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Wittstock/Dosse Unkompliziert ins freie Internet gelangen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Unkompliziert ins freie Internet gelangen
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00:28 17.06.2019
Maik Koch hat seine App nach Nutzerwünschen verbessert und ist mit Verkehrs- und Innenministerium zur weiteren Verwendung im Gespräch. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Sie ist vielseitig verwendbar, die Ygo-App, die die beiden Wittstocker Maik Koch und Marian Parchen in ihrem Start-up „iGO Solution 4MA“ entwickelt haben. Ursprünglicher Gedanke war eine Verkehrssicherheitsapp, die Nutzer vor herannahenden Fahrzeugen warnt.

„Das kommt vor allem Leuten zugute, die durch ihr Smartphone abgelenkt sind oder eine Beeinträchtigung haben“, sagt Maik Koch. Durch haptische, akustische und optische Signale werde beispielsweise über die Ankunft öffentlicher Verkehrsmittel informiert.

Der andere Aspekt ist der einer frei nutzbaren drahtlosen Internetverbindung. Denn die App loggt sich an entsprechenden Hotspots in das W-Lan-Netz ein. „Und das ohne Anmeldung oder Zeitbegrenzung, Nutzerdaten werden nicht gespeichert“, betont Maik Koch. Finanzieren würde sich die App dann über entsprechende „Tipps“ ansässiger Unternehmen und Geschäfte, die so auf sich aufmerksam machen können. „Damit stärken wir zugleich die lokale Wirtschaft“, so der Start-up-Gründer.

Neugierde hat die App nicht nur in Wittstock geweckt, wo sie seit April als Pilotprojekt angelaufen ist, sondern auch bei der Potsdamer Landesregierung. Bereits bei einer Pressekonferenz im April hatte sich Staatssekretärin Katrin Lange aus dem Innenministerium bereits interessiert an Ygo gezeigt.

Die Möglichkeit, frei und sicher ins W-Lan zu gelangen, lasse sich gut mit den Plänen der Landesregierung, öffentliche Hotspots auszuweiten, vereinen. „Wir befinden uns da momentan noch in Gesprächen, auf welcher Basis uns das Ministerium unterstützen könnte“, informiert Maik Koch.

Die App zeigt auf der Startseite die Hotspots an. Quelle: Christian Bark

Unterstützt wird sein Start-up auch vom Landesverkehrsministerium. Dann geht es darum, die App an einem Gefahrenschwerpunkt in der Perleberger Straße in Wittstock nutzbar zu machen. „Das wollen wir Ende des Jahres realisieren“, so Maik Koch. Das werde dann der sechste Hotspot in Wittstock. Derzeit befinden sich fünf davon im Innenstadtbereich.

Nutzerfeedback war hilfreich

Bei den Wittstockern aber auch Besuchern von außerhalb ist die App bisher auf positive Resonanz gestoßen. Hunderte Nutzer haben sich Ygo bereits heruntergeladen. Fragen hatte zuletzt aber das Einloggen in das freie W-Lan aufgeworfen – auch bei MAZ-Lesern.

„Wir haben auf das Feedback der Nutzer reagiert und einiges verändert“, sagt Maik Koch. So sei die Karte mit den Hotspots nun zentrierter und zugleich Startseite der App. Auch würden regionale Tipps nun verschlüsselt übermittelt.

Auch die MAZ probiert die App aus. Quelle: Christian Bark

In einfachen Schritten erklärt Maik Koch die Vorgehensweise noch einmal: Ygo-App im Google-Play Store suchen (für iOS-Geräte soll die App Ende des Jahres verfügbar sein) und herunterladen. Beim Start einmalig das GPS zulassen und das W-Lan sowie Bluetooth am Smartphone einschalten.

Bei der Einstellung der App können die regionalen Tipps angepasst werden, mindestens drei Bereiche müssen jedoch ausgewählt sein. Jetzt muss sich der Nutzer nur noch im rund 100 Meter reichenden W-Lan-Netz eines der Hotspots befinden und schon wird er automatisch mit dem Internet verbunden.

„Ein dermaßen unkomplizierte Verbindung zum W-Lan hat es so bisher noch nicht gegeben“, sagt Maik Koch. Sechs lokale Firmen hat er bereits zur Unterstützung der App gewonnen, rund 700 Tipps sind seit dem Start des Pilotprojekts über die App vermittelt worden.

Von Christian Bark

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