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Wittstock/Dosse Geburtstag der Prignitzer „Zeitschätze“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Geburtstag der Prignitzer „Zeitschätze“
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01:15 31.05.2019
Eine Torte im Design der „Zeitschätze“ versüßte (v. l.): Andreas Ditten (Landkreis Prignitz), Landesarchäologe Franz Schopper, Gordon Thalmann (Landkreis Prignitz), Tourismuschef Mike Laskewitz und Jana Kolterjahn (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) den Geburtstag im Schloss Freyenstein. Quelle: Stephanie Fedders
Freyenstein

Zehn Jahre – was sind schon zehn Jahre bei einem Blick auf die „Zeitschätze der Prignitz“? Sie wären zu vernachlässigen. Und dennoch sind zehn Jahre für alle Beteiligten in der Entwicklung der Zentralen Archäologischen Orte ein wichtiger Meilenstein, der am Dienstag im Schloss Freyenstein gewürdigt wurde.

„Prignitzer Erklärung“ vor zehn Jahren unterschrieben

Auf den Tag genau ist es zehn Jahre her gewesen, dass die „Prignitzer Erklärung“ im „Archopark“ Freyenstein unterzeichnet wurde. Schriftlich hielten die Landräte und Bürgermeister aus den Kreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin sowie Vertreter der Landesdenkmalpflege fest, ein Netzwerk entlang bedeutender Bodendenkmale zu bilden und sie touristisch wie museal zu erschließen. Dazu gehören das Hünengrab von Mellen, das Königsgrab von Seddin, die Burg Lenzen, das mittelalterliche Freyenstein, Schloss Meyenburg und das Schlachtfeld von 1636 bei Wittstock.

Schloss Freyenstein ist heute Eingang zum Archäologischen Park, einem der Prignitzer „Zeitschätze“. Quelle: Stephanie Fedders

Die Feierstunde war Rück- und Ausblick in einem und Ansporn für die ambitionierten Projekte, die vor allen liegen. Zu den Unterstützern der ersten Stunde gehört Franz Schopper, der sich über die Gelegenheit eines Abstechers in den Nordwesten des Landes freute.

„Die Prignitz ist in der Denkmalpflege alles andere als vergessen“, sagte der Landesarchäologe, der die bisherige Entwicklung des Geburtstagskindes genau beobachtet und begleitet hat. Die Prignitzer Erklärung sei ein wunderbares Dokument, für dessen Umsetzung es „engagierte Akteure vor Ort und Politiker braucht, die mitziehen“.

Kay Richter zeigt Flyer und Broschüre, mit denen die Zentralen Archäologischen Orte beworben werden. Stephanie Fedders

An diesem Punkt lässt auch Mike Laskewitz nicht locker, der mit dem Tourismusverband Prignitz die Öffentlichkeitsarbeit betreut. Mit einer hochwertigen Broschüre, sechs Flyer für alle Standorte sowie der Einrichtung einer Internetseite www.zeitschätzeprignitz.de wurde die Grundlage für eine gemeinsame Vermarktung gelegt. „Wenn man dran bleibt, kommt man auch zu Ergebnissen“, weiß der Geschäftsführer.

Archäologischer Park Vorbild für Seddin

Wichtig sei es nach wie vor, die Akteure vor Ort mit einzubinden. Gastronomen, Gästeführer, Anwohner – „die Rahmenbedingungen müssen stimmen“, fordert Laskewitz. Dafür sei der Veranstaltungsort ein gelungenes Beispiel. Die Entwicklung des Archäologischen Parks in Freyenstein, der 2007 eröffnet wurde, brauchte auch seine Zeit.

„Mit 235 Besuchern im ersten Jahr haben wir angefangen“, erinnert sich Leiterin Christine Neumann, seit Beginn eine der treibenden Kräfte der Zentralen Archäologischen Orte. Nach der Entdeckung des Massengrabes bei Wittstock 2007 lag zunächst der Fokus ganz auf der Forschung. Heute ist das Schlachtfeld aus dem dreißigjährigen Krieg am authentischen Ort erlebbar.

Eine ähnliche Entwicklung wäre auch für das Königsgrab von Seddin denkbar. Als Fernziel nennt Kay Richter von der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises eine „museale Präsentation“. Er weiß um die Wirkung der spannenden Geschichte eines Herrschers aus der Bronzezeit. Wenn der Landkreis zum Tag der offenen Grabung einlädt, ist das Interesse immer sehr groß.

Im August wird in Seddin wieder gegraben

Die Grabanlage aus der Bronzezeit und die umgebende Fläche liegen nach wie vor im Fokus der Wissenschaft. Für Ende August hat Immo Heske von der Georg-August-Universität Göttingen die nächste Grabung angekündigt, verrät Kay Richter. Das Siedlungsumfeld soll weiter erforscht werden.

Im Anschluss an die Arbeiten wäre dann wieder eine gute Gelegenheit, die Ergebnisse vor Ort der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und das Interesse zu wecken an den Zentralen Archäologischen Orten der Prignitz.

Von Stephanie Fedders

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