Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wittstock/Dosse Kleintierzüchter laden zur großen Rasseschau
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Kleintierzüchter laden zur großen Rasseschau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:56 19.11.2019
Die Wittstocker Kleintierzüchter laden wieder zur Zuchtschau ein. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Sie ist jedes Jahr der Höhepunkt im Vereinsleben der Kleintierzüchter aus Wittstock und Umgebung: die große Zuchtschau am letzten November-Wochenende. Auch am kommenden Samstag und Sonntag, 23. und 24. November, lädt der Wittstocker Kleintierzuchtverein Cypria D 274 wieder dazu ein.

„Diesmal findet alles in der Waldring-Turnhalle statt“, informiert Karl-Heinz Schneider. Er steht seit mehr als zwei Jahrzehnten dem Verein vor. Er ist der elfte Vorsitzende seit 1882. Der 68-Jährige holt eine Liste hervor. Darauf sind die Namen seiner Vorgänger vermerkt.

In seinem Hof züchtet Karl-Heinz Schneider Texaner-Tauben. Quelle: Christian Bark

So etwa von Otto Valerius, der den Verein zwischen 1946 und 1951 sowie 1959 bis 1966 geleitet hat. Ihm ist ein Gedächtnispreis für Kaninchen und seinem späteren Nachfolger Rudi Braune einer für Hühner gewidmet.

„Damit werden die Züchter auch am Wochenende wieder ausgezeichnet“, sagt Karl-Heinz Schneider. Die Vorbereitungen für die Schau würden jetzt schon auf Hochtouren laufen. Ab Donnerstag um 13 Uhr beginne man schon mit dem Aufbau. „Dabei sind uns noch freiwillige Helfer willkommen“, so der Vorsitzende.

Die Wittstocker Kleintierzüchter

1882 wurde der Kleintierzüchterverein Cypria D 274 Wittstock und Umgebung gegründet. 1919 vereinigten sich die Geflügelzüchter mit dem Kaninchenzüchterverein.

Zu DDR-Zeiten war der Verein Teil des Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter. Heute ist er Mitglied im Prignitzer Kleintierzuchtverband.

17 Mitglieder sind derzeit noch im Verein aktiv. In den 1960er Jahren waren es noch bis zu 70.

Das jüngste Mitglied ist 20 Jahre, das älteste 84. Der Altersdurchschnitt liegt bei 50 Jahren. Es gibt auch die Möglichkeit, den Verein als passives Mitglied zu unterstützen.

Jedes Jahr nehmen die Kleintierzüchter am Erntefest in Biesen Teil. Außerdem bereiten sie ihre Zuchtschau an wechselnden Standorten in Wittstock vor.

Jeden zweiten Dienstag im Monat treffen sich die Züchter ab 19 Uhr im Biesener Feuerwehrgerätehaus zur Mitgliederversammlung. Darüber hinaus gibt es Grill- und Spielabende.

Sieben Preisrichter werden am Wochenende über gut 500 Tiere urteilen. Von A wie Appenzeller bis Z wie Zwergkämpfer, also Zuchthühner, sei alles dabei. Natürlich auch Gänse, Enten, Kaninchen und Co. „Mit der Schau bezwecken wir die Förderung, den Erhalt und die Verbreitung unseres schönen Hobbys“, betont Karl-Heinz Schneider. Die Schau locke jedes Jahr zahlreiche Züchter aus der Prignitz und von weiter her nach Wittstock.

Ehrenpreis des damaligen Kreisverbandes Ost-Prignitz von 1925. Quelle: Christian Bark

Und weil Nachwuchs auch bei Cypria immer knapp sei, hätten die Züchter eine Spendenaktion ins Rollen gebracht. „Damit wollen wir Jungzüchter unterstützen“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Gedeckt werden könnten mit dem Geld, das die Züchter gerade bei regionalen Betrieben einwerben, Ausgaben für Tiere oder Baumaterial.

Starterset für Anfänger im Lostopf

In diesem Jahr wird es auf der Zuchtschau neben der herkömmlichen Tombola, die täglich mit einem märchenhaften Hauptgewinn aufwarte, auch eine spezielle Tombola für Interessierte an der Kleintierzucht geben. „Wir verlosen dabei einen Kleintierstall – quasi ein Starterset“, verrät Karl-Heinz Schneider.

Anfängern rät der Vorsitzende, der 1965 als Jugendlicher dem Verein beigetreten war, mit einer übersichtlichen Anzahl an Tieren zu beginnen. „Sonst verzottelt man sich da nur“, erklärt er.

Historische Aufzeichnungen: Die Protokolle der Vereinssitzungen von 1882. Quelle: Christian Bark

Wichtig sei auch, dass Platz für die Tiere beziehungsweise Ställe und Volieren vorhanden sei. „Allerdings sollte man das mit seinen Gartennachbarn und dem Kleingartenverein abklären“, empfiehlt Karl-Heinz Schneider.

Ein Zuchtrichterbuch aus alten Tagen. Quelle: Christian Bark

Bei der Zurschaustellung der Tiere komme es vornehmlich auf die Pflege an. Aber auch auf die Auswahl. „Selbst das einfachste Tier kann Mängel aufweisen“, sagt Karl-Heinz Schneider. Beim Züchten könne man sich immer und immer wieder ausprobieren. Zur Belohnung für ein gutes Aussehen, Gewicht und Haltung der Tiere gebe es dann Landes- und Kreisverbands-, Ehren- und Futterpreise am Wochenende.

Die Kleintierzuchtschau findet am Samstag, 23. November, zwischen 9 und 18 sowie am Sonntag, 24. November, zwischen 9 und 15 Uhr in der Waldring-Turnhalle statt. Für Gastronomie ist gesorgt.

Von Christian Bark

Freyenstein soll Festspielort werden. Dieser Traum von Einwohner Bodo Hergaß könnte sich im kommenden Jahr erfüllen. Da will seine Sektion im Förderverein ein großes Kulturprogramm in der Stadt etablieren.

19.11.2019

Auch die sieben Schulen, die sich in Trägerschaft des Kreises Ostprignitz-Ruppin befinden, sollen fit für die Zukunft gemacht werden. Allein das Oberstufenzentrum in Neuruppin darf auf mehr als 790.000 Euro hoffen. Zuvor muss aber jede Schule einen „Medienentwicklungsplan“ sowie ein spezielles Konzept erarbeiten.

18.11.2019

Die Nachfrage ist groß, bedient werden kann sie jedoch selten. Der Raum für Gewerbegebiete ist in Wittstock derzeit begrenzt. In einer Analyse werden weitere Alternativen vorgeschlagen.

18.11.2019