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Wittstock/Dosse Pflegekräfte aus Höganäs in Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Pflegekräfte aus Höganäs in Wittstock
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12:38 04.12.2019
Elke Bröcker (v.l.), Sozialarbeiterin der Volkssolidarität in Wittstock, im Gespräch mit Ilona Ströde. Sie ist die Dolmetscherin der fünfköpfigen Gruppe schwedischer Pflegekräfte aus der Partnerstadt Höganäs. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Fünf Pflegekräfte aus dem schwedischen Höganäs waren in dieser Woche vier Tage lang in Wittstock zu Gast. Dabei ging es vor allem darum, den Branchen-Kollegen in der deutschen Partnerstadt über die Schulter zu schauen und zu erfahren, wie das Pflegesystem in Deutschland funktioniert. So können beide Seiten voneinander lernen und sich näher kennenlernen.

Zu Besuch bei einem Kurs

Am Montagfrüh besuchten die Gäste die Volkssolidarität in der

Senioren während einer Übungsstunde zur Sturzprävention in der Volkssolidarität Wittstock. Quelle: Björn Wagener

Poststraße in Wittstock. Dort fand gerade ein Kurs zur Sturzprävention statt. Ältere Menschen können das Angebot kostenfrei nutzen, um sich körperlich fit zu halten und den Gleichgewichtssinn zu stärken.

Das ist ein kleiner Teil der Möglichkeiten, die die VS im Gesundheits- und Pflegesektor anbietet.

Ein paar Worte auf Schwedisch

Als Sozialarbeiterin Elke Bröcker die Gäste begrüßt, hat sie sich sogar ein paar Worte auf Schwedisch zurechtgelegt. Dann beschreibt sie das Leistungsspektrum des Pflegedienstes der VS: 38 Krankenschwestern versorgen im Altkreis Wittstock Senioren und pflegebedürftige Menschen im häuslichen Umfeld. „An vier von insgesamt sechs Standorten sind wir Initiatoren von Wohngemeinschaften mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind.“

Für die Frauen, die im „Hus Nyhamnsgarden“ in Höganäs beschäftigt sind, ist es der erste Besuch in Wittstock.

Auswanderin als Dolmetscherin

„In Schweden können wir Geld beantragen, um einen Besuch in der Partnerstadt zu finanzieren“, berichtet Ilona Ströde. Sie wanderte vor einigen Jahren aus und arbeitet in Höganäs als Pflegefachkraft. Während des Besuches in Wittstock fungiert sie als Dolmetscherin. „Wir wollen sehen, wie hier gearbeitet wird, um Vergleiche ziehen zu können. Wir hoffen, dass wir etwas mitnehmen können“, sagt sie. Zudem sei es von Vorteil, den Partnerschaftsgedanken auf eine neue Ebene zu bringen – fernab von ganz offiziellen Begegnungen auf kommunalpolitischer Bühne.

„Die Einrichtungen in Wittstock und Höganäs sind durchaus vergleichbar“, sagt Ilona Ströde. Im Nyhamnsgarden könnten ältere und pflegebedürftige Menschen Wohnungen beziehen und dann bestimmte Pflegeleistungen je nach Bedarf hinzubuchen. Und doch gebe es Unterschiede zu Wittstock: Sie betreffen vor allem die Anzahl der zu betreuenden Menschen. „Hier, so habe ich gehört, sind es pro Pflegekraft etwa 15. Ich mag es gar nicht sagen, aber ich habe vier.

Die Deutschen sind immer gestresst

Das Arbeiten ist bei uns ein bisschen ruhiger. Aber die Deutschen sind ja ohnehin immer gestresst“, sagt Ilona Ströde. Außerdem hätten Krankenschwestern in Schweden einen höheren Status als in Deutschland.

Rena Lemke vom Vorstand des Seniorenbeirates Ostprignitz-Ruppin begleitete die kleine Reisegruppe auf ihren Wegen durch Wittstock. Außer zur VS ging es auch ins Seniorenheim Haus Fontane und zur Betreuungsdienste-Gesellschaft der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Außerdem standen am Dienstag ein Besuch beim Bürgermeister Jörg Gehrmann sowie eine Stadtführung auf dem Programm.

Von Björn Wagener

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