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Wittstock/Dosse Wittstock: Betrüger gehen mit Enkeltrick um
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse

Wittstock: Betrüger gehen mit Enkeltrick um

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17:37 22.07.2020
Die Täter suchen sich gezielt ältere Menschen für ihre Betrugsversuche aus – oft wählen sie diese anhand der Vornamen im Telefonbuch aus.
Die Täter suchen sich gezielt ältere Menschen für ihre Betrugsversuche aus – oft wählen sie diese anhand der Vornamen im Telefonbuch aus. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Wittstock/Rüthnick

Betrüger versuchen derzeit wieder verstärkt, mit dem sogenannten Enkeltrick ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen. Die Polizei berichtete am Mittwoch gleich von mehreren Fällen.

Bei einer 80-jährigen Wittstockerin meldete sich eine vermeintliche Enkelin, welche mehrere tausend Euro auf Grund einer Notlage benötige. Die 80-Jährige erkannte, dass es nicht ihre Enkelin war und legte auf.

Bei einer 81-jährigen Heiligengraberin meldete sich eine unbekannte Frau, welche vorgab, im Auftrag des Amtsgerichts Stuttgarts Mahnbescheide einzutreiben. Da es sich wie eine Bandansage anhörte, beendete die 81-Jährige das Gespräch.

Vermeintliche Enkelin gaukelte Unfall vor

Einem 84-jährigen Heiligengraber wurde vorgegaukelt, dass die Enkeltochter einen schweren Unfall hatte. Er solle nun Geld für etwaige Kosten bereitlegen. Der 84-Jährige lehnte dies ab und verständigte die Polizei.

Eine 56-jährige Rüthnickerin wurde durch einen vermeintlichen Rechtsanwalt kontaktiert und über einen Lottogewinn informiert. Die 56-Jährige sollte eine Bearbeitungsgebühr in Höhe 500 Euro in Gutscheinkarten erwerben. Da ihr dies komisch vorkam, informierte sie erst ihre Tochter und dann die Polizei.

In allen Fällen gingen die Betrüger leer aus, weil die Angerufenen gut reagiert haben.

Polizei: „Seien Sie misstrauisch!“

Die Polizei rät: „Seien Sie misstrauisch! Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.“ Die Täter sind gut geschult und versuchen, ihre potenziellen Opfer in lange Gespräche zu verwickeln. Die Polizei rät zudem, im Zweifel das Gespräch einfach zu beenden, die Polizei zu informieren und vor allem niemals Auskünfte über Geld oder andere Vermögenswerte zu geben.

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Von MAZ-online

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