Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wittstock/Dosse Schafe grasen auf der Laga in Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Schafe grasen auf der Laga in Wittstock
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 18.05.2019
Die Pommerschen Landschafe von Andreas Bergmann pflegen auf dem Laga-Gelände die feuchten Weideflächen. Quelle: Cornelia Felsch
Wittstock

Seit über einem Monat sind die zehn Rauhwolligen Pommerschen Landschafe von Landwirt Andreas Bergmann aus Zempow nun schon Bestandteil der Landesgartenschau in Wittstock. In diesen Wochen haben sie auf der Weide an der Glinze-Mündung bereits ganze Arbeit geleistet. Von den Besuchern lassen sie sich dabei nicht stören.

Für den Landschaftspflegeverband Prignitz-Ruppiner Land, der vor zwei Jahren in Wittstock gegründet wurde, ergab sich mit der bevorstehenden Ausrichtung der Landesgartenschau die Frage, welchen Beitrag der Verein leisten könne und was mit den feuchten Wiesen auf dem Laga-Gelände geschehen kann.

Von der Küste in die Mark Brandenburg

Die genügsamen Tiere von Andreas Bergmann – dem Vorsitzenden des Verbands – kamen ins Spiel. Ursprünglich als Schafe der Küstenregionen in Pommern, Mecklenburg und Polen verbreitet, haben sie sich dem rauen Küstenklima bestens angepasst und lassen sich auch auf feuchten Weiden bestens halten.

„Für die Beweidung von Niedermoorflächen ist diese Rasse bestens geeignet, sie sind absolut gesund“, sagt Andreas Bergmann, der seit 1995 Schafe im Nebenerwerb hält und gemeinsam mit Jakob Richter für den Landschaftspflegeverband tätig ist.

Die Lämmer der Rasse werden mit schwarzem Fell geboren, das im Laufe der Jahre die Farbe wechselt und verschiedene Grautöne annimmt. Noch haben sie ihr dickes Winterfell. „Wir haben sie extra noch nicht geschoren, weil wir ja immer noch Nachtfröste hatten.

Landschaftspflege an der Glinze

Meist ist zu Beginn des Monats Juni mit der Schafskälte zu rechnen. „Die werden wir noch abwarten bevor wir sie scheren lassen“, sagt Andreas Bergmann.

Wer sich der umzäunten Weide nähert und genauer hinsieht, entdeckt zwischen den Schafen auch zwei Ziegen. Es sind Thüringer Waldziegen, die einzige eigenständig gezüchtete Ziegenrasse Deutschlands.

„Die Weiden hier an der Glinze-Mündung waren stark verwildert und glichen einem Urwald als wir mit unseren Tieren hierher gekommen sind“, sagt der Agraringenieur. Nun sind bereits viele Areale abgefressen. Brennnesseln gibt es allerdings noch reichlich, denn diese mögen sie nur, wenn sie noch jung sind. Wenn die Brennnesseln abgemäht und angewelkt sind, fressen die Schafe sie gern.

Nachwuchs wird erwartet

Bereits im vergangenen Jahr waren die Tiere für vier Monate von Juli bis November dort zu Gast und lernten das Areal kennen. „Unter den Tieren ist auch ein Bock, so dass wir hier auf der Landesgartenschau auch noch mit Nachwuchs rechnen können. Um die Betreuung der Herde sowie die Wasserversorgung kümmert sich der Wittstocker Nick Wegner, der unweit des Geländes wohnt und täglich Kontrollgänge absolviert.

Aufgaben des Verbands

Der LandschaftspflegeverbandPrignitz-Ruppiner Land wurde am 27. März 2017 im Wittstocker Rathaus gegründet.

Dem Vorstandgehören Vertreter der Landwirtschaft, des Naturschutzes und der Kommunalpolitik an.

Zu den Zielendes Verbandes gehören die Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft sowie wertvoller Landschaftsbilder.

Der Verbandwidmet sich der Pflege und Entwicklung besonderer Biotope und ökologisch wertvoller Flächen sowie der Entwicklung von Biotopverbundsystemen.

Es werden Pflegemaßnahmen in Schutzgebieten und anderen geförderten Gebieten organisiert sowie Artenschutzmaßnahmen.

Naturraumbezogene Landnutzungskonzepte werden gefördert.

Der Verbandunterstützt Landwirte und Flächennutzer und berät land- und forstwirtschaftliche Unternehmen in Naturschutzfragen.

„Die Tiere bekommen auch täglich eine Portion Kraftfutter“, sagt Andreas Bergmann. „So bleiben sie zahm.“ Der Beweis folgt unverzüglich. Als Andreas Bergmann den Zaun öffnet und die Weide betritt, kommt die Herde sofort heran getrabt in der Hoffnung auf leckeres Futter.

Mit Leckerbissen zähmen

„Das ist wichtig, denn schließlich müssen wir sie ja auch wieder eingefangen kriegen, wenn ihre Zeit hier vorbei ist.“ Das wird mit Hilfe von „Schäferstolz“ sicher gelingen.

Doch erst einmal nutzt der Landschaftspflegeverband die kommenden Monate, um sich auf der Landesgartenschau zu präsentieren und damit einen Beitrag zu naturnäheren Erlebnisräumen zu schaffen.

Wie es danach weitergeht, weiß der Landwirt noch nicht so recht. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir hier auch in den kommenden Jahren auf diese Weise Landschaftspflege betreiben.

Von Cornelia Felsch

Regional, vegan, nachhaltig – das und noch mehr kann die neue Gastronomie „Kaffee Blüte“ in Wittstock. Die befindet sich auf dem Platz neben der Marienkirche und bedient aus einem ehemaligen Zirkuswagen heraus.

17.05.2019

Hüpfen, Laufen, Ballwerfen – dem Spaß an der Bewegung waren bei der Kitaolympiade in Wittstock am Dienstag keine Grenzen gesetzt. Unter den sieben teilnehmenden Kitas tat sich wieder eine besonders hervor.

14.05.2019

Schüler der Wittstocker Mosaikschule gewinnen den Fotowettbewerb „Tiere am Futterhaus“. Sie drückten den Auslöser, als sich ein Überraschungsgast am Vogelhäuschen einfand.

14.05.2019