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Wittstock/Dosse Gemeinsam vieles bewegt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Gemeinsam vieles bewegt
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17:43 21.05.2019
Die Mitglieder von Wittstocks Stadtverordnetenversammlung haben in den vergangenen Jahren meistens an einem Strang gezogen. Quelle: Christian Bark
Wittstock

„In Wittstock hat sich viel getan“, so ist der Eindruck vieler Besucher aber auch von Einwohnern der flächenmäßig größten Stadt Brandenburgs. Fernab vom Berliner Speckgürtel gelegen, hat die Kleinstadt nach der Wende unter permanentem Einwohnerschwund gelitten. Auch die Eingemeindungen der Dörfer im ehemaligen Amt „Wittstock Land“ vor 16 Jahren haben diesem Prozess lediglich eine kurze Atempause gestattet.

Mittlerweile hat sich die Einwohnerzahl aber auf gut 14 500 stabilisiert. Entschiedenes Ziel von Wittstocks Bürgermeister, Jörg Gehrmann, ist es, die Lebensqualität auch in der „kleinen Stadt“ im ländlichen Raum auszubauen. Dabei hat der Bürgermeister tatkräftige Unterstützer in seiner Verwaltung aber auch in der Kommunalpolitik.

Jörg Gehrmann lobt die gute und faire Zusammenarbeit mit dem Stadtparlament. Quelle: Christian Bark

„Die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung hatten zuletzt immer die Fortentwicklung der Stadt im Blick“, lobte Jörg Gehrmann die Zusammenarbeit in der vergangenen Legislaturperiode. Dabei betonte er ausdrücklich, dass die Hauptarbeit vor den Entscheidungen des Stadtparlaments gründlich in den jeweiligen Ausschüssen geleistet werde.

Die Stadt Wittstock

Die Stadt Wittstock gehört zum Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Einwohner: 14.511, sie leben in 25 Orts- und Gemeindeteilen.

Fläche: 417,20 Quadratkilometer. Damit ist Wittstock die flächenmäßig größte Stadt Brandenburgs.

Wer regiert jetzt?

Bürgermeister: Jörg Gehrmann (parteilos). Er wurde 2007 in sein Amt gewählt und 2015 als einziger Bewerber mit 92,5 Prozent der gültigen Stimmen im ersten Wahlgang im Amt bestätigt.

Stadtverordnetenversammlung:

Sie hat 22 Sitze plus Bürgermeister. Vorsitzender ist Burkhard Schultz (Wählergemeinschaft Kreisbauernverband). Dieser Wählergemeinschaft gehört zudem Katja Liebenthal an.

Erster Stellvertreter des Vorsitzenden ist Peter Krause (SPD). Dieser Fraktion gehören zudem Gottfried Gilde, Evelin Krafack, Ralf-Thomas Schulz und Wilfried Ulbrig an.

Zweiter Stellvertreter des Vorsitzenden ist Björn Schäfer (CDU/FDP). Dieser Fraktion gehören weiterhin Karl Gärtner, Thomas Lemke, Günter Redmann, Lutz Scheidemann, Remo Streichert und Philipp Wacker an.

Die Linke: Angelika Noack, Enrico Remter, Ellen Vernaleken, Kerstin Zillmann.

Freie Wählergemeinschaft: Detlef Beuß, Wolfgang Dost, Thomas Kurschat, Günter Lutz.

Wer tritt an für die Stadtverordnetenversammlung?

Für die SPD: Ralf-Thomas Schulz aus Wittstock; Anika Lau aus Zootzen; Gottfried Gilde aus Dossow; Evelin Krafack aus Wittstock; Bernd Lüdemann aus Wittstock; Alina Haak aus Wittstock; Christian Michalski aus Wittstock; Ina Muhß aus Wittstock; Jürgen Haak aus Wittstock; Birgit Koch aus Randow; Hartmut Wagner aus Biesen und Helmut Urack aus Dossow.

Für die CDU: Björn Schäfer aus Wittstock; Philipp Wacker aus Groß Haßlow; Karl Gärtner aus Dranse; Nicole Dase aus Wittstock; Thomas Lemke aus Babitz; Stefan Schütte aus Wittstock; Remo Streichert aus Wulfersdorf; Daniela Geyer aus Wittstock; Günter Redmann aus Wittstock; René Schütte aus Wittstock; Detlef Schläfke aus Dranse und Marcel Berg aus Wittstock.

