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Wittstock/Dosse Exotische Früchte in der Blumenhalle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Exotische Früchte in der Blumenhalle
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00:25 08.06.2019
Mit den großen kugelrunden Blütenköpfen in weiß und lila bezaubert der Zierlauch kombiniert mit weißen Birkenstämmen. Quelle: Cornelia Felsch
Wittstock

Die neue Ausstellung in der Blumenhalle im historischen Güterboden sollte man nicht mit leerem Magen besuchen, denn dort locken exotische Früchte wie Feigen, aber auch Erdbeeren und Salat.

Nicht jeder Besucher kann da widerstehen. „Am Tag der Ausstellungseröffnung trugen die Erdbeerpflanzen rote Früchte, doch bereits am frühen Vormittag waren sie abgeerntet. Auch die roten Früchte, die als Dekoration dienen sollten, waren verschwunden“, erzählt Manuela Kenzler, die für die dekorativen Arrangements in der Blumenhalle zuständig ist.

Perlen und Blüten unterstreichen bei dieser Komposition, wie exquisit das Spargelgemüse ist. Quelle: Cornelia Felsch

Dass sie sich darüber ärgert, ist verständlich, wenn man bedenkt, dass die Dekorateure und Floristen die ganze Nacht über gewerkelt haben, um die imposanten Pflanzenkunstwerke aufzubauen. „Jede neue Schau ist sehr aufwendig“, sagt die Gartenbauingenieurin. „Zuerst erstellen wir thematische Pläne, die dann umgesetzt werden.“

Kulinarische Verführungen

Das klappt aber nicht immer so wie gedacht. Manchmal kommt die Ware nicht rechtzeitig oder die Blumen sind schon verblüht, weil es zu warm war. „Dann müssen wir uns etwas einfallen lassen und es kann passieren, das alles ganz anders wird. Aber ich bin schon immer zufrieden, wenn wir es so ähnlich hinbekommen.“

Noch ist der Spargel vorhanden und auch die Feigenbäumchen tragen ihre Früchte, die allerdings auch noch klein und nicht so recht reif sind.

Intensiv leuchtende Blüten und eine Wuchshöhe von bis zu zwei Metern machen den Rittersporn im Beet und in der Blumenhalle zum Blickfang. Quelle: Cornelia Felsch

Die vierte Hallenschau bietet kulinarische Verführungen, gepaart mit üppigen Blumenarrangements aus Allium, Rittersporn und Pfingstrosen (Päonien) in stattlichen Dimensionen, die in einem eisernen Bett arrangiert, immer wieder die Bewunderung der Gäste hervorrufen.

Staunend flanieren die Besucher durch die Halle und bewundern die üppige Pracht. Violett und weiß blühende Kugeln des Zierlauchs bilden mit weißen Birkenstämmen einen effektvollen Wald, riesige Ritterspornsträuße in verschiedenen Blautönen lassen sie Halle wie ein großes Blumenmeer erscheinen.

Verführerischer Duft der Lorbeerrose

„Etwas ganz Besonderes ist die Kalmia“, schwärmt Manuela Kenzler. „Sie ist bestimmt schon 20 Jahre alt.“ Die breitblättrige Lorbeerrose ist wie viele Topfpflanzen in der Halle eine Leihgabe. Ihre zahlreichen weißen Blüten, die in Dolden dicht an dicht stehen, duften verführerisch. Lorbeerrosen kamen im 18. Jahrhundert als Zierpflanzen nach Europa.

Es gibt sie in unterschiedlichen Blütenfarben – von weiß über rosa bis hin zu dunklem Krapprot. In der Natur wächst die Pflanze überwiegend an den Berghängen Nordamerikas. Dort wird der immergrüne Strauch bis zu fünf Meter groß. Diese stattliche Höhe erreicht er in unseren Breitengraden allerdings nicht.

Die vierte Hallenschau kann noch bis zum 13. Juni im Güterboden bewundert werden.

Von Cornelia Felsch

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