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Wittstock/Dosse Ein Tag im Leben der Wittstocker Rosenkönigin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Ein Tag im Leben der Wittstocker Rosenkönigin
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00:20 02.06.2019
Rosenkönigin, Tanja I., präsentiert ihre Stadt bei zahlreichen Veranstaltungen und ist auch auf der Landesgartenschau für die Besucher da. Quelle: Bruck
Wittstock

Wenn sich am Morgen die Tore für die Besucher der Landesgartenschau öffnen, dann hat der Tag für Wittstocks Rosenkönigin längst begonnen. Wer glaubt, dass Majestäten ausschlafen können, der irrt. Denn wenn die ersten Besucher die Blumenpracht bewundern, dann ist auch Tanja I. bereits auf den Beinen.

Gegen 7 Uhr morgens beginnt der Tag für sie. „Eine Stunde benötige ich schon am Morgen, um mich anzuziehen und zu schminken“, sagt sie. Ich wurde ja von der Wittstocker Parfümerie Völpel bestens ausgestattet.“

Als Rosenkönigin präsentiert sie bereits seit 2016 die Stadt Wittstock, im Mai 2015 trat sie als Rosenprinzessin an. „Ich hatte mich beworben und wurde dann zum Vorstellungsgespräch eingeladen“, erzählt Tanja I., die im bürgerlichen Leben Tanja Lezin heißt.

Perfekt gestylt für die Laga

Ein perfektes Make up ist für solch ein Amt unerlässlich. Ihr Köfferchen enthält alles was dafür notwendig ist – Liedschatten, Lippenstift und Puder um das Make up zu fixieren. „Es sind alles sehr hochwertige Produkte“, sagt die Rosenkönigin. „Schließlich soll es ja den ganzen Tag über halten.“

Auch das Ankleiden muss sorgsam geschehen, denn eine Rosenkönigin trägt noch Diadem – ein Kopfschmuck, der bei wahren Monarchen bereits aus der Mode gekommen ist. Ihr Kostüm ist maßgeschneidert von der Berliner Gewandmeisterin Kristina Weiß, die ihr Atelier im Prenzlauer Berg hat.

„Vier, fünf Mal bin ich zur Anprobe gefahren. Hier wurden alle Stoffe, die verwendet werden sollten, sorgsam auf meinen Hauttyp und meine Haarfarbe abgestimmt.“ Der Aufwand hat sich gelohnt, denn für die Gartenschau-Besucher ist es immer ein besonderes Erlebnis, wenn es ihnen gelingt, die Königin mit dem Handy zu fotografieren.

Gelungene Tage und viele Fragen

„Ich versuche so viel wie möglich präsent zu sein“, sagt Tanja I. „Am liebsten wäre ich jeden Tag dort. Ich habe dort so viele nette Begegnungen und wenn ich am Abend nach Hause gehe, dann war es für mich immer ein gelungener Tag.“ Aber gesetzliche Regelungen gelten auch für eine Rosenkönigin und so muss Tanja I. auch Ruhetage einhalten. „Es fällt mir dann oftmals schwer, zu Hause zu bleiben.“

Doch wenn die Königin „im Dienst“ ist, dann hat sie ausreichend zu tun. „Ich muss viele Fragen beantworten – zu den Pflanzen, den verschiedenen Angeboten der Laga oder auch zu meinem Kleid. Die Leute wollen wissen, wer es geschneidert hat oder sie erkundigen sich nach Sehenswürdigkeiten Wittstocks.“ Für eine Rosenkönigin der Stadt gehört Letzteres zu den Hauptaufgaben. „Ich muss die Stadt so gut beschreiben können, dass ich möglichst viele Besucher hierher locke.“

Das fällt Tanja I. nicht schwer, denn sie ist selbst begeistert von ihrer Stadt. „Es ist ein wunderschönes Gelände“, schwärmt sie. Die Stadtmauer umgibt unsere Altstadt und das Laga-Gelände ist wunderbar eingerahmt von der Dosse, der Glinze und der Mauer. Es ist wenig neu erfunden, alles ist ein ästhetisches Ganzes.“

Rückkehr ins Kinderland

Noch bis zum Ende der Landesgartenschau waltet sie ihres Amtes, dann kehrt sie zurück in die bürgerliche Welt und in die Kita Kinderland, in der sie als Erzieherin arbeitet. „Die Kinder besuchen mich hier regelmäßig“, sagt sie. „In den Osterferien waren sie fast täglich hier. Sie wissen ja, dass sie mich hier finden. Eine Führung hab ich natürlich auch schon mit ihnen gemacht.“

Dem Ende der Gartenschau sieht die Wittstockerin mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. „Ich freue mich auch wieder auf meinen erlernten Beruf. Schließlich habe ich ihn ja nicht umsonst gewählt. Es ist eine dankbare Arbeit und es macht mir Spaß, die Kinder auf das Leben vorzubereiten.“

Von Cornelia Felsch

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