Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wittstock/Dosse Tina Tandler rockt Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Tina Tandler rockt Wittstock
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 03.07.2019
Tina Tandler beim Konzert auf der Landesgartenschau-Bühne in Wittstock. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Dieses Konzert ist wie eine Hommage ans Saxophon: Tina Tandler spielt mit ihrer Band am Sonntagabend auf der Bühne

der Landesgartenschau in Wittstock. Die Frau mit der markanten roten Löwenmähne kommt um 17 Uhr auf die Bühne und begrüßt die Zuschauer, die fast alle Stühle besetzen. Viele haben es sich auch auf Decken auf dem Rasen bequem gemacht. Da legt sie auch schon los.

Ihr seid so ruhig

Der Abend beginnt eher verhalten. „Ihr seid so ruhig. Das nennt man wohl eine Energiesparmaßnahme“, sagt sie nach etwa einer halben Stunde in Richtung Publikum. Doch mit Konzerten ist es manchmal wie mit gutem Wein: Man muss ihnen etwas Zeit geben.

Mit dem Blues wird die Stimmung lockerer. „Der Blues ist eine Männerdomäne. Es geht es immer um zwei Dinge: entweder kein Geld oder keine Frau – manchmal auch beides. Das deutet für mich darauf hin, dass Männer Ängste haben. Sie haben Angst, dass die Frau gehen könnte. Aber noch größer ist ihre Angst, dass sie für immer bleiben könnte.“

Ein bunter Mix

Mal sanft, mal energiegeladen: Tina Tandler holt alles aus ihrem Instrument heraus, spielt Rockiges, Altes, Modernes, Stücke von

Tina Tandler (r.) nach dem Konzert auf der Landesgartenschau-Bühne in Wittstock. Hier mit Fan Marianne Hein. Quelle: Björn Wagener

ihrem eigenen Album „Saxophon verliebt“ oder gern Gehörtes anderer Musiker. So bringt sie in Wittstock Lieder wie „Dancing on the roof“ oder „Sunday morning“, aber auch „Joy of Life“ von Kenny G. oder „Summertime“ aus der Oper Porgy & Bess. Einmal singt sie auch, „obwohl die Stimme gerade etwas Ärger macht“ – Dream a little Dream of Me. Sie ermuntert das Publikum zum Mitmachen: „Trauen Sie sich, der liebe Gott liebt auch schiefe Töne.“ Und die bekannte Melodie schwingt durch die Reihen.

Begleitet wird sie von einem Männerquartett, das an Bass, Gitarre, Schlagzeug und Keyboard agiert. Simon Anke sitzt barfuß an den Tasten. Tina Tandler wuschelt ihm zuweilen durchs Haar.

Hitze setzt Instrumenten zu

Zwischendurch greift sie auch mal zum Akkordeon oder zum Sopran-Saxophon, einer Art „Baby-Saxophon“, das „heute ein bisschen Fieber hat“, sagt sie. Die Hitze setzt den Instrumenten zu. Sie muss das ausgetrocknete Mundstück erst ein wenig geschmeidig machen, bevor es weitergehen kann: „Ohne Spucke spielt es nicht.“

Einen anderen Ohrwurm gibt dann gegen Ende. „Lilly was here“ von Candy Dulfer und Dave Stewart – eines der wohl bekanntesten Saxophon-Stücke der jüngeren Vergangenheit.

Nach dem Konzert schreibt Tina Tandler Autogramme und unterstützt ihre Mutter am CD-Verkaufsstand. Wer möchte, kann sich auch mit der Musikerin fotografieren lassen.

Von Björn Wagener

Poetisch, romantisch, als ein magischer Ort der Blumen- und Gartenpracht: So zeigt die ambitionierte Amateur-Fotografin Christin Vogel die Landesgartenschau in Wittstock. Ihre fotografische Leidenschaft gilt darüber hinaus der Tierfotografie.

30.06.2019

Ein Höhepunkt für kleine Leute auf der Wittstocker Landesgartenschau: In dem Stück „Oh, wie schön ist Panama“ machen sich Bär und Tiger auf den Weg, das große Glück zu finden.

29.06.2019

Der Posaunenchor Dosseblech aus Sieversdorf spielt am Samstag im Schatten des Blätterdachs im Friedrich-Ebert-Park in Wittstock. Zwischendurch liest Maren Schröder kurze Texte.

29.06.2019