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Wittstock/Dosse Trauungsort bleibt vorübergehend tabu
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Trauungsort bleibt vorübergehend tabu
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16:30 14.09.2018
Der Wittstocker Amtshof wird zurzeit für die Landesgartenschau umgestaltet. Die Museen sind daher zurzeit kein Trauungsort. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Wittstock muss vorübergehend auf eine Hochzeitslocation verzichten. Die Museen Alte Bischofsburg fallen für Trauungszeremonien zurzeit aus.

Grund sind die Arbeiten zur Umgestaltung des Amtshofes in der Stadt. Deshalb ist der größte Teil des Amtshofes zurzeit Baustelle. Wenn alles fertig ist, schließt sich die Landesgartenschau an. Das heißt, auch dann wird dieser Bereich fürs Heiraten tabu sein, weil der Amtshof zum sogenannten Bezahlbereich der Gartenschau gehört.

Dieser zeitweilige Verlust eines Heiratsortes beschäftigte jüngst den Ordnungsausschuss der Wittstocker Stadtverordnetenversammlung. So fragte René Schütte, sachkundiger Einwohner im Ausschuss, Christian Hernjokl, den Geschäftsführer der Laga-Gesellschaft, ob eventuell eine Zwischenlösung möglich wäre, also zumindest einige Termine vorgehalten werden könnten.

Doch eine solche Zwischenlösung schließt Hernjokl aus. „Ich habe keine Idee, wie man das lösen könnte“, sagte er. Er wisse zwar, dass der gesperrte Amtshof zu den „größten Einschnitten“ gehöre, die die Wittstocker vor und während der Landesgartenschau hinnehmen müssten, jedoch sei er dafür nach der Laga umso schöner. „Was wir tun, ist zum Wohle der Stadt.“

Nichts zu verschenken

Ziel sei es, die Laga zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu führen. Ausnahmen von der Bezahlpflicht für den Eintritt könne es daher nicht geben. Die gemeinnützige Laga-Gesellschaft habe „nichts zu verschenken“. Die Tatsache, dass die Laga mitten in der Stadt stattfindet, bringe unweigerlich Einschränkungen mit sich.

Im Museum Alte Bischofsburg gab es im vergangenen Jahr sieben Eheschließungen, teilt Stadt-Sprecher Jean Dibbert mit. Zum Vergleich: Im Rathaus waren es 50 und im Schloss-Ensemble in Freyenstein zehn. 2018 sah es bisher ähnlich aus: 46-mal sagten Paare im Rathaus „Ja“ (acht weitere Eheschließungen sind geplant); neunmal taten sie das in Freyenstein (eine weitere Heirat ist geplant). Das Museum steht seit Jahresbeginn 2018 dafür nicht mehr zur Verfügung.

Freyenstein als Heiratsort beliebt

Ordnungsamtsleiter Holger Schönberg sagte, dass sich vor allem Freyenstein als Trauungsort immer größerer Beliebtheit erfreue. „Man kann in der Burg heiraten und im Schloss feiern. Dazu gibt es das herrliche Ambiente.“

Von Björn Wagener

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