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Wittstock/Dosse Apfelbäume in der Wittstocker Marienkirche
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Apfelbäume in der Wittstocker Marienkirche
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13:52 15.05.2019
Blumenkästen mit den Namensschildchen der Paten.
Wittstock

Man fühlt sich ein wenig wie im Garten Eden, wenn man die Wittstocker Marienkirche betritt – bunte Blumenbeete und blühende Apfelbäume überraschen die Besucher.

In einer gemeinsamen Pflanzaktion der Initiativgruppe Sankt Marien sind unter fachkundiger Anleitung Blumenkörbe entstanden, die den Zugang zum Altar schmücken und zeigen sollen, wie vielfältig und bunt das Gemeindeleben ist. Kleine Namensschilder, die der früheren Platzbeschriftung des Kirchengestühls nachempfunden wurden, weisen jeweils auf die Paten für die kreativen Gärten hin.

Eine Ausstellung mit 24 Apfelbäumen, deren Sorten vom Aussterben bedroht sind, schmückt seit Ostern den Altarraum. Sie werden zu Pfingsten an verschiedenen ausgesuchten Orten – unter anderem in Pfarrgärten in und um Wittstock und Neuruppin – ausgepflanzt.

Alte Apfelsorten bewahren

Mit ihrer Aktion will die Kirchengemeinde auf den dramatischen, von Menschen gemachten Rückgang der Artenvielfalt aufmerksam machen und auf die Bewahrung der Schöpfung hinweisen. Viele Obstsorten sind im Handel nicht mehr erhältlich, obwohl sie oft einen höheren Vitamin C-Gehalt aufweisen und ihr Genuss für Allergiker oftmals problemlos möglich ist.

Im Handel sind nur noch wenige Sorten erhältlich, die aus Plantagen stammen. Reste der alten Sortenvielfalt sind nur noch in wenigen Hausgärten, alten Obstwiesen oder Wegrändern zu finden.

Die Biologie der Pflanzen und die Symbolkraft floraler Elemente stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die bis Anfang Juli in der Kirche zu sehen ist.

Pflanzensymbole in Ruppiner Kirchen

Palmwedel, Ölzweige und Weintrauben, aber auch Stiefmütterchen und Weizengarben zieren seit vielen Jahrhunderten Fenster, schmiedeeiserne Gitter, Gestühl und bildliche Darstellungen in den Gotteshäusern – auch im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin. Die Ausstellung in der Sankt Marienkirche zeigt Fotos und Originale.

Der Wein ist Symbol für Christus. Jesus bezeichnet sich im Johannesevangelium als Weinstock und seine Jünger als Reben. Die Dreifarbigkeit des wilden Stiefmütterchens ist Symbol für die Dreifaltigkeit Gottes.

Auf einem Foto sind Stechpalmenzweige an der Decke der Gottberger Kirche zu sehen, Rosen zieren einen Deckenleuchter. Das kräftige Grün der Stechpalme und die roten Früchte stehen für Leben und Blut, sie sind Zeichen des ewigen Lebens. Die Rose steht für Unschuld und Reinheit und ist die typische Marienblume.

Die Ausstellung „Florale Elemente“ ist bis zum 1. Juli in der Wittstocker Kirche Sankt Marien zu sehen. Sie wird anschließend als Wanderausstellung auf Reisen gehen. Geöffnet ist die Kirche täglich von 10 bis 18 Uhr.

Von Cornelia Felsch

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