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Wittstock/Dosse Auf dem Weg zum digitalen Dorf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Auf dem Weg zum digitalen Dorf
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17:25 08.01.2019
Softwareentwickler Thorsten Oesterreich stellte Varianten für einen digitalen Auftritt Zempows vor. Quelle: Christian Bark
Zempow

Seit Herbst 2018 kann man Zempow überall mit hin nehmen. Das Dorf hat eine eigene App für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Der Berliner Systemadministrator Peter Olef und seine Bekannten, die gemeinsam in Zempow ihren Urlaub verbracht hatten, sind die Entwickler dieser App. Die soll es den Dorfbewohnern und ihren Gästen erlauben, sich gegenseitig über Neuigkeiten und Angebote in der Region zu informieren. Weil Peter Olef den Service kostenlos angeboten hat, mit der Bedingung, die Zempow-App als Prototyp anderen Unternehmen und Kommunen präsentieren zu dürfen, war die Zustimmung im Dorf im September groß.

Mehr Gedanken zum Thema hat sich in der Zwischenzeit Thorsten Oesterreich gemacht. Der Softwareentwickler ist vor fast einem Jahr mit seiner Frau von Berlin nach Zempow gezogen. Auf der Ortsbeiratssitzung am Montagabend stellte er seine Rechercheergebnisse vor.

Peter Olef (r.) hat mit Freunden eine App für Zempow geschaffen. Sie soll als Prototyp für andere Orte dienen. Quelle: Christian Bark

„Die Peter-App ist der richtige Anstoß gewesen“, betonte er. Dass sie auf Dauer kostenlos bleibt, bezweifele er jedoch, da die Pflege einen erheblichen Aufwand bedeute. Zudem gebe es „grobe Fehler“. Zum Beispiel habe jeder Nutzer administrative Rechte, außerdem könnten Inhalte nicht auf Landkarten von Google-Maps visualisiert werden.

Stattdessen ist Thorsten Oesterreich auf zwei andere Angebote gestoßen. Zum Einen die „Satelles-Dorf-App“, die mehr eine digitale Plattform ist und damit auch gut am Computer genutzt werden kann. Zum Anderen eine App vom Projekt „Digitale Dörfer“ des Fraunhofer-Instituts.

„Beide Anbieter speichern keine Daten ab“, erklärte Thorsten Oesterreich. Sie würden Chatfunktionen und vieles mehr anbieten. Allerdings kosteten sie auch einige tausend Euro. „Die Digitalisierung ist aber eine Strategie, der Landflucht zu begegnen“, betonte der Softwareentwickler. Dafür erhielt er auch großen Zuspruch von den anwesenden Zempowern.

Auch die Nachbarn aus Mecklenburg mitnehmen

„Das Ganze sprengt aber sowohl inhaltlich, als auch finanziell unseren Rahmen“, sagte Zempows Ortsvorsteher, Ulrich Schnauder. Für das Projekt „Digitale Dörfer“ gab es großes Interesse seitens der Anwesenden. „Es würde vielleicht mehr Sinn machen, wenn sich bei dem Projekt mehrere Orte beteiligen“, hieß es aus der Runde. Dabei müsse auch über die Landesgrenze zu Mecklenburg hinweggedacht werden.

Betreiber ist laut Thorsten Oesterreich dabei ohnehin die Kommune, also in dem Fall die Stadt Wittstock. So will der Softwarentwickler bis zur nächsten Ortsbeiratssitzung am Montag, 11. Februar, weitere Informationen zum Projekt sammeln. Danach könne man über die Ideen auch mit Vertretern der Stadtverwaltung sprechen.

Von Christian Bark

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