Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wittstock/Dosse Hobby-Dichter begeistern beim Poetry Slam
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Hobby-Dichter begeistern beim Poetry Slam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:21 13.06.2019
Für alle Teilnehmer gab es kräftigen Applaus am Mittwochabend. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr erwartete die Besucher in der Wittstocker Stadtbibliothek am Mittwochabend zweiter Poetry Slam. Bei diesem Wettstreit der Dichter kamen sechs Teilnehmer mit selbstgeschriebenen Texten zu Wort.

Aufgrund des Sturmtiefs, das über Wittstock gefegt war, fand die Veranstaltung eine Viertelstunde später statt. Die Zeit nutzten die Besucher, um sich mit leckeren Cocktails und Toast Hawaii, was von Bibliothekmitarbeitern und Mitgliedern des Bibliotheksfördervereins vorbereitet wurde, zu versorgen.

Sechs Hobbydichter trugen beim 2. Poetry Slam in der Wittstocker Bibliothek ihre Texte vor. Sie waren zwischen 16 und 86 Jahren alt.

Die Moderation übernahm wie im vergangenen Jahr der Youtuber und DJ Klaus Falk. Bibliotheksleiterin Georgia Arndt erklärte, wie denn auf den an die Gäste verteilten Voting-Cards abgestimmt werden darf. „Jeder Gast darf drei Kreuze verteilen, Pro Teilnehmer und Beitrag aber nur ein Kreuz“, sagte sie. Danach startete der erste Block des Poetry Slam.

Den Anfang machte Sebastian Stötzer. Er war schon im vergangenen Jahr dabei und hatte das Publikum mit seinen Texten amüsiert sowie zugleich nachdenklich gestimmt. Das gelang ihm auch am Mittwoch wieder. Im ersten Block war er zweimal zu erleben, mit dem Text „Unser Sohn“ und „Klaus meets Günther“. Zu letzterem Text hatte ihm ein Alltagsgespräch zweier Männer inspiriert.

Klaus Falk moderierte die Veranstaltung. Quelle: Christian Bark

Zweimal amüsierte Lilli Bünger, die das erste Mal auf der Bühne dichtete, die Zuschauer. Im Text „Anglerspaß“ ging es um den Gebissverlust zweier Angler, im Text „Witz und Wirklichkeit“ um Stress beim Abnehmen. Älteste Teilnehmerin des Poetry Slam war mit 86 Jahren wieder Käthe Schön. Sie sprach im ersten Block über „Ein freundliches Wort“.

Sieger des Schreibwettbewerbs verkündet

Nach einer kurzen Pause widmete sich Georgia Arndt im zweiten Block dem Schreibwettbewerb „Mein Text für Wittstock“. Dabei verkündete sie die Sieger der gut 50 eingereichten Texte. Gleich in einem ganzen Buch hatte sich der Kyritzer Autor Manfred Haßfeld mit der Geschichte der Dossestadt während des Dreißigjährigen Krieges beschäftigt. Als Erstplatzierter erhielt er ein Sparbuch der Sparkasse OPR. Zwei Karten zur Landesgartenschau erwarteten Gerda Wille aus Biesen als Zweitplatzierte mit ihrem Text über Auswanderer.

Manfred Haßfeld erhielt als Erstplatzierter beim Wittstocker Schreibwettbewerb ein Sparbuch der Sparkasse OPR. Quelle: Christian Bark

Weil Anna Felgner als Drittplatzierte ihren Preis nicht persönlich entgegennehmen könnte, übernahm das ihr Vater. Sie darf an einem Workshop zum Poetry Slam mit dem bekannten Schriftsteller und Slam-Poeten Wehwalt Koslovsky teilnehmen.

Im dritten Block machte Ruth Lübke den Anfang. Die 16-Jährige gehörte schon im vergangenen Jahr zu den Gewinnern des Poetry Slam. „Ich wollte dieses Jahr eigentlich nur Zuschauer sein, wurde dann aber kurzerhand überredet, mitzumachen“, sagte sie. Mit seinem dritten Text war Sebastian Stötzer wieder zu erleben. Mit ihrem Text „Ohne Spiegelbild“ sprach Silke Huber über Depressionen.

Ruth Lübke holte noch ganz spontan einen Text aus ihrer Tasche. Quelle: Christian Bark

„Eine Person aus meinem Umfeld war davon tatsächlich betroffen. Als ich den Text geschrieben hatte, konnte ich mit der Krankheit viel besser umgehen“, erklärte die Autorin aus Maulbeerwalde, die schon seit ihrer Kindheit Texte verfasst. Ihrer Liebe zu ihrer Heimatstadt gab Katrin Mahlendorf, wie Silke Huber auch das erste bei einem Poetry Slam auf der Bühne, im Text „Wittstock“ Ausdruck. Den Abschluss machte Käthe Schön mit einer ähnlichen Liebeserklärung im „Heimatlied für meine Heimatstadt Wittstock/Dosse“. Die Melodie stammt vom bekannten Volkslied „Wo de Ostseewellen trecken an den Strand“.

Käthe Schön war mit 86 Jahren die älteste Teilnehmerin. Quelle: Christian Bark

Über 60 Besucher stimmten danach über die besten Hobby-Dichter ab. Applaus und Respekt gab es aber für alle Teilnehmer. Den Sieg trug letztlich Silke Huber gemeinsam mit Ruth Lübke davon. Zweitplatzierter wurde Sebastian Stötzer. Alle drei dürfen ebenfalls am Poetry Slam Workshop teilnehmen.

Georgia Arndt zeigte sich erneut zufrieden mit der Veranstaltung. „Die Texte sind wieder sehr gut beim Publikum angekommen“, sagte sie. Der Poetry Slam könne also auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

Von Christian Bark

Sturmtief Klaus, das am Mittwochabend über die Region fegte, hat auch in Wittstock und Heiligengrabe Schäden verursacht. So mussten die Feuerwehren mehrmals Bäume und Äste von den Straßen räumen.

13.06.2019
Wittstock/Dosse Landesgartenschau Wittstock - Hortensien leuchten im Schatten

Unter schattenspendenden Bäumen sorgen auf dem Laga-Gelände jetzt Fingerhüte und blühfreudige Hortensien für Farbtupfer. Sie fühlen sich im Halbschatten wohl und erfreuen die Besucher bis in den August hinein mit ihren farbenfrohen Blüten.

13.06.2019

Sprengen, jäten, pflanzen – die Gärtner haben jetzt auf dem Wittstocker Laga-Gelände alle Hände voll zu tun. Die Frühjahrsblüher haben ausgedient und werden jetzt vom Sommerflor abgelöst.

16.06.2019