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Wittstock/Dosse Was nach der Landesgartenschau bleiben soll
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Was nach der Landesgartenschau bleiben soll
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13:21 28.08.2019
Die Straße Am Kyritzer Tor ist zurzeit für Fahrzeuge gesperrt. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Die Landesgartenschau in Wittstock nähert sich ihrer finalen Phase. Nur noch gute fünf Wochen bleiben bis das blumige Fest in Wittstock seine Pforten am 6. Oktober schließt.

Deshalb will Bürgermeister Jörg Gehrmann schon jetzt den Blick auf die Zeit danach richten. Unter dem Motto „Was soll bleiben von der Landesgartenschau?“ will er die Wittstocker dazu animieren, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Stadt dauerhaft von der Schau profitieren könnte.

Etwas anders als sonst

Immerhin präsentiert sich Wittstock während Schau etwas anders als sonst. Die grünen Metallzäune, die das Laga-Gelände umschließen, fallen ins Auge, und es gilt eine veränderte Verkehrsführung. Gehrmann höre immer wieder von Anwohnern, dass die Umzäunung dauerhaft bestehen bleiben solle, um Vandalismus etwas entgegen zu setzen.

Umzäunung des Geländes der Landesgartenschau in Wittstock. Quelle: Björn Wagener

Ein anderer Hinweis betrifft den zurzeit wegen der Gartenschau gesperrten Straßenabschnitt Am Kyritzer Tor. Die Frage ist, ob dieser Bereich womöglich auch künftig als verkehrsberuhigte Zone bestehen bleiben und für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden könnte. Er wäre dann nur Radfahrern und Fußgängern vorbehalten. Vor allem Eltern und Kindern wäre damit „etwas Gutes getan“, sagt Gehrmann, der das Ganze eine „charmante Idee“ nennt. Deshalb hielte er es für eine diskussionswürdige Variante.

Die Chance nutzen

Er wolle das auch in die Stadtverordnetenversammlung hineintragen. Denn all zuviel Zeit ist nicht mehr, um Entscheidungen zu treffen. „Wenn wir nach der Landesgartenschau alles einfach wieder öffnen, haben wir uns diese Chance vergeben.“

Möglicherweise gäbe es noch weitere Ideen, wie die Gartenschau ihre Fußabdrücke im Wittstock der Zukunft hinterlassen könnte. Gehrmann ist sich sicher, dass am Frühstückstisch oder bei Grillabenden mancher Vorschlag zur Sprache kommt. Dem wolle er nun Raum geben. Denkbar wäre es für die Stadt zudem, vor diesem Hintergrund zu einer Ideen-Runde einzuladen, auch wenn das Ganze zurzeit noch in den Kinderschuhen steckt.

Am vergangenen Freitag wurde auf der Landesgartenschau der 300.000. Besucher begrüßt. Damit ist die anfangs anvisierte Mindest-Besucherzahl erreicht. Auch auf politischer Ebene wird inzwischen darüber diskutiert, was von der Laga bleiben sollte, das Wittstock dauerhaft nach vorn bringen kann. Dabei geht es nicht nur materielle Dinge wie Zäune oder Absperrungen.

Marketingstrukturen bewahren

„Die im Zuge der Laga aufgebauten Marketingstrukturen – vor allem in die Müritzregion sollten unbedingt aufrecht erhalten werden“, sagte Landtagskandidat Jan Redmann (CDU) in dieser Woche bei einer Diskussionsrunde. Davon könne der Tourismus in Zukunft profitieren.

Wer sich an der Diskussion rund um die Frage, was von der Landesgartenschau bleiben soll, beteiligen möchte, kann seine Vorschläge per E-Mail richten an: j.dibbert@stadt-wittstock.de.

Von Björn Wagener

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