Für die Linke: Angelika Noack aus Wittstock; Enrico Remter aus Wittstock; Kerstin Zillmann aus Wittstock; Jürgen Kontak aus Zootzen; Ellen Vernaleken aus Wittstock; Christian Richter aus Goldbeck; Andreas Bergmann aus Zempow; Christian Niemann aus Rossow; Guido Heller aus Goldbeck; Hagen Hoffmann aus Goldbeck; Karl-Heinz Andryssek aus Wittstock und Hans-Herbert Gutz aus Freyenstein.

Für die Wählergruppe des Kreisbauernverbandes Ostprignitz-Ruppin: Burkhard Schultz aus Biesen; Katja Liebenthal aus Wittstock; Ralf Zauft aus Wittstock; Thomas Gast aus Wittstock; Armin Stutz aus Schweinrich; Anton Norbert aus Babitz und Marian Parchen aus Randow.

Für Bündnis 90/Die Grünen: Matthias Dittmer aus Zempow; Vera Rettner aus Zempow und Dirk Musche aus Zempow.

Für die FDP: Lutz Scheidemann aus Wittstock und Marian Schulz aus Dossow.

Für die Freie Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin: Thomas Kurschat aus Wulfersdorf; Günter Lutz aus Wulfersdorf; Detlef Beuß aus Wittstock; Birgit Eder aus Wittstock; Jürgen Pawlitta aus Wittstock; Rosemarie Philipp aus Christdorf; Peter Krause aus Wittstock; Olaf Fröhlich aus Wulfersdorf; Martina Grubetzki aus Wittstock; Bernd Stebner aus Wittstock; Wolfgang Ramin aus Klein-Haßlow und Sigrid Böhm aus Wittstock.

„Es war zuletzt immer eine sachbezogene Kommunalpolitik“, beschrieb der Vorsitzende der Stadtverordentenversammlung, Burkhard Schultz, den von ihm so bezeichneten „Wittstocker Weg“, wie man in der Politik miteinander umgehen kann. „Über die Parteigrenzen hinweg eint alle Abgeordnete das Ziel, gemeinsam etwas erreichen zu wollen“, sagte er.

Zur letzten Sitzung der Legislaturperiode 2014/2019 trafen sich die Wittstocker Stadtverordneten vor dem Rathaus zum Gruppenbild. Quelle: Christian Bark

Mehrheiten im Parlament und Fraktionszwang hatte es nach seiner Beobachtung in den vergangenen fünf Jahren nicht gegeben. „Der Abgeordnete als Mensch stand im Mittelpunkt bei den Entscheidungsfindungen“, so Burkhard Schultz. Letztlich hätten die Entscheidungen dieses höchsten politischen Gremiums in der Stadt dazu beigetragen, dass sich Wittstock zu seinem Vorteil entwickelt habe.

Die Landesgartenschau hat in Wittstock vieles möglich gemacht. Quelle: Kathrin Gottwald

„Ich denke da an städtebauliche Missstände, die wir nach und nach beseitigen“, so der Vorsitzende, der 2014 übrigens einstimmig von allen Fraktionen in seine Position gewählt worden war. Dabei hob er den Umbau der „Alten Post“ zum neuen Polizeirevier, die Sanierung des Bahnhofs, in dem nun unter anderem die Tourist-Information umgezogen ist, sowie des Bahnbetriebsgeländes hervor. „Das sucht in der Region schon seinesgleichen“, sagte Burkhard Schultz.

Und auch Jörg Gehrmann lobt die Umsetzung dieser Projekte. „Wir haben erkannt, dass alte Häuser mehr in sich haben, als man zunächst zu wissen glaubt“, sagte der Bürgermeister. Möglich sei das auch durch den Zuschlag zur Ausrichtung der Landesgartenschau (Laga) gewesen, die derzeit in Wittstock stattfinde. „Die Ausrichtung hat uns in die Lage versetzt, viele städtebauliche Misstände zu beseitigen“, sagte auch Burkhard Schultz.

Die alte Tuchfabrik soll in einigen Jahren Bildungscampus sein. Quelle: Kathrin Gottwald

Für die nachfolgenden Stadtverordneten stehen weitere Herausforderungen an. „Zum Beispiel wird die Nachnutzung des Laga-Geländes ein Thema sein“, blickte Burkhard Schultz in die Zeit nach dem Oktober hinaus. Aber auch die Weiterentwicklung in den Ortsteilen müsse künftig nach wie vor Priorität haben.

Eines der größten Bauprojekte der Region dürfte die Umwandlung der alten Tuchfabrik am Dosseteich zu einem Bildungscampus werden. Dort soll dann unter anderem eine Oberschule, eine Grundschule und eine Kita untergebracht werden. „Das ist eine gewaltige, aber eine schöne Aufgabe“, hatte die Stadtverordnete Birgit Eder im letzten Bildungsausschuss der Legislaturperiode gesagt.

Von Christian Bark

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