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00:45 23.04.2018
Wittstocks Revierleiterin Dana Hefenbrock dankt Sicherheitspartnern. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Eine Party auf dem Dach der Wittstocker Stadthalle? Tatsächlich. Die Sicherheitspartner trauen ihren Augen kaum. Wenig später rückt die Polizei an. „Die Jugendlichen wussten gar nicht wie ihnen geschieht“, erzählt Hartmut Wagner. Diese Begebenheit habe sich Anfang der 2000er Jahre ereignet. Am Donnerstagnachmittag kommt die Erinnerung daran wieder hoch – als eine Reihe von Sicherheitspartnern im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses Platz genommen hat.

Mehrmals wöchentlich unterwegs

Sicherheitspartner sind als freiwillige Helfer der Polizei regelmäßig in ihren Bereichen unterwegs. „Wir haben einen Arbeitsplan, machen zwei- bis dreimal wöchentlich unsere Rundgänge“, sagt Fred Gablikowski. Dazu

Die Sicherheitspartner

Sicherheitspartner der Polizei gibt es in Wittstock an folgenden Orten: Im Bereich Provinzialgärten sind es insgesamt acht, vier davon waren bei der Dankeschön-Runde im Rathaus dabei: Klaus Blocksdorf, Manfred Schmoock, Hartmut Wagner und Fred Gablikowski.

Zehn der ehrenamtlichen Helfer gibt es im Bereich Waldring, zwei waren ins Rathaus gekommen: Wolfgang Schönfeld und Klaus-Dieter Buruck.

In Sewekow gibt einen Sicherheitspartner: Andreas Janke. Er war in der Runde nicht dabei.

Vier weitere gibt es im Bereich Bohnekamp und zwei im Bereich des Stahl-Sportplatzes, die letzteren beiden Einsatzgebiete würden erst seit Anfang der 2000er Jahre bestreift, so die Polizei.

Seitens der Polizei nahmen an der Dankeschön-Runde im Rathaus Dana Hefenbrock, Holger Mende und Lutz Strissel teil.

melden sie sich jeweils telefonisch bei der Polizei an und wieder ab. Stellen sie irgendwelche Unregelmäßigkeiten fest, melden sie sie den Beamten, denn sie selbst haben weder besondere Befugnisse noch tragen sie Waffen oder führen Hunde mit. Für ihren Einsatz gebe es eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 30 Euro. Viele von ihnen sind bereits seit 20 Jahren in Wittstock und Sewekow unterwegs, um ihre Heimatregion ein Stück sicherer zu machen.

Man muss eine Persönlichkeit sein

Für diesen langen Atem bei ihrem ehrenamtlichen Einsatz überbrachten ihnen die Polizei und Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann – auch im Namen aller Stadtverordneten – am Donnerstag ein großes Dankeschön. „Für dieses Ehrenamt muss man eine Persönlichkeit sein“, sagte er. Denn es erfordere Mut, sich möglichen Situationen zu stellen. Für jeden der Sicherheitspartner gab es eine Urkunde, unterzeichnet von Frank Storch, dem Leiter der Polizeidirektion Nord sowie kleine Aufmerksamkeiten von der Stadt – jeweils einen Kugelschreiber, eine Anstecknadel und Blumensamen.

Sie machen die Stadt ein Stück sicherer

„Danke, dass Sie regelmäßig die Augen offen halten, um Bereiche der Stadt Wittstock sicherer zu machen“, sagte Revierleiterin Dana Hefenbrock und erinnerte daran, dass vor 20 Jahren der damalige Wittstocker Wachenleiter Peter Schröder die Initiative ergriffen habe, um Sicherheitspartner zu suchen. Polizist Holger Mende sagte, dass 2017 in Wittstock 1101 Straftaten registriert worden seien – 238 Fälle oder 17,8 Prozent weniger als 2016. Die Zahl schwerer Diebstähle sei von 260 auf 209 Fälle gesunken und die Zahl der Ladendiebstähle von 47 auf 32 Fälle. Es habe 15 Wohnungseinbrüche (2016: 17) und 117 Sachbeschädigungen (2016: 186) gegeben. Lediglich bei den Drogendelikten sei ein leichter Anstieg von 44 auf 46 Fälle im Vergleich zu 2016 zu verzeichnen gewesen.

Gartenanlagen und Garagenkomplexe im Fokus

Die Sicherheitspartner wissen: Vor allem Gartenanlagen und Garagenkomplexe ziehen Einbrecher an. Hartmut Wagner ist deshalb ganz froh, dass der Garagenkomplex in der Wiesenstraße inzwischen abgerissen wurde. Die ehrenamtlichen Helfer wollen auch künftig ihre Runden drehen. Die Polizei würde es begrüßen, wenn sich künftig noch weitere Sicherheitspartner fänden.

Von Björn Wagener

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