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Wittstock/Dosse Zum 21. Mal: Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ startet
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11:50 07.10.2019
Andreas Leddin sammelt in Wittstock und Neuruppin für "Weihnachten im Schuhkarton" Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Von langer Hand bereiten die Mitstreiter Jahr für Jahr die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ vor. Der Startschuss fällt immer am 1. Oktober. Bis zum 15. November können die Kartons mit neuer Kleidung sowie Spiel- und Schulsachen, Hygieneartikel und Süßigkeiten in den Sammelstellen in Wittstock und Neuruppin abgegeben werden.

Andreas Leddin ist seit 1999 dabei

Andreas Leddin unterstützt seit 1999 gemeinsam mit seiner Familie und weiteren Akteuren ehrenamtlich die überkonfessionelle Initiative. Zielgruppe sind Mädchen und Jungen im Alter von zwei bis 14 Jahre. Die Geschenke richten sich an drei Altersgruppen – zwei bis vier Jahre, fünf bis neun Jahre oder zehn bis 14 Jahre.

Auf einem Etikett vermerken die Spender, für welche Altersgruppe und für welches Geschlecht die Geschenke vorgesehen sind. Die Kartons müssen unverschlossen abgegeben werden, damit die Helfer eventuell unzulässige Geschenke entfernen können. Offizielle Faltkartons stehen in den Abgabestellen bereit. Darüber hinaus können die Spender normale Schuhkartons verwenden.

Neuer Trägerverein

Das christliche Hilfswerks „Geschenke der Hoffnung“ war bislang Träger der Aktion. Jetzt hat sich dieser Träger dem „Samaritan’s Purse“ angeschlossen. „Bisher haben beide Träger kooperiert, jetzt läuft „Weihnachten im Schuhkarton“ unter dem neuen Trägernamen, alles andere bleibt wie gehabt“, sagt Andreas Leddin. Er koordiniert diese Hilfsaktion zum 21. Mal. „Ich finde diese Aktion nach wie vor gut. Wenn ich Kindern helfen kann, ist das Motivation genug“, sagt er.

Spendensiegel für Transparenz

Weihnachten im Schuhkarton“ begann 1996 in Deutschland. Mit dem Spendensiegel des Deutschen Zentralinstitutes für soziale Fragen (DZI) steht die Aktion für geprüfte Transparenz und Wirtschaftlichkeit im Spendenwesen.

Immer wieder steht sie allerdings auch in der öffentlichen Kritik. Dabei ist von einer umstrittenen Aktion ohne Nachhaltigkeit die Rede. Außerdem heißt es, dass die Spendenaktion von fundamentalistischen evangelikalen Christen organisiert wird. Für Andreas Leddin stehen trotz dessen allein die Kinder im Vordergrund: „Es geht ausschließlich darum, Kindern in bedürftigen Lebensverhältnissen eine Freude zu bereiten.“

Lebensmittel sind verboten

Lebensmittel dürfen nicht in den Schuhkarton wandern. „Gummibärchen, Bonbons, Kinderschokolade oder Kaugummis sind erlaubt. Schokolade mit Zusätzen wie Nüsse dürfen nicht in den Karton“, sagt Leddin. Auch Kriegsspielzeug ist tabu. Zielländer sind in diesem Jahr wieder Moldawien, Ukraine, Weißrussland, Bulgarien, Rumänien und Polen. Erst im zentralen Sammellager in Berlin wird entschieden, wohin die Pakete gehen. Die Postleitzahl der Spenderregion entscheidet über das Zielland.

Spenden für Transport nötig

Neben dem gefüllten Schuhkarton wird außerdem um Spenden für den Transport und Qualitätssicherung gebeten. „Jetzt werden für jeden Karton zehn Euro Spende erbeten, um die Transportkosten sowie weitere Kosten zu decken“, sagt Andreas Leddin. Dabei gilt die Faustregel: 75 Prozent der Transportkosten müssen über Spenden finanziert werden, anderenfalls ist die Aktion unrentabel.

Sammelstellen in Wittstock und Neuruppin

Die Kartons können in den Sammelstellen in Wittstock und Neuruppin abgegeben werden. Im vergangenen Jahr gingen insgesamt 475 Schuhkartons aus der Region auf die Reise. „Die Aktion ist stabil und liegt im Durchschnitt bei 400 Stück“, sagt Andreas Leddin.

Wer sich an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ beteiligen möchte, kann bis 15. November Kartons in Wittstock beim Fotostudio Manthey in der Poststraße, im evangelischen Gemeindebüro in der Sankt-Marien-Straße, im evangelischen Kindergarten im Beginenhaus in der Heiliggeiststraße sowie nach telefonischer Absprache unter 0173/483 35 55 bei Andreas Leddin in der Kyritzer Straße 19 abgeben. In Neuruppin ist das Hospiz „Wegwarte“ in der Fehrbelliner Straße 38 Sammelstelle.

Von Christamaria Ruch

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