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Wittstock/Dosse Ein Schloss für viele Schlösser
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14:49 22.08.2019
Ausstellungsstück aus der Sammlung rund ums Thema Verschließen von Michael Goerig.
Ausstellungsstück aus der Sammlung rund ums Thema Verschließen von Michael Goerig. Quelle: Privat
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Wittstock/Freyenstein

Das Schloss in Freyenstein soll künftig viele historische Schlösser beherbergen. Es handelt sich dabei um antike Verschließtechniken aus dem Besitz des Sammlers Michael Goerig.

Die Überlassungsvereinbarung zwischen Michael Goerig und der Stadt Wittstock ist am Mittwoch in nicht öffentlichem Rahmen unterschrieben worden. Das bestätigte am Donnerstag Bürgermeister Jörg Gehrmann.

Neben Goerigs Gattin Erika seien außerdem vor Ort gewesen: Karin Melzer vom Minsterium für Wissenschaft, Forschung und Kultur; Franz Schopper, der Direktor des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und des Archäologischen Landesmuseums; Freyensteins Ortsvorsteherin Christa Ziegenbein sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die Gehrmann als „Kreativköpfe“ bezeichnet.

Aufstellungskonzept folgt

Denn sie werden nun in Abstimmung mit dem Ministerium ein Aufstellungskonzept erarbeiten.

Es werde festlegen, welche Voraussetzungen im Schloss Freyenstein geschaffen werden müssen und welche investiven Maßnahmen sich daraus ergeben, um diese außergewöhnliche Sammlung dort präsentieren zu können. Vergleichbar sei sie mit einer ähnlichen Ausstellung – der Schell Collection –im österreichischen Graz. „Aber was sich hier etablieren wird, ist weitaus breiter gefächert“, sagt Bürgermeister Jörg Gehrmann.

Michael Goerig unterzeichnet die Überlassungsvereinbarung. Vorn rechts: Gattin Erika sowie Karin Melzer vom Ministerium und Mike Weber von der Stadt Wittstock. Quelle: Stadt Wittstock

So lange dieses Konzept nicht vorliegt, will er zur anvisierten Zahl der Exponate und sonstigen Details noch nicht konkret werden. Sicher ist: Goerig trug in sechs Jahrzehnten tausende Objekte zusammen – aus der mächtigen Zeitspanne von 3000 vor unserer Zeitrechnung bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts.

Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Abschnitt vom Ende des 15. bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Neben Kassen, Kassetten, Tresoren, Türen und Möbeln geht die Sammlung mit entsprechenden Exponaten auch auf die Historie des Handwerks ein.

Ein guter Schritt

Die Sammlung nach Freyenstein zu holen, ist bereits seit dem vergangenen Jahr Thema in der Stadtverordnetenversammlung. Dass jetzt die Vereinbarung unterschrieben wurde, nennt Gehrmann einen „guten Schritt“. Und: „Ich bin mir sicher, dass diese Ausstellung die touristische Anziehungskraft von Freyenstein unterstützen wird.“ Der Umzug solle im Jahr 2021 abgeschlossen sein.

Ein Schaufenster

Doch Besucher sollen bereits im kommenden Jahr einen Vorgeschmack von dem erleben können, was später in Freyenstein zu sehen sein wird. „Wir planen eine Art Schaufenster in die Sammlung.“ Das heißt, ausgewählte Stücke werden voraussichtlich schon Anfang 2020 in Vitrinen vor Ort ausgestellt.

Von Björn Wagener

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