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Wittstock/Dosse Schriftzug wurde erneuert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Schriftzug wurde erneuert
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14:44 28.12.2018
Die Diplom-Restauratoren Hendrik Seipt und Daniela Geyer mit noch anzubringenden Buchstaben. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Das ehemalige Bahnhofsgebäude in Wittstock ziert jetzt wieder der Schriftzug „Wittstock/Dosse“. Angebracht wurden die Lettern am Donnerstag und Freitag von den Diplom-Restauratoren Hendrik Seipt und Daniela Geyer. Ab jetzt sehen Reisende wieder auf den ersten Blick, wo sie sich befinden.

Bei der Wiederherstellung der ursprünglichen Form der Buchstaben sei großer Wert auf die detailgetreue Nachbildung gelegt worden, sagt Hendrik Seipt. Der neue Schriftzug sieht zwar fast so aus wie der alte, doch die historischen Formen sind ein echtes Hightech-Produkt, gefertigt nach vorhandenen Resten des ursprünglichen Namenszuges an dieser Stelle. „Wir haben einen 3-D-Scan gemacht und diesen einem Berliner Vermessungsbüro zugearbeitet“, berichtet Hendrik Seipt.

Im Sanddruckverfahren

Von diesem Ausgangsmaterial seien dann im Sanddruckverfahren die neuen Buchstaben hergestellt worden. Dabei sei Quarzsand verwendet worden, der mit einem Bindemateral verfestigt wurde. So wuchsen die einzelnen Buchstaben des Schriftzuges in vielen übereinander gelegten Schichten letztlich wieder heran.

„Der gesamte Herstellungsprozess hat etwa zwei Monate gedauert, davon allein das Drucken sechs Wochen“, so Seipt. Zwischendurch habe es immer wieder Detailabstimmungen gegeben. Letztlich wurden die Buchstaben auch nach den originalen Vorlagen gestrichen. Der Nachbau des Namenszuges entspreche nun nicht nur in Form und Größe genau seinem Vorgänger. Er wurde auch an derselben Stelle angebracht.

Damit die Buchstaben an der Fassade befestigt werden können, wurden sie bereits bei der Herstellung mit Stangen versehen, die mit dem Mauerwerk verklebt werden können. Am Freitag sollte der Schriftzug fertig angebracht sein. „Es ist wichtig, dass man wiedererkennt, dass es mal ein Bahnhof war“, so Seipt. Immerhin findet direkt vor dem Bahnhofsgebäude nach wie vor Zugverkehr statt, nur das Gebäude selbst wird für seinen ursprünglichen Zweck nicht mehr gebraucht und deshalb zum Bürgerservice umgebaut.

Weiterer Schriftzug wurde aufgearbeitet

Auch das alte Bahnhofsgebäude von 1885 gleich daneben hat seine Bahn-Zeiten längst hinter sich. Es soll künftig von den Ruppiner

Dieser Namenszug am alten Empfangsgebäude wurde aufgearbeitet. Quelle: Björn Wagener

Kliniken genutzt werden. Dennoch wurde auch dort der alte Schriftzug „Wittstock“ von Hendrik Seipt und Daniela Geyer wieder aufgearbeitet. An dieser Stelle seien die Arbeiten aber weniger aufwendig gewesen, weil die Metallbuchstaben noch komplett vorhanden waren, sagt Hendrik Seipt.

Neu bezogen wird jedoch zuerst das Haupthaus, in dem künftig mehrere Büros der Stadtverwaltung untergebracht werden sollen. Den Anfang macht im März die Touristinformation. Es folgen das Bürgerbüro, die Zulassungsstelle, das Standesamt, die Bürgerberatung des Landkreises OPR und das städtische Ordnungsamt.

Mix aus Alt und Neu

Innen gehen die Arbeiten voran. Angestrebt wird ein Mix aus Alt und Neu. So bleiben die braunen Fliesen und der steinerne Fußboden erhalten. Beides werde lediglich gereinigt, sagt Roswitha Hruby vom Bauamt der Stadt. Große, aber unauffällige plattenförmige Heizkörper sind an der rund 7,5 Meter hohen Decke befestigt. „Wir sind zu 85 Prozent fertig“, sagt Roswitha Hruby.

Von Björn Wagener

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