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Wittstock/Dosse Neue Wählergruppe in Freyenstein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Neue Wählergruppe in Freyenstein
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12:11 20.03.2019
Die neue Wählergruppe „Wir für Freyenstein": Julia Hildebrandt, Christa Ziegenbein, Dagmar Finke und Andrea Müllenberg (v.l.). Quelle: Björn Wagener
Freyenstein

In Freyenstein hat sich eine neue Wählergruppe gegründet. Sie heißt „Wir für Freyenstein“. Ihr gehören vier Frauen an. Sie wollen in der kleinen Stadt etwas bewegen. Julia Hildebrandt (34), Christa Ziegenbein (67), Andrea Müllenberg (55) und Dagmar Finke (47) kandidieren für den neuen Ortsbeirat. Dort gibt es maximal drei Stellen zu besetzen. In diese Position kommt, wer von allen Kandidaten, die sich zur Kommunalwahl am 26. Mai für den Ortsbeirat Freyenstein aufstellen lassen, die meisten Stimmen auf sich vereinen kann.

Ortsausschuss geplant

Damit ist schon jetzt klar ist, dass nicht die gesamte neue Wählergruppe in den Ortsbeirat einziehen wird. „Aber das ist für mich gar nicht schlimm. Denn wir wollen ja auch einen Ortsausschuss gründen“, sagt Julia Hildebrandt. Er solle aus weiteren Freyensteinern bestehen, die Ideen und Hinweise zum Ortsgeschehen sammeln und sie an die Wählergruppe herantragen. So wollen die engagierten Frauen ein Netzwerk schaffen, dass der Entwicklung der kleinen Stadt zugute kommt.

„Ich glaube, dass in dieser Konstellation eine fruchtbringende Arbeit geleistet werden kann“, sagt Andrea Müllenberg. Ihr sei es wichtig, dass Freyenstein sein „Image aufpolieren“ kann, auch über die Ortsgrenzen hinaus.

Wir sind wer, wir können was

„Wir sind wer, und wir können was. Das haben wir in den vergangenen Jahren bereits bewiesen. Ich hoffe, dass wir alle zusammen Freyenstein ein Stück weit nach vorn bringen“, betont Andrea Müllenberg. Dazu sei man jedoch auf die Hilfe aus der Einwohnerschaft angewiesen. Nur gemeinsam könne es funktionieren.

Unterstützung erhoffen sich die Frauen von Hans-Herbert Gutz. „Er ist der wohl am besten vernetzte Freyensteiner, auch überregional“, sagt Christa Ziegenbein. Der Kulturmanager lebt erst seit August 2018 in Freyenstein. Er ist parteilos, kandidiert aber auf der Wählerliste der Linken für einen Sitz in der künftigen Wittstocker Stadtverordnetenversammlung.

Großes Potenzial

„Ich sehe sehr großes Potenzial in Freyenstein. Es gibt so viele Dinge, die man anpacken müsste, unter anderem im Tourismus“, sagt er.

Mit ihm in der Stadtverordnung hätte Freyenstein dort eine Stimme. Deshalb sähen es die Frauen der Wählergruppe gern, wenn Gutz viele Kreuzchen auf sich vereinen könnte. „Aber wichtig ist, dass die Leute überhaupt zur Wahl gehen“, sagt Julia Hildebrandt.

Das Problem: Gutz ist neu in der Stadt und sein Name deshalb noch nicht jedem ein Begriff.

Den Einwohnern vorstellen

Um das zu ändern, möchte die neue Wählergruppe gemeinsam mit dem Ortsbeirat zu einer Einwohnerversammlung einladen. Sie solle Hans-Herbert Gutz und der Wählergruppe Gelegenheit geben, sich näher vorstellen.

Einen Termin für diese Runde gibt es noch nicht. Christa Ziegenbein geht aber davon aus, dass er im Mai stattfinden wird, etwa zwei Wochen vor der Kommunalwahl.

Von Björn Wagener

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