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Wittstock/Dosse Kloster bekommt ein Labyrinth
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Kloster bekommt ein Labyrinth
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16:05 11.04.2018
Das Arbeitsgerät hat mit weichem Boden zu kämpfen. Quelle: Björn Wagener
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Heiligengrabe

Die Bedingungen sind schwierig. Bagger und anderes Arbeitsgerät sinken in den weichen Boden ein – doch es geht trotzdem voran: Stück für Stück bekommen zwei Teiche auf dem Gelände des Kloster Stiftes zum Heiligengrabe ein neues Gesicht. Sie werden zurzeit renaturiert, das heißt, von Bewuchs befreit und „auf ihre ursprüngliche Größe zurückgeführt“, sagt Sandra Niens, Geschäftsführerin des Kloster Stiftes. Denn in den kleinen Gewässern habe sich über die Jahre viel Schlamm angesammelt. Beide Teiche hätten keine Zu- oder Abflüsse, sondern seien reine Regenwasserauffangbecken.

Arbeiten noch bis Mitte Mai

Obwohl die Arbeiten noch bis etwa Mitte Mai andauern, sind die Zeiten des Wildwuchses bereits vorbei. Stattdessen herrschen klare Verhältnisse, vor

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Die Arbeiten an den beiden Teichen auf dem Klostergelände in Heiligengrabe gehen voran. Außerdem entsteht ein Labyrinth aus Steinen.

allem am ersten der beiden Teiche. Die Wasserfläche ist gut überschaubar, die Uferbereiche sind sauber. „Früher gingen die Stiftsschülerinnen hier gern einmal baden“, erzählt Sandra Niens. Diese Geschichte solle ein Stück weit nacherzählt werden, weshalb auch ein Steg gebaut werde. Doch das Baden in den Teichen soll Vergangenheit bleiben.

Vielmehr setzt das Kloster auf die optische Wirkung der gesamten Anlage, die unter Denkmalschutz steht. Deshalb sind die Teiche zwar der Mittelpunkt der Arbeiten, aber ebenso soll sich auch das Areal ringsherum besucherfreundlich und ansprechend präsentieren. Deshalb bekommen die Teiche ein spezielles Highlight spendiert: ein Labyrinth. „Allerdings nicht in der Art, wie man es sich in einem Maisfeld vorstellt“, sagt Sandra Niens. Es werde ebenerdig aus Steinen angelegt, die sich auch auf dem Klostergelände wiederfinden – dazwischen Rasenstreifen. Besucher und Seminarteilnehmer können es begehen.

Fläche bereits gut zu erkennen

Die für das Labyrinth vorbereitete Fläche ist bereits gut zu erkennen. Wegebau, zwei kleine, dekorative Brücken und eine neue Bepflanzung soll das Ganze abrunden. Das Kloster lege Wert darauf, dass die Anlage mit den Teichen einen „urigen und gemütlichen“ Charakter ausstrahlt. Denn das passe zum eigenen Profil. „Das sind wir.“

Wie viel Geld in die Renaturierung und Neugestaltung investiert wird, will Sandra Niens nicht mitteilen. Nur so viel: Es würden Fördermittel sowie Eigenmittel des Klosters verwendet.

Entwässerung wird erneuert

Das Projekt schließe zudem die Erneuerung der Regenentwässerung im Bereich zwischen Gemeinschaftsschule und Heiliggrabkapelle mit ein. Denn dort habe es nach Starkregen immer wieder Überschwemmungen gegeben. Künftig werde dieses Wasser in die Teiche geleitet. Sandra Niens ist froh, dass sich diese rechtzeitig zur Wittstocker Landesgartenschau 2019 ganz neu präsentieren. „Das war uns sehr wichtig“, sagt sie.

Von Björn Wagener