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Wittstock/Dosse Große Lücken in der Automeile
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Große Lücken in der Automeile
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15:08 29.10.2019
Blick auf das verlassene Grundstück der ehemaligen Renault-Vertretung am Sonnenweg in Wittstock. Dahinter befindet sich das Autohaus Wahl, das zum Jahresende schließt. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Die sogenannte Automeile am Sonnenweg in Wittstock ist sichtlich ausgedünnt. Zum Jahresende verliert sie einen weiteren Anbieter. Das Toyota-Autohaus von Inhaber Holger Wahl schließt dann seine Türen.

Das bestätigt der Chef auf Nachfrage. „Es liegt an der Branche selbst“, sagt er.

Kleine Standorte haben es schwer

Kleine Standorte wie der in Wittstock seien kaum mehr wirtschaftlich zu führen. Grund: Die Vorgaben der Hersteller einzuhalten und administrative und wirtschaftliche Hürden zu überwinden, falle zunehmend schwerer. „Es braucht zum Beispiel einen Zuständigen für den Datenschutz oder auch für die Arbeitssicherheit.“ Der Umfang der Aufgaben wachse. „Andererseits kann man aber keine weiteren Mitarbeiter einstellen, weil das der Standort wirtschaftlich gar nicht hergibt“, so Holger Wahl.

Hauptsitz in Neubrandenburg

Das Toyota-Autohaus Wahl hat seinen Hauptsitz in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern). Die Filiale in Wittstock ist eine von insgesamt – noch – sieben. Vier Mitarbeiter seien dort beschäftigt. „Zwei haben von sich aus gekündigt, einer wechselt und von einem trennen wir uns“, sagt Wahl. Die Toyota-Vertretung gibt es seit 2008 am Sonnenweg.

Renault hat ebenfalls den dortigen Standort verlassen. Laut Detlef Beuß, dem Vorsitzenden des Wittstocker Mittelstandsvereins, gebe es einen Interessenten für eine weitere freie Gewerbefläche in dem Bereich. Der Verkauf stehe bevor.

Nachnutzer gesucht

Für die Standorte von ehemals Renault und derzeit noch Toyota würden Nachnutzer gesucht.

Der Mittelstandsverein habe eine Analyse für die Wittstocker Gewerbegebiete erstellt, in der es auch darum ging, wo was getan werden sollte. Dabei habe auch die Situation am Sonnenweg eine Rolle gespielt, so Detlef Beuß.

Einiges in Bewegung

Da dort aber immerhin einiges in Bewegung sei, gebe es Hoffnung für eine Neubelebung.

Dass es lokale Probleme hinsichtlich bestimmter Bedingungen am Sonnenweg geben könnte, sei bislang nicht an die Wirtschaftsförderung der Stadt herangetragen worden, bestätigt Bürgermeister Jörg Gehrmann. Er gibt sich zuversichtlich, dass sich dort neue Ansiedlungen finden werden.

Von Björn Wagener

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