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Wusterhausen Robobus erweitert seinen Horizont
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Robobus erweitert seinen Horizont
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11:48 04.09.2019
Der Robobus ging im Juli in Wusterhausen an den Start Nun wird die Strecke erweitert. Quelle: Alexander Beckmann
Wusterhausen

Bisher sind es größtenteils Techniktouristen, die den autonom fahrenden Bus in Wusterhausen nutzen. Bürgermeister Philipp Schulz nennt die Mitfahrer so, die eine Fahrt in dem besonderen Bus einmal erleben wollen, aber kein bestimmtes Ziel haben.

Er bedauert es, dass der Bus derzeit von den Wusterhausenern noch nicht für die Grundversorgung genutzt wird. Schulz hofft, dass sich das mit der geplanten Streckenerweiterung ändert. Bisher fährt der Bus nur in der Altstadt und bis zum Aldi-Markt. „Ich hoffe, dass die Erweiterung besonders für die Senioren interessanter wird“, so der Bürgermeister. Er hofft auf mehr Belebung mit der Erweiterung

Berliner Straße kommt dazu

Für den heutigen Donnerstag ist die erste Prüffahrt dafür geplant. Der Bus soll dann auch bis zum Netto-Markt in der Berliner Straße fahren. Der sogenannte Operator, ein Busfahrer, der im Notfall eingreifen kann, bekommt seine Einweisung laut Bürgermeister eine Woche nach der Prüffahrt. Das soll etwa zwei Tage dauern. Die Inbetriebnahme des neuen Streckenabschnitts für Fahrgäste ist für nächste Woche Freitag geplant.

„Ist die zweite Strecke in Betrieb, dann ist sie deutschlandweit die längste unter realen Verkehrsbedingungen“, sagt der Bürgermeister. Wer mehr über das Forschungsprojekt wissen will, sollte sich den 30. September schon mal vormerken. Dann gibt es im Alten Laden des Herbstschen Hauses eine öffentliche Informationsveranstaltung darüber.

Dritter Abschnitt ist geplant

Geplant ist ein dritter Streckenabschnitt. Wann der in Betrieb geht, das konnte Philipp Schulz nicht sagen. Ein Schild in der Seestraße von Wusterhausen weist aber schon auf die Teststrecke hin. Der autonom fahrende Bus soll also perspektivisch auch bis zum Wohngebiet Horstberg fahren. „Das wird wohl am anspruchsvollsten“, ist sich Schulz sicher.

Das Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin, der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwest Brandenburg und der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft will wissenschaftlich untersuchen, wie automatisiert fahrende Busse im ländlichen Raum eingesetzt werden können. Vor allem soll erforscht werden, wie sie Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs werden können und wie sie von den künftigen Nutzern angenommen werden.

Von Sandra Bels

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