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Wittstock/Dosse Große Sause zur 130-Jahr-Feier der Retter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Große Sause zur 130-Jahr-Feier der Retter
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00:21 15.05.2019
Die Jubiläumsfeier lockte viele Besucher auf den Markt. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Ausnahmezustand auf dem Markt in Wittstock. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wittstock bestimmten am Sonnabend das Bild im Herzen der Dossestadt. Bei ihrer 130-Jahrfeier bildete der Markt die Kulisse für diese Geburtstagsfeier.

Einheitsführer Michael Füllgraf begrüßte neben den Brandschützern aus der Kernstadt und den Ortsteilen auch Blauröcke aus der Partnerstadt Uetersen. Stadtbrandmeister Steffen Müller, Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald und Bürgermeister Jörg Gehrmann gehörten zu den Festrednern.

Gegründet am 16. März 1889

Am 16. März 1889 gründete sich in Wittstock die Feuerwehr. „Feuer ist eine faszinierende Naturgewalt, aber kann auch das gesamte Hab und Gut sowie Menschenleben zerstören“, so Michael Füllgraf. Alle betonten bei ihren Reden: Nur gemeinsam und vereint kann den Naturgewalten getrotzt werden.

Die jungen Brandschützer zeigen, was sie können. Quelle: Christamaria Ruch

Im vergangenen Jahr erlebten die 62 Wittstocker Brandschützer 199 Einsätze. Der Großbrand in der Baustraße gehörte zu den Ausnahmesituationen. „Wir kooperieren hervorragend mit den örtlichen Wehren“, so Füllgraf.

Gleichzeitig betonte er: „Oft bleiben die privaten Belange auf der Strecke, wenn es zum Einsatz geht.“ Besonders stolz ist die Wittstocker Feuerwehr auf den Nachwuchs. Deshalb erhielten die Kinder und Jugendlichen einen Pokal und einen Gutschein.

54 Kinder und Jugendliche sind dabei

Insgesamt 54 Nachwuchskräfte reihen sich in Freyenstein und Wittstock ein. Und in der Seniorenkameradschaft sehen die Brandschützer nach wie ihre Vorbilder. Ilsetraut Bark und Patricia Kähler erhielten für ihren Einsatz bei der Versorgung der Brandschützer Blumen. „Ich war total überrascht und freue mich sehr“, räumte Bark anschließend ein.

Die Aktion „Neue Helme für die Jugendfeuerwehr“ trägt Früchte, denn alle Kinder sind mit nagelneuen Kopfbedeckungen ausgestattet.

Das stille Örtchen brennt und Torsten Müller sucht das Weite. Quelle: Christamaria Ruch

Stadtbrandmeister Steffen Müller erinnerte erneut daran, dass sich im Laufe der Jahre das Aufgabenspektrum „stark verbreitert hat.“ Technische Hilfe dominiert das Einsatzgeschehen. „Ihr rennt dort hinein, wo andere heraus rennen“, brachte Jörg Gehrmann seinen Respekt auf den Punkt.

Der Auftritt der Jugendfeuerwehr markierte den Beginn der Leistungsschau. Während Brandschützer Torsten Müller mit Nachthemd und Zipfelmütze in ein Toilettenhäuschen ging und dort rauchte, bemerkte er gar nicht, dass das stille Örtchen aus Holz Feuer fing.

Turbulenzen am stillen Örtchen

Völlig durcheinander lief er hinaus, suchte Hilfe und setzte schließlich einen Notruf ab. Doch bevor die Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Tatütata auf den Markt fuhren, landete Müller in einer Warteschleife. Die Nachwuchskräfte sicherten wenig später mit kühlem Kopf die Einsatzstelle ab, kuppelten Schläuche und bekämpften den Brand.

Schlaue Köpfe waren beim Quiz am Brandschutzmobil gefragt. Quelle: Christamaria Ruch

Beim Geschicklichkeitsspiel hantierten die Nachwuchskräfte im Beisein der Aktiven mit dem Schneid- und Spreizgerät. Dabei zogen sie mit Hilfe dieses Einsatzgerätes ein Stück Holz aus einem Stapel Kanthölzer heraus.

Auch das Brandschutzmobil mit Mandy Salomon und Dirk Rötig vom Kreisfeuerwehrverband brachte sich in Position. Je nach Altersgruppe standen dort mehr als zehn Quizbögen zur Auswahl.

Zeitreise bei historischer Vorführung

Später gingen die Zuschauer mit der Feuerwehr auf Zeitreise und erlebten eine historische Vorführung. Bei einer Einsatzübung zum Gefahrgut stellten die Brandschützer ihre Technik vor. Die Kinderfeuerwehren aus Wittstock und Heiligengrabe erwarben das Abzeichen Jugendflamme und stellten dabei ihr theoretische Feuerwehrwissen unter Beweis.

Eine Modenschau, die Ausstellung der Technik und Fahrzeuge sowie die gastronomische Versorgung rundeten den Jubiläumstag ab.

Von Christamaria Ruch

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