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Wittstock/Dosse Denkmäler öffnen am Sonntag ihre Pforten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Denkmäler öffnen am Sonntag ihre Pforten
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14:57 04.09.2019
In der Fretzdorfer Kirche spielt zum Tag des offenen Denkmals 2019 ab 15 Uhr das Saxofon-Quartett für die Besucher. Danach sind geführte Besichtigungen im Schloss Fretzdorf möglich. Quelle: Christian Bark
Wittstock/Heiligengrabe

Am Tag des offenen Denkmals öffnen in Wittstock und Heiligengrabe wieder zahlreiche Gebäude ihre Pforten, die man so sonst nicht erleben kann. Dazu findet vielerorts ein attraktives Rahmenprogramm statt. „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ ist das Motto des diesjährigen Aktionstages, der wieder von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz initiiert wird.

„Vielerorts stehen revolutionäre Ideen oder der technische Fortschritt, die ein Denkmal ausmachen, im Fokus. Denn was heute als alt erscheint, war nicht immer alt“, lässt die Stiftung in Bonn verlauten.

Neun Denkmäler aus Wittstock und Heiligengrabe können Interessierte am Sonntag, 8. September, entdecken. Darunter etwa das Telschowsche Haus in Wittstock, eines der ältesten Bürgerhäuser der Stadt. Dort erwartet das Ehepaar Helmut und Anita Kmetsch die Gäste mit leckerem Kaffee und Kuchen.

Anita und Helmut Kmetsch sind seit fast 45 Jahren Besitzer des Telschowschen Hauses - des ältesten Fachwerkhauses Wittstocks. Quelle: Christian Bark

In der Wittstocker Stadtbibliothek wird es neben einer Besichtigung des historischen Kontorgebäudes auch einen Vortrag von Rainer Herrmann zum Polarforscher Alfred Wegener geben. Das Thema lautet ab 14.30 Uhr: „Was Alfred Wegener mit Ostprignitz-Ruppin verbindet“. Der Polarforscher stammt von der Wittstocker Tuchmacherfamilie Wegener ab. „Unser Gebäude war Kontor des Tuchfabrikanten Friedrich Wilhelm Wegener, des Großvaters von Alfred Wegener“, erklärt Bibliotheksleiterin Georgia Arndt.

Das Kloster Stift zum Heiligengrabe ist am Sonntag ebenfalls für Besucher geöffnet. Quelle: Christamaria Ruch

Der Vortrag findet im Präsentationsraum der Einrichtung statt, der seit der Restaurierung des denkmalgeschützten Fachwerkgebäudes im Jahr 2012 auch die Ahnengalerie der Familie Wegener und Polthier beherbergt. „Sie ist Bestandteil unseres Denkmalschutzprogramms“, sagt Georgia Arndt. Eine Lesung findet am Denkmalstag auch in der Gedenkstätte Belower Wald statt. Dort wird ab 14 Uhr der Autor Lukas Rietzschel aus dem Buch „Mit der Faust in die Welt schlagen" lesen.

Diese Denkmäler stehen Besuchern offen

Rund 8000 Denkmäler öffnen am Sonntag bundesweit ihre Pforten. In Brandenburg sind es gut 380.

Neun Denkmäler stehen in Wittstock und Heiligengrabe sind es laut Deutscher Stiftung Denkmalschutz, die den Tag initiiert hat, den Besuchern offen.

Die Dorfkirche in Jabelist zwischen 9 und 17.30 Uhr geöffnet. Es erfolgen Besichtigungen des sanierten Dachstuhls und Sichtungen von historisch geistlichen Schriften.

Die Feldsteinkirche in Wernikow ist von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen sind möglich.

Das Kloster Stift in Heiligengrabe ist zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. Es findet ein Gottesdienst statt. Zu entdecken gibt es auch eine Ausstellung, den Klostermarkt, das Klostercafé, den Klosterladen und einen offenen Kräutergarten.

Die Bibliothekim Kontor in Wittstock ist von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Ab 14:30 Uhr hält Rainer Herrmann den Vortrag: „Was Alfred Wegener mit Ostprignitz-Ruppin verbindet".

Das Telschowsche Haus in Wittstock ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Es gibt wieder Kaffee und Kuchen.

Die Gadower Dorfkirche ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Bei Bedarf gibt es Führungen. Zu sehen ist auch die Ausstellung zur „Freien Heide“. Um 14 Uhr ist ein Lichtbild-Vortrag von Eva Ulrich mit dem Titel „Die Robinie“ geplant.

In der Fretzdorfer Kirche spielt ab 15 Uhr das Saxofon-Quartett für die Besucher, danach sind geführte Besichtigungen im Schloss Fretzdorf möglich.

Die Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald ist von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Dort findet als Begleitprogramm um 14 Uhr die Lesung „Mit der Faust in die Welt schlagen“ mit Lukas Rietzschel statt.

Das Neue Schloss Freyenstein ist von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Um 11 Uhr gibt es in der großen Hofstube eine Fotoausstellung und Lesung zum Thema „Auf den Spuren Brigitte Reimanns in Russland“. Freyensteins Ortsvorsteherin Christa Ziegenbein liest dazu Sequenzen aus dem Reisetagebuch. Im und vor dem Neuen Schloss hält der Reit-und Fahrverein einen kleinen Imbiss sowie Kaffee und Kuchen für Besucher bereit. Um 16 Uhr folgt das Konzert “Back to the roots“ des Saxofon-Quartetts „Vela“ in der Hofstube im Schloss.

Das Alte Schloss Freyenstein – die Burg – steht ab 11 Uhr offen. Andrea Müllenberg vom Freyensteiner Förderverein wird Fragen zur Baugeschichte oder zur Historie des Ortes zu beantworten.

In der Gemeinde Heiligengrabe öffnet unter anderem das Kloster Stift zum Heiligengrabe seine Pforten. Höhepunkte sind ab 10 Uhr ein Gottesdienst in der Stiftskirche mit familiärem Charakter, danach gibt es eine Orgelführung. In der Heiliggrabkapelle gibt es ab 15 Uhr ein Konzert.

Führungen durch den Kräutergarten und die historische Anlage werden ebenfalls angeboten. Ein Konzert wird es auch in der Fretzdorfer Kirche geben. Ab 15 Uhr findet dort ein Saxofonkonzert statt. Im Anschluss kann das Schloss besichtigt werden.

Im Alten Schloss Freyenstein erwartet Andrea Müllenberg (l.) die Besucher. Quelle: Christian Bark

Musikalisch wird es auch im Schloss Freyenstein. Dort findet ab 16 Uhr ein Konzert des Saxofon-Quartetts Vela in der Großen Hofstube statt. „Die vier jungen Musikerinnen aus Spanien spielen auf ihren vier Saxofonen Kompositionen aus aller Welt, teils klassische Werke, teils Oper, Tango und Kompositionen aus einer Melange aus Jazz, Flamenco und Tango“, erklärt Christine Neumann vom Reit- und Fahrverein Freyenstein, der das musikalische Erlebnis ermöglicht. Karten zum Preis von 20 Euro seien über das Ticketportal reservix und in der Besucherinformation im Schloss Freyenstein erhältlich.

Weitere Informationen zum Tag des offenen Denkmals unter:www.tag-des-offenen-denkmals.de/laender/bb/215/

Von Christian Bark

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