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Wittstock/Dosse Jugendliche belegten 4. Platz mit ihrem Projekt
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00:20 15.06.2018
Jugendliche aus Wittstock belegten den vierten Platz bei der Goldenen Göre des Deutschen Kinderhilfswerks. Quelle: privat
Wittstock/Rust

Seit Jahren engagieren sich Jugendliche der Wittstocker Demokratiewerkstatt für ein Jugendzentrum, das auf dem Bahnbetriebsgelände der Dossestadt entstehen soll. In vielen Gesprächen mit Politikern, Workshops und enger Zusammenarbeit mit dem Architekten Ralf Fleckenstein haben sie ein Modell gefertigt und Pläne für die Ausstattung ihres neuen Domizils erstellt. Nach Auskunft des Architekten kann das neue Jugendzentrum in der ehemaligen Schlosserei und dem Wasserturm des Bahngeländes womöglich im dritten oder vierten Quartal 2019 eröffnet.

Bei der Verleihung der Goldenen Göre im Europa-Park in Rust gehörten Wittstocker Jugendliche zu den Finalisten.. Quelle: privat

Für ihr Engagement und ihre Hartnäckigkeit sind die Jugendlichen für den Preis „Goldene Göre“ des Deutschen Kinderhilfswerks vorgeschlagen worden. Tatsächlich hatten sie es in die Endrunde unter die sechs Finalisten geschafft – als einziges Jugendprojekt aus Ostdeutschland. Am Montag war die Entscheidung über die Platzierungen im Europa-Park in Rust verkündet worden. Die Kinder- und Jugendjury des Deutschen Kinderhilfswerks hatte sie bereits Ende Mai gefällt. Danach belegten die Wittstocker einen der drei vierten Plätze und erhielten ein Preisgeld von 500 Euro.

Preisgeld soll Workshop zugute kommen

„Zuerst waren die Jugendlichen etwas enttäuscht, sagte Uta Lauterbach, die die Demokratiewerkstatt mit betreut. Im Endeffekt hätten sie aber viel Bewunderung und Sympathie für die anderen Projekte gezeigt.

Sieger und Gewinner der Goldenen Göre mit einem Preisgeld von 5000 Euro wurde das Projekt „SchokoFair – Stoppt Kinderarbeit!“, das Schüler einer Düsseldorfer Gesamtschule seit fast zehn Jahren erfolgreich durchführen. Laut Kinderhilfswerk übernehmen sie in jedem Schuljahr Verantwortung für Kinder, die auf Kakaoplantagen arbeiten müssen. Ziel sei es, immer mehr Menschen über die Verletzung der Kinderrechte auf den Kakaoplantagen zu informieren, für einen fairen Handel zu werben, selbst nachhaltig zu konsumieren und sich für bessere Gesetze zum Schutz der Kinder einzusetzen.

Die 500 Euro Preisgeld wollen die Wittstocker Jugendlichen in die Innenausstattung ihres Zentrums beziehungsweise in einen Workshop investieren. Letzterer mit dem Ziel, selbst mit zu bauen. Das hatten sie bereits beim Besuch des ehemaligen Fernsehmoderators Ingo Dubinski verkündet, der im Auftrag des Kinderhilfswerks einen Imageclip über das Projekt gedreht hatte. „Die 500 Euro werden dafür wahrscheinlich nicht ganz reichen, also suchen wir noch nach einer Kofinanzierung“, sagte Uta Lauterbach.

Auch das Maskottchen des Parks begrüßte die Gäste aus Wittstock. Quelle: privat

Neben dem Preis und einem heiteren Aufenthalt im Vergnügungspark ergaben sich für die Jugendlichen noch weitere positive Erfahrungen in Rust. „Sie haben vor allem netzwerken können“, erklärte Uta Lauterbach. Dabei sei man mit Vertretern der Aktion Mensch sowie dem Bahnverband ins Gespräch gekommen. Diese hätten, wie seinerzeit auch Vertreter der Landespolitik in Potsdam, den Jugendlichen auch finanzielle Unterstützung für ein noch größeres Ziel in Aussicht gestellt: den Umbau des ehemaligen Lokschuppens zu einer Kalthalle zum Skaten und für Konzerte. „Das ist nach wie vor unser Traum“, betonte Uta Lauterbach.

Im vergangenen Jahr sowie beim Stadtrundgang mit Senioren am Dienstag hatte Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann immer wieder seine Präferenz geäußert, dass in besagtem Schuppen ein regionales Unternehmen ein Ausstellungs- und Kompetenzzentrum eröffnen könnte. „Wenn das geschehen sollte, werden wir sicher das Gespräch mit dem Unternehmen über eine mögliche Kooperation suchen“, kündigte Uta Lauterbach an.

Von Christian Bark

Die Publikation beleuchtet die Stadt Wittstock von allen Seiten und fasst Wissenswertes aus vielen Gebieten zusammen. Sie soll im ersten Quartal kommenden Jahres erscheinen.

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