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Wittstock/Dosse Die GWV bleibt am Ball
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15:07 20.01.2019
Mit Schwung und mit links schickt Bernd Krause den Bowlingball über die Bahn. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Für Karin, Bernd und Tobias Krause gehört Bowling in der Gemeinschaft zum guten Ton. Die Familie ist seit 1990 Mieter bei der Gebäude- und Wohnungsverwaltung (GWV) in Wittstock und reiht sich Jahr für Jahr bei dieser Veranstaltung ein.

Zum 10. Mal organisierte die GWV für ihre Mieter den Ausflug in das örtliche B-3-Center. Das gehört zum Selbstverständnis und ist als Kitt für die Gemeinschaft gedacht. „Wir sind von Anfang beim Bowlen dabei“, sagt Bernd Krause am Samstagnachmittag.

Immer wieder Angebote des Vermieters

Der 55-Jährige nutzt immer wieder Angebote des Vermieters. „Das ist eine gute Abwechslung zur arbeitsreichen Woche“, findet Bernd Krause. Es ist als Abrissarbeiter tätig. Und: „Ich habe beim Bowlen keine richtige Technik, ich nehme es so, wie es kommt und peile die Mitte der Bahn an“, sagt der Linkshänder.

Zu einer vorderen Platzierung reichte es bislang nicht. Ganz anders steht seine Frau Karin da: „Ich habe einmal gewonnen und dann noch zwei Podestplätze belegt.“ Doch Lob wehrt sie ab. „Nein, ich bin kein Naturtalent. Ab und zu sind wir auch vom Frauentreff hier beim Bowlen. Und immer wieder geht auch mal ein Ball daneben.“

Kaffee, Kuchen und Gegrilltes gratis

Während beim Kegeln die Kugeln über die Bahn laufen, handelt es sich beim Bowlen um Bälle. „Das ist eine gute Sache, dass die GWV uns jedes Jahr hier einlädt“, meint Karin Krause. Auch ihr Mann Bernd pflichtet bei: „Ein gutes Angebot, und alles ist kostenfrei.“ Die GWV bezahlt auch die gesamte Verpflegung: Kaffee, Kuchen und Gegrilltes runden das Angebot ab.

Beim Bowlen pflegen die Mieter der GWV ihre Gemeinschaft. Quelle: E-Mail-MVD

„Es gibt Mieter, die können aus verschiedenen Gründen nicht mehr bowlen, setzen sich aber dazu und genießen die Atmosphäre und die Gespräche“, sagte Silke Hartmann von der GWV. Zu ihnen zählen Christa und Horst Gudera. Sie sind seit 1948 Mieter – schon beim GWV-Vorläufer Kommunale Wohnungsverwaltung (KWV). „Das ist ein schöner Treff, wir sind aber heute nur Zuschauer und sitzen mit anderen zusammen“, so die 78 Jahre alte Christa Gudera.

Großer Spaß unter Leuten

Marita und Joachim Wegener reihen sich das achte Mal beim Bowlen ein. „Das ist der Spaß, unter Leute zu kommen“, sagte sie. Mehrmals im Jahr geht das Ehepaar mit der Familie zum Bowlen.

Der sieben Jahre alte Marc hat das Ziel im Blick. Quelle: E-Mail-MVD

Am Ende setzen sich mehrere Gewinner durch und holten Geldpreise: Bei den Hausgemeinschaften siegt die Franz-Mehring-Straße 2, bei den Kindern Lucas Kohlert und Linus Schönfeld, bei den Frauen gewinnt Anja Schönfeld, und bei den Männern belegt Steffen Jachtmann den ersten Platz.

Auch der GWV-Geschäftsführer Hans-Jörg Löther gesellt sich wieder dazu. „Ich nutze immer wieder die lockere Atmosphäre um mit einzelnen Mietern ins Gespräch zu kommen“, sagt er. Bei solchen Veranstaltungen nimmt er „gut gemeinte Hinweise von Mietern“ auf. Außerdem kann er im Gegenzug „für Verständnis werben, bestimmte Veränderungen besser erklären und Dinge anregen“, sagt Löther.

Christa (v.l.) und Horst Gudera standen mit Silke Hartmann von der GWV im Gespräch. Quelle: E-Mail-MVD

Jede Veranstaltung für die Mieter, wie etwa auch der Kindertag oder der Spieleabend, sollen dazu beitragen „Jung und Alt im Miteinander zu bestärken.“

Es kommen immer weniger

Doch er sieht auch mit Sorge, dass etwa beim Bowlen die Nachfrage sinkt. Bei der Premiere im Jahre 2010 drängelten sich mehr als 230 Mieter an zwei Tagen auf der Anlage. Am Sonnabend reihten sich nur 96 Mieter ein, davon acht Kinder. „Wir haben immer alle Mieter im Blick, sie stehen bei uns im Mittelpunkt. Die GWV und auch die gesamte Stadt leben von der Gemeinschaft. Nicht jeder darf sich zurückziehen“, sagt er. Dabei sieht Hans-Jörg Löther zwei Seiten: „Zum einen entfalten sich Aktivitäten, und zum anderen müssen diese auch von den Leuten angenommen werden.“

Von Christamaria Ruch

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