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Wittstock/Dosse Vom Donnerberg in den afrikanischen Dschungel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Vom Donnerberg in den afrikanischen Dschungel
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14:11 07.11.2019
Eberhard Albert berichtete über seine Reise zum Albert-Schweitzer-Hospital in Afrika. Quelle: Christian Bark
Sewekow

Jeden Monat stellt sich ein „unbekannter Nachbar“ den Sewekower Senioren bei ihrer Zusammenkunft vor. Am Mittwoch brachte der Parasitologe Eberhard Albert aus Dossow den Zuhörern sein Leben und seine Leidenschaften näher. In der Gaststätte auf dem Donnerberg, die nun wieder geöffnet ist, referierte er über den Arzt Albert Schweitzer. Dessen Urwald-Hospital hatte er vor nunmehr 15 Jahren in Afrika besucht.

Bevor es losging, gab es natürlich wieder eine Kaffeetafel. Dabei begrüßte Heidi Schäfer vom Heimatverein, der die Veranstaltung regelmäßig organisiert, die Senioren. „Schön, dass der Donnerberg nun wieder geöffnet ist“, sagte sie. Künftig solle die Gaststätte einer von drei Orten werden, an dem die monatlichen Treffen stattfinden.

Heidi Schäfer (l.) vom Heimatverein begrüßte die Senioren. Quelle: Christian Bark

Eberhard Albert, der im Erzgebirge aufgewachsen ist, war bereits 1967 als Lehrer nach Wittstock gekommen, wie er berichtete. Damals unterrichtete er an der Erweiterten Oberschule. Über ein Wochenendhaus bei Dossow habe er auch nach seinem Wegzug den Kontakt nach Wittstock gehalten. Im Rentenalter waren er und seine Frau vor zwölf Jahren wieder in die Region zurückgekehrt.

Zirkus, Film und Albert Schweitzer

Der lange Zeit als Parasitologe tätige Eberhard Albert erzählte den Senioren von seinen drei großen Passionen: dem Zirkus, dessen erlesenste Form er in Monte Carlo habe miterleben können, dem Film, er hat in über 18 Filmen als Komparse mitgewirkt, und Albert Schweitzer. „Er gehört für mich zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Geschichte“, sagte Eberhard Albert. Den Traum, das Urwald-Krankenhaus des im Elsass geborenen Arztes und Friedensnobelpreisträgers im afrikanischen Gabun zu besuchen, konnte Eberhard Albert 2004 im Rahmen einer Expertenreise verwirklichen.

Eine Diashow brachte den afrikanischen Dschungel auf den Donnerberg. Quelle: Christian Bark

Mithilfe einer Diashow nahm Eberhard Albert die Senioren mit auf eine Reise in den Urwald. Hin zum Äquator, den er dort selbst überschritten hatte. Es war zugleich eine Reise in die Vergangenheit, denn viele originale Instrumente und Möbel aus Zeiten von Albert Schweitzer waren dort noch vorhanden. „Weil die Behandlung damals kostenlos war, mussten die Patienten, die konnten, im Krankenhaus mit anpacken“, erklärte Eberhard Albert.

Auf den Bildern waren Land, Leute und Natur, aber auch Krankheiten wie etwa Lepra zu sehen. Fasziniert ist Eberhard Albert auch von dem Philosophen Albert Schweitzer und seiner „Ehrfurcht vor dem Leben“. „Wenn wir uns heute an Schweitzers Gedanken halten würden, würde die Welt sicher besser aussehen“, betonte der Parasitologe.

Beim nächsten Mal, am Mittwoch, 4. Dezember, treffen sich die Sewekower Senioren im Feriengut zur Weihnachtsfeier.

Von Christian Bark

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