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Wittstock/Dosse Gymnasiasten in Wittstock bauen Endlos-Achterbahn
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Gymnasiasten in Wittstock bauen Endlos-Achterbahn
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00:25 24.02.2019
Lena Rateike, Karoline Giese, Lea Tober und Jasmin Wiegand (v.l.) holten 2018 Platz 3 in Potsdam und möchten jetzt mit ihrem Achterbahnmodell „Endless“ noch mehr überzeugen. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Sie haben im vergangenen Jahr bereits einen dritten Platz in Potsdam belegt. Jetzt möchten Karoline Giese, Lena Rateike, Lea Tober und Jasmin Wiegand aus der 12. Klasse des Städtischen Gymnasiums in Wittstock noch besser abschneiden. Mit ihrer Achterbahn „Endless“ (Endlos) starten sie beim Landeswettbewerb Modellbau der Ingenieurkammern.

Die meisten Modelle kommen aus Wittstock

Das Gymnasium belegt seit der ersten Teilnahme im Jahre 2014 auf Landesebene immer Podestplätze, stellte auch schon einen Sieger und gewann einen Sonderpreis. Die Schule schickt jedes Mal die meisten Modelle im Land ins Rennen. Damit legt Techniklehrer Kay-Michael Thonack die Messlatte immer wieder hoch an.

Lehrer und Bauingenieurin helfen

34 Modelle entstanden in den vergangenen Monaten in Einzel- oder Gruppenarbeit. Am Donnerstag wählte eine dreiköpfige Jury in der Schule 23 Modelle für die Reise nach Potsdam aus. Neben Thonack begleitet Bauingenieurin Bärbel Heuer aus Babitz zum sechsten Mal den Wettbewerb. Beide wählten nun mit dem Wittstocker Architekten Gerald Kannenberg als Jury die geeigneten Modelle für Potsdam aus. Gestartet wird in zwei Gruppen: bis zur achten Klasse und von der neunten bis zwölften Klasse.

Achterbahn schwungvoll konstruiert

„Das Thema Achterbahn stand beim ersten Wettbewerb schon auf dem Programm“, sagte Kay-Michael Thonack. Damals ging es darum, Loopings zu bauen, die dann einen Stresstest durchliefen. Nun lautete das Motto „Achterbahn – schwungvoll konstruiert.“ Damit mussten Loopings nicht zwingend eingebaut werden. „Wir hatten eine Vorstellung, wie es werden soll, aber es gab auf dem Weg dorthin viele Komplikationen“, sagte Lena Rateike. Denn „die Kugel wollte erst nicht durch den Looping rollen.“ Am Ende schafften die vier Schülerinnen sogar zwei Loopings.

Knallrotes Plakatpapier

Am Anfang haben wir probiert, welche Höhe die Kugel erreichen muss, um den Looping zu schaffen“, steht in ihrer Projektbeschreibung. Als dieser Wert fest stand, machten sie sich an die Arbeit. Knallrotes Plakatpapier war dabei die erste Wahl. „Herr Thonack brachte uns auf diese Idee“, sagte Lena Rateike. Die Gruppe investierte 22 Stunden im Technikunterricht in ihr Projekt. Doch auch in der Freizeit brachten sie das Vorhaben voran.

Jury am Gymnasium mit Bärbel Heuer, Gerald Kannenberg und Kay-Michael Thonack (v. l.). Quelle: Christamaria Ruch

Die Kugel läuft bei der Fahrt nur auf den Kanten der Anlage. Bei fast allen anderen Modellen am Gymnasium werden die Kugeln durch eine Bahn mit Seitenwänden geschickt. Damit erreicht das Modell „Endless“ noch einen höheren Schwierigkeitsgrad. „Herr Thonack hat uns immer wieder motiviert und gesagt, dass wir mit unserem Modell eventuell erfolgreich sein können“, erinnert sich Jasmin Wiegand. „Das ist mein Favorit“, bestätigte Thonack am Donnerstag. Er baut damit auch auf seine Erfahrungen, denn Thonack war als Jugendlicher Mitglied der Nationalmannschaft Schiffsmodellsport. „Da sind streckenweise gute bis sehr gute Modelle dabei“, sagte Gerald Kannenberg beim Rundgang.

Nur einfachste Materialien erlaubt

Die Achterbahn muss bestimmte Vorgaben einhalten. Sie soll aus Fahrbahn und Tragkonstruktion bestehen. Das Modell darf eine Grundfläche von 30 mal 60 Zentimeter sowie ein Höhe von 40 Zentimeter nicht überschreiten. Es dürfen nur einfachste Materialien wie Papier oder Pappe verwendet werden. Erstmals sind Industriemaschinen als Hilfsmittel ausgeschlossen. „Die Technik nahm in den vergangenen Jahren zu sehr Überhand und damit hatten nicht alle Schüler die gleichen Bedingungen. Jetzt kommen wir wieder zum Ursprung des Wettbewerbs zurück“, sagte Bärbel Heuer

Die Preisverleihung für den Landeswettbewerb Modellbau ist am 21. März in Potsdam.

Von Christamaria Ruch

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