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Wittstock/Dosse Wittstocker holen den Mond auf die Erde
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00:24 25.06.2019
Andreas Rossol und sein Team widmen sich auf der Ideenexpo dem Thema Mondlandung und Mondbesiedlung. Quelle: Privat
Wittstock/Hannover

In diesen Tagen ist der Mond der Erde zum Greifen nahe. Und drei Wittstocker haben das mit ermöglicht. Andreas Rossol von der „Wittstock Goes Moon GmbH“, sein Schwester Jette und Stephan Nemitz sind gerade auf der Ideenexpo in Hannover mit einem „Space Village“ vertreten. Sie gehören zu über 270 Ausstellern dort. Als Mitmach- und Erlebnisveranstaltung für Kinder und Jugendliche zieht die Ideenexpo auch in diesem Jahr wieder zehntausende Besucher an.

Andreas Rosoll und sein Team haben auf der Ideenexpo ein Space Village mit aufgebaut. Thema ist der 50. Jahrestag der ersten Mondlandung.

Die erwartet im Space Village unter anderem eine 360-Grad-Full-Dome-Projektion in einem Kuppelzelt mit 82 Sitzplätzen, das an die Oberfläche des Mondes erinnert. Außerdem eine Apollo-Ausstellung mit einem Modell des Apollo-Mondautos, der Apollo-Rückkehrkapsel, des Apollo Mondlandemoduls und zwei Astronautenanzüge.

Schon als Kind fasziniert

Thematischer Hintergrund ist der 50. Jahrestag der Mondlandung von Apollo 11 auf dem Erdtrabanten. Damals war der Astronaut Neil Armstrong der erste Mensch, der einen Fuß auf den Mond setzte.

Ein großes Kuppelzelt in Mondform ist der Hingucker auf der Ideenexpo. Quelle: Privat

Vergangenheit und Zukunft, nicht nur bei der Bereisung des Mondes, hat das Space Village im Blick. So können Besucher im Virtual-Reality-Bereich einen besonderen Blick auf die Erde genießen oder mit Apollo 11 und Neil Armstrong mit auf dem Mond landen. Das hat Andreas Rossol auch schon als Kind fasziniert. „Ich hatte als Jugendlicher auch ein Teleskop, war jetzt aber kein ’Astro-Nerd’“, blickt der heute 31-Jährige zurück.

Geschäftspartner wiesen ihn auf die Ideenexpo hin

Eigentlich ist er gelernter Eventmanager und Informatikkaufmann. In Wittstock wollte er bereits vor knapp zwei Jahren ein „Moon Village“ aufbauen. „Das war ursprünglich als Festival geplant, konnte aber in der Stadt wegen seiner Größe nicht stattfinden“, blickt Andreas Rossol zurück. Aus dem Kunstprojekt sei dann aber 2018 Wittstock Goes Moon hervorgegangen. Mit seiner Firma war der Wittstocker im vergangenen Jahr auch auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin zu Gast gewesen.

Das Team des Space Village auf der Ideenexpo. Quelle: Privat

Auf die Idee, sich bei der Ideenexpo zu präsentieren, hätten ihn Geschäftspartner gebracht. „Ich muss zugeben, ich kannte die Veranstaltung vorher noch nicht“, sagt Andreas Rossol. Dort habe man zufällig für den Sonderbereich „50 Jahre Mondlandung“ einen Aussteller gesucht. „Unser Konzept passte da super rein“, so der 31-Jährige.

Alternative Lebensräume im All

Das Moon Village, das auf der Expo nun Space Village heißt, ist vor allem künstlerisch angehaucht und bietet Ideenanstöße für die Reise zum Mond sowie zu dessen Besiedlung. Darüber müsse man schon realistisch nachdenken, wie Andreas Rossol betont. „Denn im Augenblick zerstören wir unsere Erde täglich mit einem Lächeln im Gesicht“, sagt er.

Modell des ersten Mondautos. Quelle: Privat

Auch will sein Team gemeinsam mit den Partnern Airbus, der Stiftung Planetarium Berlin und Universe Dimensions wieder die Fantasie und Träume der Menschen für das Weltall anregen. „In der heutigen Zeit der Smartphone-Zombies, in der alle nur noch den Blick nach unten senken und auf ihr Smartphone starren, halte ich es für wichtig, den Blick wieder nach oben zu wagen“, sagt der Wittstocker.

Gespannt auf die Zukunft

Das scheint in Hannover auch zu gelingen. Teilweise habe es an den Exponaten Warteschlangen mit bis zu 300 Besuchern gegeben. „Mal sehen, was die Zukunft bring, vielleicht machen wir ja demnächst eine Ausstellung zum Mars“, so Andreas Rossol.

Auf der Ideenexpo ist er mit seinem Team noch dieses Wochenende zu erleben. Ab Sonntag beginnt der Abbau und Mitte kommender Woche geht es zurück in die Heimat. „Es lohnt sich echt, vorbeizukommen“, sagt Andreas Rossol. So sei am Samstagabend auch die Band Sunrise Avenue zu erleben. Der Eintritt zur Expo ist kostenfrei.

Mehr Informationen zur Ausstellung hier.

Von Christian Bark

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