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Wittstock/Dosse Zwei tolle Tage im August
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16:33 25.07.2018
Fred Wehland hat den Hut bei der Jahrfeier im Apfeldorf Jabel auf. Quelle: Christamaria Ruch
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Jabel

Im Rundlingsdorf Jabel herrscht das ganze Jahr über Erntezeit. Denn in dem slawischen Wort Jabel steckt der grüne Apfel. Auf dem Brink mitten im Dorf wurzelt seit der Tour der Prignitz 2010 ein Apfelbaum.

Jabel feiert am 8. und 11. August seine 600-Jahrfeier. Der Ortsbeirat und die Mitglieder vom Verein „Leben in Jabel“ bereiten dafür ein zweitägiges Festprogramm vor.

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Die Fäden für alle Programmpunkte laufen beim Ortsbeirat Fred Wehland zusammen.

Vortrag über vergangene Zeiten

Am Mittwoch, 8. August, um 19 Uhr, starten die Einwohner und ihre Gäste in die Jubiläumsfeier. Im Festzelt auf dem Brink hält der Wittstocker Historiker Wolfgang Dost einen Vortrag über vergangene Zeiten des Dorfes.

Anschließend nimmt Jürgen Pilgrim aus Meyenburg das Publikum auf eine Geschichtsreise. Sein Vortrag steht unter dem Titel „200 Jahre bäuerliches Leben am Beispiel der Familie Pilgrim.“

Mit Pauken und Trompeten

Am Sonnabend, 11. August“, feiern die Einwohner in Jabel mit Pauken und Trompeten ihr Dorfjubiläum. Zum Auftakt lädt Pfarrer Bernd Albrecht um 11 Uhr zum Gottesdienst auf dem Brink ein. Bei schlechtem Wetter wechseln die Besucher in die altlutherische Kirche.

Das Mittagessen bietet dann eine reiche Auswahl: von selbstgemachten Kartoffelpuffern über Schwein am Spieß bis zu Räucherfisch. Kaffee und Kuchen locken am Nachmittag.

„Um 13 Uhr gibt Fred Wehland mit einer Festrede den Startschuss für die ausgelassene Feier. Anschließend wandeln Modelle aus Jabel bei einer historischen Modenschau über den Laufsteg. „Es sind auch Männer dabei“, sagt Fred Wehland.

Blasorchester aus Pampow

Das Blasorchester aus dem mecklenburgischen Pampow spielt bis 17 Uhr und umrahmt das Fest mit flotten Weisen. Ebenso wird ein Leierkastenspieler auf dem Brink unterwegs sein.

Beim Markttreiben ist auch die Wittstocker Beschäftigungsgesellschaft mit der Flachsstrecke vertreten. Einwohner organisieren weitere Stände mit Handwerkskunst.

Eierweitwurf mit der Feuerwehr

Die Feuerwehr bereitet Kinderspiele vor, Mädchen und Jungen können sich schminken lassen und beim Torwandschießen ist ein gutes Auge gefragt. Der Eierwurfweitwurf ist eine Paardisziplin. „Jeder zieht eine Kunststoffschürze an, denn es werden rohe Eier geworfen. Es geht darum, dass die Eier aufgefangen werden“, so Fred Wehland.

Um 17 Uhr verwandelt sich die Dorfstraße wieder in eine Piste für das 12. Seifenkistenrennen. Dieser Wettbewerb gehört seit Jahren zu den alljährlichen Höhepunkten. Um 21 Uhr beginnt der Tanz im Festzelt mit Siggi Leistner aus Wittstock.

Von Christamaria Ruch

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