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Wittstock/Dosse Wittstock: Mehr als zwei Millionen Euro für Radwegebau
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse

Wittstock: Fördermittel für Radwegebau übergeben

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09:49 27.10.2021
Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann (l.) und Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen am Anfangspunkt des neuen Radweges bis nach Griebsee. Später soll er bis Mirow weitergeführt werden.
Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann (l.) und Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen am Anfangspunkt des neuen Radweges bis nach Griebsee. Später soll er bis Mirow weitergeführt werden. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

In Wittstock entsteht im kommenden Jahr ein neuer Radweg. Er nutzt als Trasse die ehemalige Bahnstrecke von Wittstock nach Mirow. Der erste Bauabschnitt führt über 11,8 Kilometer vom Wittstocker Amtshof bis nach Griebsee.

Für dieses Projekt nahm Bürgermeister Jörg Gehrmann am Dienstagnachmittag einen Fördermittelbescheid aus den Händen von Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen entgegen. 2,1 Millionen Euro steuert das Land bei – und damit den Großteil der Gesamtkosten in Höhe von 2,6 Millionen Euro.

„Einen Fördermittelbescheid mit einer so hohen Summe habe ich noch nie übergeben“, sagte Frank Schmidt. Die restlichen 500.000 Euro kommen aus dem Stadthaushalt.

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Ein Asphaltweg und drei Rastplätze

Dafür werden ein zweieinhalb Meter breiter Asphaltradweg und drei Rastplätze gebaut. Der Weg verbindet die Ortsteile Klein Haßlow, Babitz, Groß Haßlow und Dranse mit der Kernstadt Wittstock. Er soll sowohl den Alltag für die Bewohner erleichtern, als auch Freizeitzwecken dienen.

Einen Vorgeschmack auf den Radweg gab bei der Fördermittelübergabe ein Plakat, auf dem sich der Weg bereits durch saftige Wiesen schlängelt. Der Bau wird zum Ende des ersten, Anfang des zweiten Quartals kommenden Jahres beginnen. Bis dahin werden noch Planungen finalisiert und Ausschreibungen stattfinden.

Bis Ende 2022 soll alles fertig sein

Ende 2022 soll der Radweg fertig sein. In den Jahren 2023 und ’24 soll sich der zweite

Hier beginnt in Wittstock künftig der neue Asphalt-Radweg von Wittstock nach Griebsee, der später nach Mirow weitergeführt werden soll. Quelle: Björn Wagener

Bauabschnitt von Griebsee bis zur Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern anschließen. Ziel ist es, den Weg dann in Abstimmung mit dem Nachbarland bis nach Mirow fortzuführen.

„Der Radverkehr hat für uns eine hohe Priorität. Mit diesem Weg wird der Verkehr entzerrt und sicherer gemacht. Wir hoffen, dass wir damit viele Menschen dazu bewegen können, vom Auto auf das Rad umzusteigen“, sagte Frank Schmidt bei der Fördermittelübergabe in Wittstock.

Das Projekt stehe aus seiner Sicht einer möglichen Reaktivierung der Bahnstrecke – wie sie von Bündnis 90/Grüne für die Zukunft angestrebt wird – nicht entgegen.

„Damit erhalten wir die Bahntrasse“

„Mit diesem Radweg erhalten wir die alte Bahntrasse. Denn wenn die Natur sie sich erst wieder zurückgeholt hat, wird es weitaus schwieriger, sie für den Bahnbetrieb wieder zu aktivieren.“

Bürgermeister Gehrmann erinnerte daran, dass die Stadt „vier bis fünf Jahre lang um diesen Radweg gekämpft hat“ und dankte den Stadtverordneten, dass sie dieser Zuzahlung der genannten Eigenmittel zustimmten.

Eine wunderbare Verbindung

Der Radweg nach Mirow wäre – wenn er denn eines Tages gebaut ist – eine „wunderbare Verbindung“, um die Region ohne Auto hautnah zu erleben, wie Jörg Gehrmann sagt. Gleichzeitig denkt er bereits an die Erweiterung des Radfahrnetzes auch an anderer Stelle.

So wolle er sich dafür einsetzen, dass der „viel gewünschte“ Radweg von Wittstock nach Alt Daber und weiter die Anbindung nach Below umgesetzt wird. Ebenso habe er die Anbindung aus Richtung Wittstock an den Radweg in Wulfersdorf im Blick, der von dort nach Freyenstein führt. Letztere Teilstrecke wurde erst 2018 eingeweiht.

Von Björn Wagener