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Wittstock/Dosse Pfarrgarten steht nach Umgestaltung wieder offen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Pfarrgarten steht nach Umgestaltung wieder offen
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18:09 12.05.2019
Bei der Eröffnung des umgestalteten Pfarrgartens in Wittstock. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Ein Blick über die neue Mauer am Pfarrgarten war schon längst möglich. Von Tag zu Tag nahm der Garten in den vergangenen Wochen neue Gestalt an. Nun ist er fertig und steht für die Besucher offen.

Bei der Eröffnung am Sonntagmittag tummelten sich viele Besucher in der neuen Anlage. Egal ob ein Platz an der Sonne oder im Schatten unter dem überdachten Wandelgang – jeder Gast findet dort Ruhe. Der Wittstocker Bläserchor umrahmte die Eröffnungsfeier im Pfarrgarten.

Fördermittel aus zwei Programmen

Innerhalb von drei Monaten nahm das Projekt Konturen an und lädt nun als Ort der Stille zum Innehalten an. Über die beiden Förderprogramme Städtebauförderung und Leadermittel der Europäischen Union sowie eine Großspende der Gebäude- und Wohnungsverwaltung Wittstock (GWV) konnte das Vorhaben in Angriff genommen werden.

Es reiht sich zudem in die Angebote für die Besucher der Landesgartenschau (Laga) in Wittstock ein. 490 000 flossen in die Umgestaltung und geben dem Pfarrgarten einen völlig neuen Charakter.

Glasbilder aus der Werkstatt des Künstlers Werner Max Kothe aus der Uckermark. Quelle: Christamria Ruch

Denn nun steht die Anlage als öffentlich zugänglicher Ort für alle Besucher offen. Eine Pforte macht den Zugang möglich. Sie ist aus Cortenstahl und mit dem Logo der Marienkirche ähnelt sie dem Zugang zum kirchlichen Friedhof an der Meyenburger Chaussee.

Cortenstahl ist wetterfester Baustahl und wird häufig in der modernen Architektur im Außenbereich verwendet. „Die Kirchengemeinde möchte ihre Türen noch mehr und weiter als bisher öffnen“, sagte Superintendent Matthias Puppe in seiner Ansprache.

Bürgermeister dankt allen Beteiligten

Er dankte allen Mitwirkenden – vom Initiativkreis Sankt Marien über die Architekturbüros Kannenberg und Kannenberg bis hin zu den vielen Handwerksunternehmen und auch Ehrenamtlichen. „Hier kam Handwerkskunst zur Geltung“, so Puppe.

Der Blick vom Turm der benachbarten Marienkirche auf den Pfarrgarten oder in umgekehrter Richtung ist das verbindende Element, unterstrich Puppe.

Eröffnungstermin musste zweimal verschoben werden

Bürgermeister Jörg Gehrmann betonte: „Hier ist ein besonderer Ort entstanden. Die Menschen, die hier ein- und ausgehen, verleihen diesem Ort erst seine Aura.“ Und Bärbel Kannenberg erinnerte: „Zweimal musste der Eröffnungstermin verschoben werden. Das liegt am Fachkräftemangel, auch wenn das niemand mehr hören möchte.“ Umso mehr schätzte sie „das hohe Maß an Einsatzbereitschaft aller Handwerker.“

Der 1600 Quadratmeter große Pfarrgarten ist klar gegliedert in Rasenflächen, Beeteinfassungen mit Gehölzen sowie den Wandelgang. Die Grünfläche ist dazu gedacht, zukünftig Ort für kulturelle Veranstaltungen zu sein.

Der Wandelgang im Pfarrgarten. Quelle: Christamria Ruch

Vor allem der Wandelgang zieht die Blicke auf sich – dieser befindet sich parallel zur angrenzenden Kuhstraße und schirmt den Garten trotz Innenstadtlage vom Trubel ab.

Aus dem Dach ragen an zwei Stellen Birken – sie sind in den Bau integriert. Dort stehen sich an die Bäume angelehnt zwei grob behauene Holzskulpturen gegenüber. Sie verkörpern Adam und Eva aus der biblischen Schöpfungsgeschichte. Der Wandelgang soll ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln.

Flankiert wird der Garten links und rechts der Eingangspforte von Glasbildern. Sie stammen aus der Werkstatt des Künstlers Werner Max Kothe aus der Uckermark. Neben der Schöpfungsgeschichte befindet sich auch ein Überblick über die Weltreligionen. Beide Tafelreihen stehen sich in Sichtweite gegenüber und die Legendetexte sind in Hoch- und Plattdeutsch gefasst. Sie werden dort bis zum Ende der Laga im Oktober ausgestellt.

Von Christamaria Ruch

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