Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wittstock/Dosse Tempo 30 nur als Übergangslösung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Tempo 30 nur als Übergangslösung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:34 10.09.2019
Verkehr in der Perleberger Straße in Wittstock. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Wittstocks Verkehrskonzept soll auf den Prüfstand kommen. Bürgermeister Jörg Gehrmann kündigt an, voraussichtlich Ende Oktober zu einer öffentlichen Einwohnerveranstaltung ins Städtische Gymnasium einladen zu wollen. Das soll helfen, den künftig einzuschlagenden Weg in dieser Frage „strategisch auf den Punkt zu bringen“, wie Gehrmann sagt.

Schnellstmöglich Tempo 30

Ausgangspunkt ist ein Antrag der Fraktion von SPD und Grüne in der Stadtverordnetenversammlung. In der Perleberger Straße und der Rheinsberger Siedlung soll „schnellstmöglich Tempo 30“ eingeführt werden, bis ein endgültiges Verkehrskonzept für die Stadt vorliegt. Die Fraktion sieht „erhebliche Beeinträchtigungen der Bürger und der Bausubstanz“.

Weiterhin könne darüber diskutiert werden, ob nicht über den Innenstadtbereich hinaus auch noch weitere Straßen in Wittstock auf Tempo 30 begrenzt werden sollten. Vor allem die Ringstraße wird von der Fraktion als schützenswert angesehen.

Dieser Antrag erwuchs aus einem ersten Vorstoß von Matthias Dittmer in diese Richtung. Der Sprecher der Ortsgruppe Wittstock-Heiligengrabe der Grünen hatte im Juli gemeinsam mit einer Anwohnerin aus der Perleberger Straße eine Begrenzung auf Tempo 30 auf einer Teilstrecke dieser Straße gefordert – vor allem, um die Erschütterungen durch schwere Lkw zu minimieren.

Ob Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt werden, darüber entscheidet die Straßenverkehrsbehörde des Kreises. Die Stadt Wittstock wird dazu lediglich um eine Stellungnahme gebeten. Laut Gehrmann wolle die Stadt um eine Fristverlängerung bitten, um der absehbaren Ablehnung des Antrages entgegen zu wirken. „Es ist schon etwas dran, dass man sich in der Perleberger-, der Rosa-Luxemburg-Straße und der Papenbrucher Chaussee um Tempo 30 kümmert“, so Gehrmann. Jedoch nur als Übergangslösung.

Endvariante muss B189n einschließen

Die Endvariante müsse konzeptionell immer auch die geplante B189n zwischen Wittstock und Mirow mit einschließen – als mögliche großräumige Umgehungsstraße für die Stadt. „Allein Tempo 30 in der Perleberger Straße entlastet weder Babitz noch Schweinrich oder Sewekow.“ Es sei denn, dort würde ebenfalls überall Tempo 30 eingeführt werden.

Da das aber nicht realistisch sei, hält Gehrmann Tempo 30 in den genannten Wittstocker Straßen für „nicht zielführend für eine politisch ausgewogene Entscheidung“.

Er wirbt dafür, sich für die Entwicklung eines Verkehrskonzeptes Zeit zu lassen. Denn möglicherweise müssten auch noch Veränderungen betrachtet werden, die die Landesgartenschau mit sich bringt und die nach ihrem Ende vielleicht beibehalten werden könnten.

Die Stadtverordneten sollen sich mit dieser gesamten Situation befassen – aber noch nicht auf ihrer nächsten Sitzung am 25. September. Vielmehr solle zumindest bis Ende dieses Jahres an dem Thema gearbeitet werden – deshalb auch die Diskussionsrunde im Oktober.

Von Björn Wagener

Mit seinen Puppen tourt das Figurentheater „Pfiffikus“ durch ganz Deutschland. Nun hat es in Wittstock Halt gemacht und seine Zuschauer mit einem Stück über Pettersson und Findus begeistert.

10.09.2019

Am Tag des offenen Denkmals hatte sich ein Besuch in Freyenstein mehr als gelohnt. Neben der Besichtigung des alten und neuen Schlosses gab es auch ein reichhaltiges Kulturprogramm.

09.09.2019

Wittstock und die schwedische Gemeinde Höganäs sind schon seit 15 Jahren Partnerstädte. Nun will auch das Wittstocker Gymnasium mit den Schweden kooperieren – in Form einer Schulpartnerschaft.

09.09.2019