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Wittstock/Dosse Der Wiederbelebung ein Stück näher
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Der Wiederbelebung ein Stück näher
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00:25 25.05.2019
Die stillgelegte Bahnstrecke von Wittstock nach Mirow, hier am ehemaligen Bahnhof Groß Haßlow. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Die stillgelegte Bahnverbindung von Wittstock nach Mirow kommt ihrer Wiederbelebung ein Stück näher. In der jetzt veröffentlichten Liste reaktivierungswürdiger Strecken des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist sie mit der Priorität B enthalten. Das heißt, dem Vorhaben wird ein mittlerer Aufwand beigemessen, der mittelfristig umzusetzen wäre. Ein konkreter Zeitplan ist demnach noch nicht abzusehen.

Die 27 Kilometer lange Strecke ist zudem mit zwei Farbpunkten versehen. Das heißt, dass zwei Gründe für die Reaktivierung sprechen: Die „Erschließung weiteren Fahrgastpotenzials“ und der „Bedarf des Güterverkehrs“.

Das erfüllt mich mit großer Freude

Matthias Dittmer kämpft als Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Mobilität im Landesverband Berlin um die Wiederbelebung der Strecke. „Die Vorstellung der Liste reaktivierungswürdiger Strecken erfüllt mich mit großer Freude. Nun werden endlich wieder die Weichen in Richtung Zukunft gestellt“, sagt er. Neben den positiven Auswirkungen für den Personenverkehr habe die Verbindung auch eine Bedeutung für den Gütertransport.

Allerdings weiß er auch, dass diese Reaktivierung Auswirkungen auf den geplanten Radweg hätte, dessen Bau auf dem Bahndamm angestrebt wird. „Die Idee des Radwegs über Groß Haßlow darf damit nicht vom Tisch sein. Im Gegenteil. Gute Ideen sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden“, betont Dittmer. Der Radweg könne vielmehr parallel zum Bahndamm geführt werden.“ So könnten die Wittstocker den Dranser See, der ein beliebter Badesee ist, noch leichter erreichen.

Ähnlich sieht es auch der VDV, der sich darüber bewusst ist, dass solche Konflikte entstehen können. Er geht deshalb im Begleittext zur Reaktivierungsliste unter dem Titel „Schicksal der Trassen“ darauf ein:

Ersatzlösungen als Vorschlag

„Bei eingleisigen Trassen wären Ersatzlösungen für den Radweg zu finden, die angesichts des Trassenquerschnitts in vielen Fällen parallel zur Bahn entstehen könnten und dabei die Funktion des Begleitweges für die Bahnstrecke miterfüllen könnten.“

Für Dittmer steht fest: Bevor der Radweg auf dem Bahndamm in die Planung geht, sollte „sehr genau geprüft werden“, wann die Reaktivierung in Angriff genommen werden könnte. Keinesfalls dürfe der Fall eintreten, dass die Stadt Wittstock den Radweg zurückbauen und womöglich erhaltene Fördermittel zurückerstatten müsste. Das wäre der Fall, wenn der Radweg weniger als 15 Jahre lang existieren würde. Denn für diese Zeitspanne gilt eine sogenannte Zweckbindungsfrist.

Von Björn Wagener

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