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Wusterhausen Aus dem Pfarr­sprengel wird die Kirchengemeinde
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Aus dem Pfarr­sprengel wird die Kirchengemeinde
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14:33 26.01.2019
Die Kirche Sankt Peter und Paul in Wusterhausen. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Wusterhausen

Aus dem Pfarr­sprengel Wusterhausen wird ­voraussichtlich zum 1. Februar die „Kirchengemeinde Wusterhausen“. Im jüngst erschienenen ­Gemeindebrief erläutert Pfarrer Alexander Bothe die Hintergründe der strukturellen Veränderungen. Sie sind über längere Zeit vorbereitet worden.

Auf einer Klausur hatten sich die Gemeindekirchenräte schon im vergangenen März dazu ausgesprochen, inwieweit ein Zusammengehen der im Sprengel vereinten Christen aus Wusterhausen, ­Bantikow, Brunn, Schönberg (mit Tramnitz), Gartow und Metzelthin sinnvoll wäre. Sie fanden dafür gleich mehrere Gründe.

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Die Anzahl der Christen nahm um 25 Prozent ab

Eine ­wichtige Rolle spielte die in den ­vergangenen 15 Jahren um etwa ein Viertel zurückgegangene Anzahl der Gemeindemitglieder. Das warf Fragen auf. Wie können ermutigende, beflügelnde und musikalisch schön ausgestaltete Gottesdienste mit geringerer Teilnehmerzahl gefeiert werden? Wie lassen sich künftig ausreichend Kirchenälteste finden? Wie lässt sich die Verwaltung vereinfachen?

Die Traube schmückt das neue Siegel. Quelle: Repro: Wolfgang Hörmann

„Die Antworten darauf führten zu dem Beschluss, das Konsistorium um die Zusammenlegung der Kirchengemeinden zu bitten“, so Pfarrer Bothe. Bereits im Vorjahr wurden im Sommer Gottesdienste in den Dörfern von allen gemeinsam gefeiert.

Das Problem der Dorffriedhöfe lässt sich durch den Zusammenschluss und eine neue Gebührenordnung besser lösen. Die Ruhestätten können nun gemeinsam bewirtschaftet werden.

Dreizehn Mitglieder bilden einen Gemeindekirchenrat, in dem alle „Ehemaligen“ vertreten sind. Aus sechs Haushalten wird ein Haushalt.

Eine Weintraube soll das Siegel schmücken

Bei der Namenssuche entschieden sich die Gemeindekirchenräte für „Kirchengemeinde Wusterhausen“. Für sie gilt mit Inkrafttreten der neuen Struktur ein neues Siegel. Es zeigt eine Weintraube mit sieben Beeren, symbolisch für die Anzahl der Orte aus den ­ehemaligen eigenständigen Gemeinden.

Der geplante Zusammenschluss ist am Sonntag, 5. Mai, Anlass für einen feierlichen Gottesdienst in Brunn. Die Außensanierung der Dorfkirche wird damit gleichzeitig würdig beendet.

Von Wolfgang Hörmann

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