Pflege der blumigen Arrangements decken, so Puppe. Denn letztere Aufgabe übernehme – neben ehrenamtlichen Helfern – auch der Gartenbetrieb. Eventuelle Nachpflanzungen seien für je 15 Euro möglich.

Interessenten können sich in Listen eintragen, die im Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Wittstock, St.-Marien-Straße 8, ausliegen. Nähere Infos gibt es auch unter E-Mail: info@laga-kirche.de oder Tel.: 03394/4 03 08 16 sowie E-Mail: b.buro@kirche-wittstock-ruppin.de oder Tel.: 03394/43 33 14.

Von Björn Wagener