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Wittstock/Dosse DJs von damals legen auf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse DJs von damals legen auf
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00:21 28.11.2018
Alte Bekannte und neue Technik am DJ-Pult.
Wittstock

Es war eine echte Zeitreise. Nur mit lauter Musik, viel Bewegung und einer Menge Schweiß. Am Samstag legten sechs DJs im Festsaal zur Eiche auf, die in allen gängigen Wittstocker Jugendklubs während der 1970er und 1980er hinter den Pulten standen. Im Klub Havanna, im Jugendklub Zentral, auch Zenti genannt, im Klub der werktätigen Jugend (Kdw) und um Jugendclub 60, auch 60er genannt.

Schon früh füllte sich die Tanzfläche. Quelle: Annika Jensen

Auch das Publikum ging damals in diesen Klubs ein und aus. Man kennt sich. Alle sind etwas angegraut. Aber alle hatten am Samstagabend richtig Bock auf Disko.

Klassentreffen der stadtbekannten DJs

„Es ist eine Art Klassentreffen der DJs“, sagt Alexander Thiedemann (28). Er ist der Organisator der Veranstaltung unter dem Motto „Die Rückkehr der Disco-Ritter“ und er ist selbst DJ. Letzteres kommt nicht von ungefähr. Sein Vater ist Lutz Thiedemann und einer der sechs stadtbekannten DJs, die am Samstag auflegen.

Drei Teams à zwei DJs stehen an den Rechnern. Anders als vor 30 Jahren setzen die Männer am Wochenende auf modernes Equipment. Wie damals bilden sie die Diskos, die in den Jugendklubs auftraten. Klaus Jeske (64) und Lutz Thiedemann (54) sind die Orion-Disco. Sie legten vor allem im Zenti und im Havanna auf.

„Es fühlt die ein bisschen an wie damals“

„Es macht einfach Riesenspaß“, sagt Lutz Thiedemann. „Man trifft Leute, die man lange nicht gesehen hat.“ Und: „Es fühlt sich ein bisschen an wie damals. Das liegt vor allem an den Menschen und an der Musik.“

Waren viel in den Wittstocker Jugendklubs der 1980er Jahre unterwegs: Sabrina Kobi (r.) und Karla Kluchert. Quelle: Annika Jensen

Zwei, die in den 1980er Jahren in allen gängigen Jugendklubs und mehrmals in der Wochen unterwegs waren, sind Karla Kluchert (61) und Sabrina Kobi (56). „Wir konnten jeden Abend in einem Klub Party machen“, sagt Sabrina Kobi. Sie arbeitete als junge Frau im Obertrikotagenbetrieb und war im Wohnheim untergebracht. „Damals waren es ja noch humane Zeiten. Die Disko ging um 18 Uhr los und um 22 Uhr war Schluss.“ Trotzdem konnte es Pro­bleme geben, erinnert sie sich. „Dann musste man aber um genau 22 Uhr wieder im Wohnheim sein. Das ging gar nicht. Wenn man zu spät kam, bekamen die Eltern einen Brief. Ja, die Heimleitung war da streng“, sagt sie und lacht.

Keimzeit, Karat und ACDC

Als die DJs am Samstag gegen halb acht endlich anfangen, sind Sabrina Kobi und ihre Freundin Karla Kluchert die ersten auf der Tanzfläche.

Das erste Stück des Abends ist Udo LindenbergsMoskau“. Aber natürlich gab es auch die bekannten DDR-Bands zu hören: Die Puhdys, Karat, Keimzeit und City. Zu den Westbands, die sowohl am Samstag als auch in den 1970er und 80er gespielt wurden, zählten die Rolling Stones, Deep Purple und AC/DC.

Ob es ein nächstes Mal geben wird, steht noch nicht fest

Vor 15 Jahren waren die Wittstocker DJs erstmals zusammengekommen, um an die Zeit von damals zu erinnern. Und vieles sieht danach aus, dass auch der Abend am Samstag eine Ausnahme bleibt. „Ich hoffe, dass es eine regelmäßige Veranstaltung wird“, sagt Sabrina Kobi. „Meine Kollegen und ich waren sofort begeistert, als wir den Flyer gesehen haben.“

Aber es steckt offenbar eine Menge Arbeit dahinter. „Der Saal, die Musikgebühr, die Bar. Da ist viel zu organisieren“, sagt Lutz Thiedemann. „Wir bleiben dran, aber wir müssen sehen“, sagt er weiter. Als DJ wäre er auf jeden Fall wieder mit dabei, sagt er weiter. Ob es also wieder zu einem Klassentreffen der DJs kommt, ist noch nicht endgültig geklärt.

Von Annika Jensen

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