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Wittstock/Dosse Schüler beobachteten den Blutmond
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Schüler beobachteten den Blutmond
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00:24 24.01.2019
Physiklehrer Jost Korf beobachtete mit den 6. Klassen der Diesterweg-Grundschule zumindest probeweise den Himmel über ein Teleskop. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Schon bei der letzten Mondfinsternis im Juli 2018 hatte Jost Korf Pech gehabt. Dichte Wolken am Himmel verhinderten den Blick auf das Himmelsspektakel. Für den Montagmorgen erhoffte sich der Physiklehrer mehr Glück. Denn da trat der Mond wieder vollständig in den Kernschatten der Erde. Die durch die Luftschichten der Erdatmosphäre gebrochenen Sonnenstrahlen lassen den Trabanten dann in einem rötlichen Licht erscheinen, den sogenannten Blutmond.

Diesmal hatte Jost Korf seine Sechstklässler im Physikunterricht auf das Ereignis vorbereitet. Gemeinsam wollten sie den Blutmond über Teleskope beobachten. „Dafür eignet sich in Wittstock besonders gut der Bohnekamp“, informierte der Physiklehrer, der auch Astronomie studiert hat und das Fach einige Jahre unterrichtet hat.

Im Klassenzimmer hatten die Schüler die Möglichkeit, sich mit der Funktion der Fernrohre vertraut zu machen. Quelle: Christian Bark

Allein das Wetter war ihm und seinen 40 Schülern nicht hold. Um vier Uhr früh gab es keinen Durchblick durch die Wolkendecke. Also musste Plan B greifen: die Schüler gingen das Ganze erneut theoretisch durch und verfolgten die Mondfinsternis über einen „Video-Live-Ticker“. dazu fertigten sie ein Protokoll an.

„Mir ist eigentlich wichtiger, dass die Schüler das schöne Bild genießen können, statt dass sie mit Aufgaben bombardiert werden“, sagte Jost Korf. Ganz glücklich mit der Verfolgung über Video war er nicht. „Zur Himmelsbeobachtung im Winter gehört eben auch, dass man mal friert“, sagte der Lehrer, der der Astronomie in seiner Freizeit treu geblieben ist.

In Stedmand, USA, war der Blutmond viel besser zu sehen, als in Wittstock Quelle: Johnny Horne/AP

Draußen durch das Fernrohr durften die Schüler dann aber doch gucken. Um zu sehen, wie so ein Teleskop funktioniert. „Wir integrieren das in den Physikunterricht in das Thema ’Optik’“, sagte Jost Korf. Wichtig sei beim beobachten, dass das Fernrohr ruhig gehalten wird und am besten auf einem Stativ steckt. „Dann kann man das Spektakel auch mit jedem Feldstecher beobachten“, erklärte der Lehrer.

Die Schüler verfolgten die Mondfinsternis dann im Video-Liveticker. Quelle: Christian Bark

Extra früh ins Bett war am Abend zuvor Leon Schwertfeger gegangen. Ausgeschlafen konnte er neben dem Blutmond dann auch eine Dokumentation über die erste Mondlandung verfolgen, die Jost Korf für die Schüler laufen ließ.

Der Lehrer will die Himmelsbeobachtungen aber auf jeden Fall mit seinen Schülern fortsetzen, wie er sagte. Das nächste Mal voraussichtlich im Oktober, wenn der Merkur beim sogenannten „Merkurtransit“ vor der Sonne vorbeizieht. „Dann ist es lichter Tag und wir müssen eine Filter für die Teleskope verwenden“, erklärte Jost Korf. Bis zum nächsten Blutmond bedarf es hingegen noch viel Geduld. Er soll laut Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt erst 2028 wieder im Land zu beobachten sein.

Von Christian Bark

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