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Wittstock/Dosse Schülerinnen bringen Todesmarsch-Bibliothek in Form
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Schülerinnen bringen Todesmarsch-Bibliothek in Form
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10:18 21.10.2019
Kira Isenberg (l.) und Nele Schmollack, ehemalige Schülerinnen des Gymnasiums in Pritzwalk, ordnen die Bibliothek im Belower Todesmarschmuseum. Quelle: Björn Wagener
Belower Wald

Zwei Schülerinnen bringen Ordnung in die kleine Präsenz-Bibliothek im Todesmarschmuseum im Belower Wald. Kira Isenberg und Nele Schmollack, beide 16 Jahre alt, besuchten bis zum vergangenen Schuljahr das Gymnasium in Pritzwalk und wechselten inzwischen auf andere Schulen.

In der Freizeit angepackt

Für die Aufgabe im Todesmarschmuseum opfern sie ihre Freizeit, tun das aber gern. „Wir sind ein gutes Team“, stimmen beide

Kira Isenberg (r.) und Nele Schmollack (l.) mit Daniela Heuer von der Brandenburgischen Landjugend, die das Projekt betreut. Quelle: Björn Wagener

überein. Die Mädchen ordnen die Bücher der Bibliothek zunächst nach Themen, nummerieren sie und geben sie dann in eine digitale Datenbank ein. So können sich Nutzer künftig viel schneller in dem Buchbestand zurechtfinden.

Dabei geht es um insgesamt 413 Bücher. Die meisten davon waren bis Ende vergangener Woche bereits erfasst. Die beiden Freundinnen helfen jeweils von 9 bis 16 Uhr im Todesmarschmuseum aus. Beide mögen Bücher.

Langwieriger als gedacht

Die Aufgabe macht ihnen Spaß, auch wenn sie zugeben, dass das Ganze langwieriger sei als zunächst gedacht.

Der Schüler-Einsatz ist einem Projekt der Brandenburgischen Landjugend zu verdanken, an dem sich insgesamt vier Jugendliche beteiligten – und zwar schon seit dem vergangenen Jahr. „Wir bieten ja auch außerschulische Projektarbeit an“, erklärt Daniela Heuer von der Brandenburgischen Landjugend. Dabei werde vor allem auf Nachhaltigkeit wert gelegt. So sei der Kontakt zum Todesmarschmuseum im Belower Wald zustande gekommen.

„Unsere Präsenz-Bibliothek wird zum Beispiel innerhalb von Schulprojekten, von Studenten oder Erwachsenengruppen, aber auch von uns selbst genutzt. Wir hatten aber das Problem, dass sie schlecht sortiert war“, sagt Museumsleiterin Carmen Lange.

Nicht hoch genug anzuerkennen

Deshalb freut sie sich, dass auf diesem Wege eine Unterstützung möglich gemacht wird – und ganz besonders, dass die Schülerinnen freiwillig in ihrer Freizeit tätig sind. „Das ist nicht hoch genug anzuerkennen.“ Ohne diese Hilfe „wäre das auf jeden Fall noch länger liegen geblieben“.

Wenn die Bibliothek geordnet ist, gäbe es immer noch eine weitere ähnliche Aufgabe: Auch die Erinnerungsberichte von Zeitzeugen müssten thematisch sortiert werden, so Carmen Lange. Diese Arbeit sei im täglichen Geschäft ebenfalls kaum zu schaffen.

Von Björn Wagener

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