Pimp your town Wittstock Stadtverordnete
Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wittstock/Dosse Von Ideen der Kinder lernen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Von Ideen der Kinder lernen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:02 03.01.2020
Angelika Noack diskutierte bei dem Demokratieprojekt im Dezember 2019 mit Schülern.
Angelika Noack diskutierte bei dem Demokratieprojekt im Dezember 2019 mit Schülern. Quelle: Christamaria Ruch
Anzeige
Wittstock

Die Wittstocker Stadtverordneten sollten sich näher mit den Vorschlägen befassen, die Wittstocker Jugendliche während des Projektes „Pimp your town“ zusammengetragen haben. Das empfiehlt Stadtverordnete Angelika Noack (Linke).

„Pimp your town“ (peppe deine Stadt auf) ist ein Projekt des Vereins „Politik zum Anfassen“ in Hannover. Mitte Dezember 2019 fand es am Städtischen Gymnasium in Wittstock statt.

Kinder an Kommunalpolitik heranführen

Dabei ging es darum, die Schüler mit kommunalpolitischen Abläufen vertraut zu machen. Auch Angelika Noack unterstützte sie dabei.

Die Siebtklässler bildeten Fraktionen und schickten Abgeordnete in verschiedene Ausschüsse. Dort wurden Themen aus den Bereichen Umwelt, Infrastruktur und Freizeitangebote diskutiert und selektiert. Ein Teil davon schaffte es in die Stadtverordnetenversammlung, die Burkhard Schultz leitete. Das tut er als Stadtverordnetenvorsteher auch bei den „echten“ Stadtverordneten.

Niveauvoll und realistisch

Von den elf der 18 Anträge, die die Schüler-Stadtverordneten favorisierten, ist Angelika Noack begeistert. „Darunter waren sehr viele niveauvolle und realistische Vorschläge.“ Deshalb sollten sich die Stadtverordneten diese im gerade begonnenen Jahr „zu Gemüte führen“. Über die Ausschüsse könnten sie ins Gespräch gebracht werden, sagt sie.

Ähnlich sieht das Stadtverordneter Günter Lutz (FWG). Er zeigt sich „sehr überrascht“ davon, wie fundiert Kinder verschiedene Themen diskutieren können. Immerhin seien sie es auch, die im besten Fall in 15 oder 20 Jahren in Wittstock Familien gründen werden.

Vor diesem Hintergrund verwies Lutz auch auf einen Vorstoß in der Gemeinde Wusterhausen. Dort werde ein Entwicklungsplan erarbeitet, der auch die Ortsteile mit einschließe. Günter Lutz hält das für eine gute Sache. Ein solches Ideenpapier könne eine Orientierung für die langfristige Entwicklung in den kommenden Jahren bieten.

Von Björn Wagener