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Wittstock/Dosse Verwandlung von der Werkstatt zum Café
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Verwandlung von der Werkstatt zum Café
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13:30 14.06.2019
Karmen Stutz (2.v.r.) freut sich über das Ende des ersten Bauabschnittes und schneidet das Band an der Auffahrt zum Café durch. Quelle: Christamaria Ruch
Schweinrich

Seit Mitte Februar befindet sich die alte Tischlerei in Schweinrich im Umbau. Dort entsteht mit Hilfe von EU-Fördergeld das Café Karmen. Karmen Stutz verwirklicht sich damit ihren Lebenstraum.

Bei einem ersten MAZ-Baustellenbesuch Mitte März standen noch die Baupläne vom Architektenbüro Kannenberg und Kannenberg aus Wittstock im Vordergrund, um sich das Projekt ausmalen zu können.

Nun ziehen sich Wände durch das Gebäude, Balken sind ausgetauscht und die neuen Fenster und Türen in tiefem Grün eingebaut. Schritt für Schritt nimmt das Café seine Konturen an. Neben einem gut 45 Quadratmeter großen Gastraum mit 20 Plätzen entstehen Küche, Backraum, Lager und Sanitärbereich in dem Gebäude.

Bauarbeiter Kersten Nebel ist im zukünftigen Café im Einsatz und mischt neue Baustoffe. Quelle: Christamaria Ruch

Kersten Nebel von der Baufirma Schulz aus Wittstock steht mit dem Rührwerk an einem Eimer und mischt neue Baustoffe. „Es geht voran“, sagt Karmen Stutz. In der kommenden Woche werden die Holzbalken abgeschliffen und eingeölt. Anschließend kommt Estrich auf den Boden. Heizungs- und Sanitärarbeiten geben sich dann die Klinke in die Hand.

Derweil ist ein Bautrupp von Erd- und Wasserbau aus Wittstock im Außenbereich tätig. „Die Abwassergrube ist eingebaut. Die Archäologen waren dort bis zu einer Tiefe von vier Meter im Einsatz. Einen Löffel haben sie gefunden, der wird später in einem Schaukasten ausgestellt“, sagt Karmen Stutz.

Nun legen die Bauarbeiter die Rohre für die Regenentwässerung. „Seit Anfang Juni und noch voraussichtlich bis Ende des Monats sind wir hier auf der Baustelle. Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt Eckhard Leest, Geschäftsführer bei Erd- und Wasserbau.

Mitarbeiter von Erd- und Wasserbau aus Wittstock arbeiten an der Regenentwässerung des künftigen Cafés. Quelle: Christamaria Ruch

Karmen Stutz freut sich über alle Baufortschritte. Gerade ist die Betonsteinpflasterauffahrt zum Café fertiggestellt. „Die Auffahrt war bereits vorhanden, wir haben sie an das Gelände angeglichen“, sagt Eckhard Leest. Daran schließt sich Natursteinschotter an.

„Das ist das Ende unseres ersten Bauabschnittes“, sagt Karmen Stutz, greift zur Schere und schneidet das Flatterband an der Auffahrt entzwei. Bärbel und Michael Heuer vom Ingenieurbüro aus Babitz, Eckhard Leest und Bodo Matysik von Erd- und Wasserbau gesellen sich dazu. „Das ist eine einfache Baustelle, die wegen der Bodenbewegungen aber auch komplex ist“, sagt Michael Heuer. Er ist für die Baubetreuung zuständig.

Ladestation für E-Bikes geplant

An den Gastraum wird sich eine Terrasse mit 16 Plätzen anschließen. „Die Einrichtung ist behindertengerecht“, sagt Karmen Stutz. Auf dem Hof ist eine Ladestation für E-Bikes vorgesehen. Gerade mit Blick auf kleine Kinder befindet sich der Eingang zum Café aus Sicherheitsgründen auf der Rückseite des Objektes.

Wenn alles fertig ist, nehmen die Gäste an so genannten Thementischen Platz und können auf diese Weise die Prignitzer Leseecke, den Schreib- oder Küchentisch oder die Sofaecke kennenlernen.

Cafébetreiberin legt Wert auf Handarbeit

Karmen Stutz legt bei ihren Angeboten Wert auf Handarbeit. Kuchen, Torten, Desserts und deftige Schnitten stehen dann auf der Speisekarte. „Die Früchte kommen hauptsächlich aus der Region, es gibt hausgemachte Desserts und der Kuchen wird vorwiegend mit Dinkelmehl gebacken“, sagt Karmen Stutz.

Wer nicht viel für Süßes übrig hat, dem wird selbst gebackenes Dinkelbrot mit herzhaftem Belag gereicht. Das Café Karmen wird voraussichtlich im September eröffnet.

Von Christamaria Ruch

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